Glücksgefühl

Seit nicht mal einem halben Jahr bin ich "fertiger" Yogalehrer, seit gut drei Monaten unterrichte ich. Letzten Montag nach dem Kurs merkte ich, welches Glücksgefühl in mir ist nach dem Unterricht. Ich versuche, mir viel Mühe zu geben, meine Stunden gut vorzubereiten, mit Inhalt zu füllen, für Körper und Geist – und wenn ich dann manches Wort danach höre, es gut geworden ist, die Schüler entspannt und voller Energie, dann durchströmt es mich und ich grinse den restlichen Abend, im Schlaf, am Morgen ...

Es zeigt sich für mich wieder einmal, dass Yoga alles ist – es gibt dir was, wenn du unterrichtet wirst, den Anleitungen folgst, dich hingibst in eine gute Yogastunde, aber auch, wenn du vorne stehen darfst, forderst und gibst, am Ende in Shavasana für jeden ganz da bist.

Ich empfinde dieses Unterrichten als sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Du stehst da in einer Gruppe, die den Arm hebt, wenn du es verlangst, die jedem deiner Worte Folge leistet, die deine Gedanken zu dieser Stunde, deine Intention im Kopf hat und weiterträgt. Das ist viel. Und nicht immer kannst du jeden erreichen. Aber ich versuche es, jede Stunde, ganz und gar – dabei blühe ich auf ... und freue mich sehr, wenn auch die Schüler mit diesem Glücksgefühl nach Hause gehen.