Dieser Tag ein Leben

Astrid Lindgren war als Jugendliche mit einer Gruppe Mädchen unterwegs, zelten, wandern, und als sich eine auf dem Weg verletzte, gingen sie zum nächsten Haus – es war zufällig das der Autorin Ellen Key. Über einem Türrahmen stand das Zitat „Denna dagen ett liv.“ – Dieser Tag ein Leben.

Dieser Satz hat die junge Astrid Lindgren so bewegt, dass sie ihn viele Jahr später in ihrem Buch „Ferien auf Saltkråkan“ dem Vater Melchor in den Mund gelegt hat, als sein Sohn Pelle beklagt, dass die Ferien zu schnell vorbeigehen.

Wie häufig sagen wir „Wie schnell die Zeit vergeht“. „Schon wieder ein Jahr rum!“, „Gerade war doch noch Frühling, jetzt ist kommt schon wieder Weihnachten.“, „Schon wieder ein Jahr älter.“ ... 

Doch die Zeit vergeht immer im gleichen Takt, es ist unsere Sichtweise, die sie schneller werden lässt. Wir leben seltener im Hier und Jetzt, wie wir es noch als Kind getan haben. Damals waren die Jahre endlos. Heute denken wir an das, was war, und an das, was kommt – aber dieser Tag ist ein Leben

create a pure heart

... ein reines Herz. Wer hat das schon – frei von bösen Gedanken. Gibt es nicht immer Momente, wo wir anderen etwas nicht gönnen? Wo wir neidvoll auf Dinge, eifersüchtig auf andere Freundschaften schauen? Wir versuchen vielleicht zu lächeln, aber wir fühlen den Dorn in unserem Herzen. Das ist nur allzu menschlich und ich finde, völlig in Ordnung. Die Frage ist, was du daraus machst!

Ich kann diese Gefühle tief in mir schwelen lassen, sie dort vielleicht anhäufen, bis mir der Bauch weh tut. Ich kann mich aber auch damit beschäftigen und sagen, OK, ihr seid da, ihr bösen Gedanken – warum eigentlich? Was ist so schlimm? Kann die Welt nicht für uns alles schön sein?

Es ist immer einen Versuch wert. Öffne dein Herz. Stück für Stück.

Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist. (Psalm 51.10)

Meniskus??

Das erste Anatomie-Wochenende der Yoga-Ausbildung hatte ich mit Spannung erwartet. Es war mit einer der Gründe, warum ich diese Ausbildung überhaupt machen wollte: mehr über den Körper wissen, sicherer im Umgang mit den Asanas in Bezug auf mögliche Beschwerden sein.

Unsere Dozentin Beate Meyer begann mit uns am Fuß und wir arbeiteten uns über zwei Wochenenden bis zum Kopf nach oben :) Hätte man mich vorher gefragt, hätte ich zwar eingestanden, dass ich nicht viel über Anatomie weiß, aber so grob hätte ich doch gedacht, mich zurechtzufinden. Zum Beispiel Meniskus, hatte man doch schon oft gehört, ist halt am Knie ... irgendwo da ... wie der aussieht? ... keine Ahnung ...

Es war eine sehr interessante Reise, die wir da gemeinsam begingen. Natürlich reichte die Zeit nicht, um bis in kleinste Details zu gehen – wie kann das auch, wenn andere drei Jahre ihre Ausbildung als Physiotherapeut machen oder Medizin studieren – aber für einen Einblick hat es gereicht und da Beate nicht nur Physiotherapeutin, sondern selbst auch Yogalehrerin ist, war es sehr angewandte Anatomie, die uns praktisch in den Stunden weiterhilft. Auch wenn das erste Gefühl nach jeder Einheit "Ich mach gar nichts mehr, ich trau mich nichts mehr, ich weiß überhaupt nichts" war ... Es ist halt schon ein großes Thema und es gibt vieles zu beachten.

Es ist lange her, dass ich soviel gelernt habe – also auch tatsächlich lernen musste, zuhause mit Tabellen und Skripten und Schaubildern! Unser Yogaraum sah an den Wochenenden aus wie ein Schlachtfeld, überall Matten und Kissen und Notizen :)

Mir hat das Thema Anatomie auch viel für mich persönlich gebracht (denn jeder von uns schleppt ja meistens das ein oder andere Wehwehchen mit sich rum ...) – Beate hat mir da großartig geholfen, aber dazu vielleicht an anderer Stelle mehr. 

Ach ja, und für alle, die sich gefragt haben, wie genau denn nun der Meniskus aussieht und wo der exakt liegt ... er sieht so aus, wie ein Mandarinenstückchen, ein kleiner Halbmond, besteht aus Knorpel und liegt zwischen unseren Kniegelenken, wo er sich mit der Bewegung verschiebt und den Druck verringert. Wenn jemand etwas am Meniskus hat, dann kann es also sein, dass die Gelenke nicht mehr so entlastet werden, vielleicht sogar aneinanderstoßen und das ist in jedem Fall schmerzhaft. Vorsicht also bei zu abrupten Bewegungen!

YEAH!

Wer sieht sich schon so?

Niemand von uns rennt mit einem Umhang durch die Gegend und rettet die Welt, baut sich mit sichtbaren Muskeln im engen Anzug vor dem Bösen auf und zerschlägt alles mit einem Blitz. Wir sind auch keine Mutter Theresa, kein Ghandi, nicht Jesus, keine Helden der Liebe und Güte, die immerzu gewaltfrei und furchtlos Gutes tun. 

Und doch, du bist ein Held. Du bist in diese Welt geboren, um deine Aufgabe hier zu erfüllen. Jeder hat seinen eigenen Weg, mit kleinen und großen Hindernissen, den er gehen muss. Es geht nicht darum, diesen Weg mit anderen zu vergleichen, sondern genau wie im Yoga, das anzunehmen, was da ist – Hindernisse aus dem Weg zu räumen, manchmal zu kämpfen, oder aber auch demütig zu sein und es hinzunehmen. 

Das alles macht jeden von uns zum Superheld. Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter ... :)

Orientalischer Couscous

Ich wusste gar nicht genau, welche Länder alle dem Orient zugeordnet werden, aber das Internet ist da ja eine großartige Sache und so konnte ich meinen Couscous doch als orientalisch bezeichnen – wieder etwas gelernt.

Es ist wie immer ein Rezept aus der "Lameng", entstanden nach einem Gewürz von Herbaria (und nein, ich mache dafür keine Werbung und werde auch nicht dafür bezahlt – es ist mein persönlicher Geschmack, der hier getroffen wird :) – es heißt "Tajine Marrakesch".

Als ich daran roch, war mir nach Couscous, leicht scharf und süß und würzig und fein. Da man den Couscous nur quellen lassen muss, geht es ganz schnell und eignet sich wunderbar für ein spontanes Essen, wenn man hungrig ist!

Perspektivwechsel

Mittwochabend. Ich öffne die Tür. Plötzlich beginnt hinter mir das Gerenne, vorbei, schnell in den Yogaraum, platsch, die ersten werfen sich auf dem Boden: Mein Platz!

In jedem Spaß steckt auch ein Fünkchen Ernst: Wir wollen unseren Stammplatz. Ich kenne das selbst von meiner Yoga-Ausbildung, immer letzte Reihe, je nach Raum entweder möglichst weit in der hintersten Ecke oder direkt neben dem Fenster. Es hat lange gebraucht, bis ich auch in der vorderen Reihe Yoga machen konnte. Es kostet Mut, andere hinter sich zu ertragen, vermeintlichen Blicken, Vergleichen standhalten zu können. Andere wiederum liegen gerne vorne. Das muss nicht unbedingt demonstrativ sein. Vielleicht war es beim ersten Mal rein zufälllig der freie Platz und prompt ist er es für immer. Haben wir einmal unsere vermeintliche Komfortzone gefunden, wollen wir sie nicht wieder verlassen. 

Die Perspektive zu ändern kann vieles bewirken. Ich merke, dass ich auch an einem anderen Platz, mit einem anderen Nachbarn, klarkomme. Vielleicht sogar besser. Ich lerne, gelassen zu bleiben. Was passiert schon großartiges. Ich mache ja schließlich nur Yoga. Und ich werde vielleicht auch mutiger. Denn wenn ich mit kleinen Dingen anfange, Neues wage, dann traue ich mich vielleicht auch beim nächsten Mal, größere Veränderungen anzugehen – oder gelassen zu bleiben, wenn diese auf mich zukommen.

Ändere mal deine Perseptive – auch in der nächsten Yogastunde :)

Komfortzone

Eigentlich kein so schönes Wort. So allein vom Laut her. Und doch ein Bereich, ein Zustand, den wir lieben. Den wir ungern verlassen. Unser Ist-Zustand ist unsere Komfortzone. Das hat oft nichts mit dem wirklichen Komfort, dem Wohlfühlen, dem Lieben zu tun. Es ist einfach das, was wir kennen. Alles andere ist fremd, anders, ungewohnt. Wege zu verlassen fällt schwer.

Es ist schon nicht einfach, mal einen anderen Platz zu wählen, als den Stammplatz. Oder gar über einen anderen Job nachzudenken. Machen wir eigentlich nur, wenn es wirklich nicht anders geht. Ansonsten ertragen wir vieles, nur um nicht dem Ungewissen zu begegnen. Oft löst das Verlassen der Komfortzone erstmal Ängste aus. Ich denke, darin liegt auch ein großer Teil des Protests zur Flüchtlingsproblematik begründet. Wir haben Angst, dass sich etwas ändert. Und das die Veränderung nicht gut sein wird.

Das mag zum Teil auch so sein. Manchmal muss man etwas aufgeben, zB die vermeintlichen Privelegien, die man mit der Geburt in einem Land, in dem Frieden und Wohlstand herschen, geschenkt bekommen hat. Denn diese Welt gehört nun mal allen. Punkt. 

Doch auch im Kleinen ist es nicht einfach. Wir bleiben lieber im Sessel sitzen, als hinauszugehen. 

Manchmal hat man keine Wahl. Dann muss man aufstehen. Handeln. Leben. Und am Ende ist es doch gar nicht so schlimm. Hat gar nicht weh getan :) 

Alles auf Null.

It's a wonderful life

Bei meinen Interviews für hejyoga frage ich zuletzt immer nach einem Wort, einem Zitat, einem Spruch, der meinem Gegenüber wichtig ist. Sina, eine meiner Yogalehrerinnen in der Ausbildung, antwortete mit dem schönen Ausspruch: 

Hallo. Hier ist das Leben. Du brauchst dir heute keine Sorgen zu machen. Entspann dich. Mach dir einen schönen Tag. Ich kümmere mich um alles. 

In diesem Sinne ... bringt die nächste Yogastunde dich hoffentlich ein wenig zum Lächeln :) 

Ganesha Box

Schon häufiger hatte ich eine Idee im Kopf und war dann überrascht, sie kurze Zeit später woanders zu entdecken. Vielleicht hat man unbewusst etwas wahrgenommen oder es ist einfach Zufall. Eine Freundin meinte mal, es ist Zeitgeist. Man ist empfänglich für das, was um einen herum passiert, die Gedanken spielen mit auf dieser Welle und dann kommt es halt zu ähnlichen Ideen. Jedenfalls wollte ich gerne so eine Art kleinen Reisealtar basteln. Etwas, zum zuhause hinstellen oder eben auch mitnehmen. Ein Devotionalienschrein, sozusagen.

Und so gab es für den diesmaligen Kursstart wieder ein kleines Giveaway: die Ganesha Box :) Ausgestattet mit einem Hejyoga-Ganesha-Bild, Kerze und einer selbstgesammelten Muschel aus Dänemark. Da es am Ende jeder Yogastunde einen Zettel mit dem Thema der Stunde gibt, kann man diese nun wunderbar dorthineinlegen und vielleicht ab und zu in der Woche daran denken ... Ideen für andere Kleinigkeiten sind schon im Kopf, aber man darf ja nicht alles auf einmal verpulvern :) 

Die parallelen Produkte sind übrigens auch ganz zauberhaft:
* Travel Altar, Happy Mind Shop
* Holy Box, Yoga Essentials

Follow your heart

... egal, wie lange du Pause machst ... egal, wie oft du neu anfängst ... egal, was gerade noch war ...

 – Yoga ist noch hier. – 

Deinem Herzen folgen – deine Stärke finden, Leichtigkeit, deine Stille, dein innerstes Leuchten, Frieden, aber auch Energie, halten und loslassen, leben und lieben. 

– Das alles ist Yoga. – 

Es wartet auf dich. Es nimmt dich mit.

 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 

Yoga geht weiter … ab Montag (10. August 2015)!

11 * Fragen : Natascha Kießler

* Wer bist du?
Mein Name ist Natascha, ich unterrichte mit viel Leidenschaft Yoga in meinem Studio CoolYoga in Dortmund und mache dort außerdem noch das, was mir am meisten ans Herz gewachsen ist: YogalehrerInnen ausbilden. Es ist immer wieder spannend, aufregend und überraschend, Menschen auf dem Weg zum Yogalehrer zu begleiten. Was ich mir noch wünsche, sind mehr Männer auf der Matte ;-). *

Wie kam Yoga in dein Leben? Warum lässt es dich nicht mehr los?
Ich habe mein Leben lang Sport getrieben und bin früher viel Mountainbike gefahren. Darüber bin ich im Fintess-Studio zu Yoga gekommen: nach dem Spinningkurs fand immer der Yogakurs statt und eines Tages bin ich geblieben. Yoga ist für mich ein Weg, durch die Arbeit mit dem Körper dein Leben zu verändern. Denn das tut Yoga tatsächlich, es verändert die Sicht auf dich selbst, deine Mitmenschen, deine Umwelt. Für mich ist das ein Weg zu mehr Freiheit. Und es ist schön, dass in Yoga viel Bewegung steckt, denn Bewegung ist nach wie vor etwas, was mir viel Spaß macht. 

* Welche Asana ist dein persönlicher Peak Point – entweder eine, die du besonders gerne machst oder vielleicht eine, die du noch erreichen möchtest …?
Puh, schwierige Frage. Ich mag Armbalancen sehr, bin aber nach wie vor ein bisschen ängstlich was Umkehrpositionen im Raum angeht. Es wäre schön, da noch etwas mehr Freiheit von der Wand oder dem Hilfesteller in die Praxis zu bringen. Und ich liebe savasana ;-) 

* "Ich packe meinen Koffer" – welche drei Dinge abgesehen vom Notwendigen nimmst du mit auf die Insel?
Ich hoffe auf der Insel gibt es Berge und Schnee, deswegen packe ich auf jeden Fall ein fettes Paar Ski ein, meinen Partner Andreas (mit dem ich am liebsten zum Skifahren gehe) und jede Menge Bücher. 

* "Three Songs I love" – deine aktuelle Musik oder alltime-faves für Intro, Flow, Shavasana ... oder einfach so ...?
Ganz aktuell starte ich gerne mit „stay with me“ vom Vitamin String Quartett, liebe „Do you remember“ von Jarryd James für den Flow, ich bin schon immer ein „nothing else matters“ Fan für savasana gewesen. 

* Ein Mantra, dass du gerne hörst, singst, meditierst?
Das ist sehr stimmungsabhängig, ich mag das Gayatri Mantra….meditiere aber immer ohne Mantra. 

* Nach einem besonders stressigen Tag – dein Kurzprogramm zum Runterkommen?
Für mich geht es dann erstmal mit einem Buch auf die Couch und später auf die Yogamatte. Hier liebe ich intensive Hüftöffner, die lassen mich tief in meinen Atem kommen und beamen mich so richtig schön runter. 

* Was inspiriert dich – für dein Yoga, dein Leben?
Menschen, die vor Lebenslust sprühen, sich nie unterkriegen lassen und vor Leidenschaft für das was sie tun strahlen. Davon gibt es zum Glück eine ganze Menge und das versuche ich auch zu leben. 

* Wenn du dich in der Meditation an einen Wunschort beamen könntest, welcher wäre das?
Das ist einfach, immer in die Berge. Da habe ich viele Lieblingsorte. 

* Die Yogawelt ist inzwischen voll von den verschiedensten Hypes – was ist für dich im Yoga wirklich wichtig?
Atmen. 

* "Love, Love, Love" – ein Wort, Satz, Spruch zum Schluss?
Freiheit

Liebe Natascha, vielen Dank für dieses Interview – und vor allem dafür, dass du meine Yogalehrerin in der Ausbildung warst. Ich liebe deine Stundenkonzepte und vor allem deine Playlists :) Yogalehrer auszubilden ist auf jeden Fall dein Ding! Bleib weiter so fordernd und frisch und liebevoll. Danke <3

Gewinner :)

Die Verlosung hat Jennifer aus Glonn gewonnen – liebe Jennifer, das Päckchen geht in den nächsten Tagen zur Post! Ich hoffe, du freust dich auf Yopis wunderbar abwechslungsreiche Musik!

11 * Fragen : Sina Roosen

* Wer bist du?
Ich bin Sina, 34 Jahre, liebe, lebe und lache in Dortmund. Meine Yoga Homebase ist das Cool Yoga Studio.

* Wie kam Yoga in dein Leben? Warum lässt es dich nicht mehr los?
Vor vielen, vielen Jahren (2007), als Cool Yoga eröffnet hat, hat mein damaliger Freund mich dort mit hingeschleppt. Er hatte schon länger ein Vinyasa Yoga Studio gesucht, was aber damals noch nicht so verbreitet war. Ich glaube, ich habe in meinem Leben selten so geschwitzt und gekeucht wie in dieser ersten Stunde meines Yogawegs. Aber ich fand es wundervoll. Diese Mischung aus Anspannung und Entspannung. Sich selbst wahrnehmen, beobachten, über sich lachen, Grenzen verschieben – herrlich. Seit dem bin ich angefixt.

* Was genau ist Yin Yoga?
Im Yin Yoga werden die Asanas länger (3–5 Minuten) und ohne Muskelkraft gehalten. Hier geht es darum tiefer liegende Körperschichten wie zB die Faszien zu dehnen und den Bewegungsspielraum der Gelenke wieder zu erweitern. Diese ruhigen Klassen laden ein, nach innen zu schauen und sich selbst auf eine ganz besondere Art und Weise zu begegnen. Mein Lehrer Paul Grilley hat mit seiner Frau Suzee sicherlich sehr zur Popularität des Yin Yoga beigetragen. Diesen Stil gibt es aber schon seit Ewigkeiten, wenn auch nicht unter dem Namen Yin Yoga. 

* Was ist für dich persönlich das Besondere an dieser Yoga-Richtung?
Ich habe den Eindruck: je älter ich werde, desto dringender brauche ich diese Dehnung und Öffnung. Außerdem erdet diese Praxis sehr. 

* Welche Musik spielst du gerne zu einer Yin Yoga Stunde? Oder bleibst du dort lieber in Stille? Wenn ich Musik spiele, dann gerne ruhige oder klassische Sachen von David Darling oder Olafur Arnalds. Die Stille kann aber gerade hier auch besonders reizvoll sein. 

* Welche Asana ist dein persönlicher Peak Point – entweder eine, die du besonders gerne machst oder vielleicht eine, die du noch erreichen möchtest … ?
Ich liebe den Handstand. Je nach körperlicher Verfassung ist er echt eine Herausforderung für mich und ihn irgendwann frei im Raum zu stehen, fänd ich schon knorke. 

* Ein Mantra, dass du gerne hörst, singst, meditierst?
Ich liebe das Gayatri Mantra in allen erdenklichen Variationen. 

* Nach einem besonders stressigen Tag – dein Kurzprogramm zum Runterkommen?
Passive Rückbeugen und Umkehrpositionen 

* Was inspiriert dich – für dein Yoga, dein Leben?
Ich lese gerne Bücher zum Thema Buddhismus. Reisen und neues Lernen ist Inspiration pur. 

* Wenn du dich in der Meditation an einen Wunschort beamen könntest, welcher wäre das?
Wenn ich meditiere, stelle ich mir oft vor, wie ich auf einem schönen Felsvorsprung in den Bergen sitze und die Weite schaue. 

* "Love, Love, Love" – ein Wort, Satz, Spruch zum Schluss?
Hallo. Hier ist das Leben. Du brauchst dir heute keine Sorgen zu machen. Entspann dich. Mach dir einen schönen Tag. Ich kümmere mich um alles.

Sina war eine meiner Lehrerinnen in der Yoga-Ausbildung. Bei ihr hatte ich meine erste Yin Yogastunde und sie hatte in manch kräftezehrenden, emotionalen Momenten immer ein aufbauendes Wort. Sina hat so eine wunderbar liebe Ausstrahlung – ein Mensch, bei dem man sich einfach wohlfühlen und sein kann, wie man ist. Danke, Sina <3

Indische Linsensuppe

LInsensuppe geht immer, auch im Sommer. Das Herz braucht schließlich zu jeder Jahreszeit Liebe und Wärme! Diese Variante kombiniert Kokosmilch und Tomaten, was mir erst ungewöhnlich schien, sich aber als sehr, sehr köstlich herausgestellt hat – darum habe ich, nachdem der erste Topf leer war, die Suppe direkt nochmal gekocht :) Danke, liebe Sylle, für das Rezept und alles! <3

Verlosung: Yopi * CD

Wieder aus den Ferien zurück, freue ich mich sehr, nach dem Interview mit dem sympathischen Musiker Yopi nun seine neue CD Earth my body verlosen zu dürfen! 

"Bevor ich mich ganz der spirituellen Musik verschrieben habe, war ich viel mit meiner Folk-Reggaeband Consenso unterwegs. Nun freut mich umso mehr, dass ich mit meinem neuen Album "Earth My Body" diese beiden Pfade verknüpfen konnte, und mit meinen alten Mitmusikern, sowie mit anderen tollen Musikern, wie u.a. Philipp Stegmüller, Maria Garcia Lora und Lenka Petrovicova einige Bhajans und spirituelle Weltmusik in ungewohnter und teils tanzbarer Weise vertonen konnte!"

Wenn du mitmachen möchtest, schick mir bis zum 5. August 2015 eine Mail mit dem Betreff YOPI und deiner Adresse an katrin (at) hejyoga.de! Der Gewinner bekommt dann umgehend ein Päckchen von mir zugeschickt :)

Yoga für Kinder und für Jugendliche

Ab Mitte August unterrichte ich einen neuen Yogakurs für Kinder und einen für Jugendliche, beide montags in Duisburg. Wer Interesse hat, kann sich hier beim OSC informieren und anmelden.

Yoga für Kinder im Grundschulalter bietet nicht nur Bewegung, sondern wirkt auch der oft auch schon in diesem Alter einseitigen Belastung der Muskeln entgegen und stärkt darüberhinaus den Geist. Verschiedene Asanas (Körperhaltungen) werden mal eingebunden in eine Geschichte, mal als Flow zur Musik geübt und auch die Entspannung nach dem aktiven Teil ist ein wichtiger Fokus. Themen wie Meditation und andere Aspekte des Yoga fließen mit ein. Zum Schluss wird Yoga nochmal spielerisch aufgegriffen und so auf einer weiteren Ebene vertieft. 

Yoga für Jugendliche (ca. zwölf bis vierzehn) ist eine gute Ergänzung zu anderen Sportarten (nicht zuletzt ist Yoga Teil des Trainingsplans unserer Fußballnationalmannschaft!). Yoga kann herausfordernd und energievoll sein, aber auch ruhig und entspannend. Beide Seiten werden hier aufgegriffen und die verschiedenen Asanas (Körperhaltungen) zur Musik geübt und vertieft. Langfristig kann Yoga eine Möglichkeit sein, auch schwierigen Situation wie z.B. Prüfungen oder anstrengenden Lernphasen entspannter entgegenzutreten – mit einem besseren Körpergefühl, gestärktem Selbstbewusstsein und mehr Energie.

11 * Fragen : Yopi

* Wer bist du?
Yopi, bürgerlich Jost Ehrhardt, Alter: 42. "Yopi" ist mein Spitzname seit der Jugendzeit und irgenwann auch mein Künstlername geworden. Seit einem längeren Frankreich-Aufenthalt habe ich mir angewöhnt, das mit "Y" zu schreiben, weil die Franzosen das "J" immer anders aussprechen. Ich leite seit 8 Jahren Mantra-Singkreise. Erst in Köln, wo ich einen wöchentlichen Singkreis habe, und seit ein paar Jahren auch darüber hinaus auch regelmäßig in ganz NRW, in Berlin, Freiburg, Leipzig, Amsterdam und auf internationalen Yoga-Festivals wie der Barcelona Yoga Conference oder dem Bliss Beat in Italien. In Deutschland freue ich mich in diesem Jahr auch bei der Cologne Yoga Conference, dem Yoga Vidya Musikfestival, dem Bhakti Yoga Sommer und dem Yogafestival Berlin zu spielen. Neben den musikalischen Aktivitäten im Yoga-/Kirtan-Bereich spiele ich auch auf Nächten der Spirituellen Lieder in Kirchen. Bevor ich mich ganz der spirituellen Musik verschrieben habe, war ich viel mit meiner Folk-Reggaeband Consenso unterwegs. Nun freut mich umso mehr, dass ich mit meinem neuen Album "Earth My Body" diese beiden Pfade verknüpfen konnte, und mit meinen alten Mitmusikern, sowie mit anderen tollen Musikern, wie u.a. Philipp Stegmüller, Maria Garcia Lora und Lenka Petrovicova einige Bhajans und spirituelle Weltmusik in ungewohnter und teils tanzbarer Weise vertonen konnte!

* Wie kamst du zum Kirtan? Warum lässt es euch nicht mehr los?
Für mich persönlich habe ich herausgefunden, dass ein schöner intensiver Singkreis viel befriedigender und wertvoller ist, als ein Auftritt im Rampenlicht einer Bühne. Als "Frontmann" meiner Band habe ich auf vielen Bühnen gestanden und wir sind oft vor sehr vielen Menschen aufgetreten. Doch hinterher, wenn der Applaus vorbei war und sich das Adrenalin im Körper abgebaut hat, habe ich mich manchmal leer gefühlt. Ich liebe es, mit Menschen zu singen und Menschen zum Singen- und durch die Musik in Kontakt mit ihren Gefühlen zu bringen. Beim Kirtan-Singen geht es für mich nicht darum, Menschen zu unterhalten und eine "Show" zu liefern, sondern auf eine tiefe und einfache Art und Weise dem Göttlichen über alle konfessionellen Grenzen hinaus zu huldigen. Menschen über den gemeinsamen Gesang zu verbinden, das macht mich glücklich! Ich habe über Rainbow-Gatherings zum Yoga und zum Kirtan- und Bhajan-Singen gefunden. Dort am Lagerfeuer habe ich auch Philipp und Joachim (der früher bei uns gespielt hat, als wir noch "JayJayJay" waren, kennen gelernt. Rainbow-Gatherings finden an unterschiedlichen Orten im Sommer in freier Natur statt und sind auch sonst ziemlich frei: Kein Eintritt, kein Programm, kein Strom und nur einige wenige Regeln. Dort fließt einiges aus ganz vielen unterschiedlichen Kulturen zusammen und es wird sehr viel gesungen.

* "Ich packe meinen Koffer" – welche drei Dinge abgesehen vom Notwendigen nimmst du mit auf jede Reise?
Gitarre, Kapodaster, Liederbuch

* Welche Rolle spielt Yoga in deinem Leben?
Abgesehen vom Bhakti Yoga, zu dem ich ja oben schon viel geschrieben habe, merke ich, wie wichtig es ist, mit einer morgendlichen Yogasequenz Körper und Seele in Gleichklang zu bringen. Es wirkt Wunder in vielen Bereichen und hilft mir auch gegen meine Rückenprobleme. 

* "Three Songs I love" – abgesehen von deiner eigenen Musik, welche hörst und liebst du?
Groundation: Live it up, Shimshai: Cunaq, Jai Uttal: Hari Guna Gao 

* Gibt es ein Mantra, das dir besonders wichtig ist?
Es gibt sehr viele kraftvolle Mantras, die mir wichtig sind. Der blaue Medizinbuddha "Teyata Om Bekandze Bekandze Maha Bekandze Radsa Samud Gate Soha" ist eines, was mich immer sehr tief in Kontakt mit meinen Gefühlen bringt. 

* Was inspiriert dich – für deine Musik, dein Leben?
Ganz unterschiedliche Dinge. Andere Menschen, andere Musiker. Begegnungen, eine Wanderung in der Natur. 

* Wenn du dich per Meditation an einen Wunschort beamen könntest, welcher wäre das?
Die heißen Quellen von St. Thomas les Bains: ein magischer, wilder Ort in den französischen Pyrenäen mit heißen Bassins mitten im Wald, wo man stundenlang drin liegen kann. 

* Die Yogawelt und auch die Musik sind heute voller Hypes – was ist für dich wirklich wichtig?
Offen gestanden verfolge ich diese Hypes gar nicht so sehr, merke aber gelegentlich, dass das "spirituelle Ego" etwas ist, vor dem auch so mancher Yogi und auch Kirtan-Musiker sich in Acht nehmen muss. Wichtig ist mir Offenheit, Bescheidenheit, Bewusstheit, Ehrlichkeit und Erdverbundenheit, denn wir sind alle nur Gast in diesem Leben und sozusagen "auf der Durchreise". So: let´s stay humble! 

* "Love, Love, Love" – ein Wort, Satz, Spruch zum Schluss?
"Be your own Guru!"

Bei der Yoga Conference durfte ich an einem Workshop von Yopi und Philipp, zusammen JayJay, teilnehmen und die Magie des gemeinsamen Singens hat uns alles erfasst. Ein schlichtes OM, immer wieder neu angestimmt, jeder in seiner Tonlage, nach seinem Atem ... wunderschön und ein einmaliges Erlebnis. Danke, Yopi, für deine Antworten und diese Stunde!