Das ursprüngliche und damit das eigentliche Ziel des Yoga ist das zur Stille kommen des Geistes. Körperhaltungen (asanas), Atemübungen (pranayama) und im weiteren Meditation sind Teil des achtgliedrigen Pfades, der uns zur Erleuchtung führen soll.

Es gibt verschiedene Yogastile, die sich ähneln oder unterschiedliche Schwerpunkte setzen. In welcher Form du Yoga praktizierst, mit welchem Ziel, ist eine persönliche Entscheidung – Yoga ist in jedem Fall mehr als reine Bewegung. Dein Atem, dein Geist, alles fließt mit hinein.

 Vinyasa als Begriff beschreibt die Verbindung zwischen zwei Punkten, wobei damit vorrangig kleinste denkbare Zeiteinheiten gemeint sind – verbunden wie "Perlen an einer Schnur". 

Vinyasa Yoga verbindet konkret zwei asanas durch Bewegung und Atem in einer dynamischen Form. Kommst du in deinen Flow, deinen Einklang von Bewegung und Atem, ist dein Geist fokussiert und du kannst über diesen Weg zu mehr Stille in dir finden, während du gleichzeitig Energie und Kraft gewinnst.

Aufbau einer Vinyasa-Yogastunde 

Was erwartet dich also nun bei einer Vinyasa-Yogastunde? Es gibt verschiedene Elemente, von denen alle oder einige Teil der Yogastunde sein können. Jeder unterrichtet bestimmt auch seinen eigenen Stil, setzt persönliche Schwerpunkte. Ich beschreibe im Folgenden mal eine Yogastunde, wie du sie bei mir erleben könntest:

* kurze Ansprache, Ankommen, Warm-up, vielleicht erst sitzend, dann im Hund oder stehend ...

* vinyasa, also fließende Elemente, wie die Sonnengrüße in verschiedenen Variationen

* aus dem Flow heraus stehende Positionen wie Krieger, Dreieck oder auch Balance

* statischere Elemente wie Vor- und Rückbeugen, stehend, sitzend, liegend ...

* dazwischen Twists

* Umkehrhaltungen wie zB Schulterstand oder Kopfstand

* shavasana, die End-Entspannung ...

* wieder sitzend ein paar abschließende Worte, Om chanten, Namaste

Das ist nur ein Beispiel. Ich kann einzelne Elemente hervorheben, andere weglassen, auf einen sogenannten Peak Point, einen Höhepunkt, eine besondere asana, hinarbeiten – oder komplett im Flow bleiben, vielleicht eine kleine Sequenz zur Musik erarbeiten. Eine Stunde kann herausfordernd, schweißtreibend, energetisch sein – oder auch sehr ruhig, entspannend, mit spiritueller Intention.

Wichtig ist in jeder Vinyasa-Yogastunde der Fokus auf den Atem. Die Bewegungen werden damit synchronisiert und im besten Fall solltest du ein Gefühl großer Einheit haben, dein Geist ganz auf Atem und Bewegung ausgerichtet.