Sivananda Kekse

Kekse mag ich oft lieber als Kuchen. Das Krümelmonster in mir ... Vielleicht, weil es auch in meiner Natur liegt, kleine Lunchpakete zu packen, für unterwegs etwas dabeizuhaben, spontane Picknicks im Garten zu zaubern ... Kekse gehen einfach immer.

Die Sivananda-Kekse tauchen immer mal wieder auf, wenn Yogis Kekse backen. Die Ansprüche sind meistens ein gewisser Grad an Gesundheit (nicht zu süß und so) und am besten noch vegan. Tadaaa, erfüllen diese Kekse beides und sind obendrein noch verdammt lecker (gut, da kann man sich über gesund wieder streiten, wenn man nach dem Kurs noch mit den letzten zwei, drei Leuten die übriggebliebenen Kekse alle wegfuttert ... aber back ich ja nicht jedes Mal ...). 

Die im Internet häufig verwendete Rezeptvariante habe ich für mich ein wenig abgewandelt – fühlt euch also motiviert, das ebenfalls nach eurem Geschmack zu gestalten. So hab ich zB das Sonnenblumenöl durch Kokos- und Olivenöl ersetzt, Dinkelmehl statt Vollkorn (weil ich das gerade da hatte und das andere nicht, würde ich aber auch mit Vollkorn backen) sowie braunen Zucker in etwas geringerer Menge genommen (auch da könnt ihr natürlich jedes andere Süßungsmittel nehmen, nur mit Honig ist es dann natürlich nicht mehr vegan). 

Ach ja, und Cranberries statt Rosinen, weil ich die einfach lieber mag und die auch saftiger bleiben (da könnte ich mir aber auch Datteln oder Aprikosen gut vorstellen), Mandelmilch statt Wasser oder Sojamilch, und die doppelte Menge Kerne/Nüsse für noch mehr Knusper :) – da habe ich genommen, was da war und was ich natürlich auch gerne mag: vor allem Mandelblättchen (etwas zerdrückt), ein paar Walnüsse (grob gehackt), dazu einige Sonnenblumen-, Kürbis- und Pininenkerne.

Da die Masse durch die kernigen Haferflocken und Nüsse oft noch etwas grob bleibt und leicht auseinanderfällt, gehe ich kurz mit dem Stabmixer durch das Ganze, nur ein paar Mal, damit sich das anpürierte mit dem groben besser verbindet. Alternativ könnte man die Haferflocken vielleicht zum Teil durch zarte ersetzen und die Kerne und Nüsse feiner hacken oder einige gemahlene nehmen.

Also dann, auf zu eurer eigenen Sivananda-Keks-Variante :) Hier der Wegweiser:

Immer wieder.

Seit ich diesen Blog schreibe, gab es zwei große Trauerereignisse – der Absturz der Germanwings-Maschine vor fast genau einem Jahr und die Attentate in Paris im November. Nun Brüssel. 

Diese Ereignisse bewegen uns. Sie lassen für einen Moment den schwarzen Vorhang fallen über all das Schöne, Leuchtende, Herzliche, was diese Welt ausmacht. Für einen Moment könnte man denken, es gibt nur Dunkel. 

Manchmal treffen uns auch im persönlichen diese Ereignisse – niemand wird ein Leben ohne Trauer leben. So ist es – immer wieder. 

Im November habe ich geschrieben: 

Es ist Zeit – für Mitgefühl, Hoffnung, Liebe und Frieden.
So ist es – immer wieder. 

Lasst diese Dinge nicht dunkel werden, bleibt ein Strahlen! Die Welt, das Leben, ist es wert. 

Yoga mit Joris

Gestern abend war ich mit einer Freundin beim Joris-Konzert in der KuFa Krefeld. Es war großartig!!!

Vorband waren die Giant Rooks, ein sehr, sehr schöner Auftakt, wirklich talentierte Jungs, die es wert sind, mal reinzuhören!

Joris selbst war einfach nur sympathisch. Seine Worte, sein Gesang, seine Band, seine Show – abwechslungsreich zwischen Tanzen, Rock, leisen Tönen, Reggae, HipHip, SingerSongWriter, ... die Songs gaben sich in allen Varianten und das Publikum ging mit. 

Nach dem Konzert, als sich der Saal schon gut geleert hatte, kam die Band noch dazu, ließ Fotos mit sich machen, unterschrieb Karten und Shirts, war einfach da. Bis zum Schluss: sympathisch!

Warum überhaupt Yoga mit Joris?

Zum einen dachte ich nach Joris Ansprache zu Beginn, ja, der könnte auch eine Yogastunde einleiten. Wir sollten alle die Augen schließen, unseren Nebenmann/frau in den Arm nehmen, den Boden unter uns fühlen, einfach da sein, ankommen ... :) 

(Kleine Randnotiz und ein weiterer Sympathiepunkt: Er meinte, dann könne man auch nicht mit den Handys rumknipsen, wenn man den Nachbarn umarmt, und die könnten sowieso mal in der Hosentasche bleiben, damit man tatsächlich da ist und den Augenblick feiert! Leider blieben diese Worte bei vielen Fans ungehört ... ich weiß nicht, warum Konzerte heutzutage irgendwie nur noch durch die Linse des Mobilfons erlebbar scheinen – ich hab lieber ungefiltert hingeschaut und daher ist der Beitrag auch ohne Bild :)

Auch zwischendurch fand Joris immer wieder Worte, die sehr ansprachen. Den Mut zu haben, die eigenen Weg zu gehen. Bewusst zu sein, dass wir hier in einer guten Umgebung leben, in der wir die Chance haben, uns auszuprobieren und das zu tun, was wir wirklich wollen. Vieles mehr.

Zuletzt auch Yoga, weil mir auf Konzerten immer wieder bewusst wird, wie egoistisch Menschen handeln können, sei es der 2-Meter-Mann, der sich gnadenlos vor einen stellt, oder der Mädelsclub nebenan, der beim leisen Lieblingslied rumgackern muss ...

Ein Konzertbesuch erfordert von mir Toleranz, Empathie und Fokussierung :) Yes, Yoga hilft ...

... und mein Herz schlägt!

Es war ein Feuerwerk! Danke Joris!

Haiku

Zum Abschluss dieses Quartals packte mich irgendwie die Lust, einige Stempel zu schnitzen und damit eine Karte zu gestalten. Vor Jahren, während des Designstudiums, habe ich mal eine ganze Reihe zum Thema Tee fotografiert. Um diese Bilder auch textlich zu begleiten, hatte ich mir damals ein Buch mit Haikus gekauft, diesen dreizeiligen japanischen Kurzgedichten, die einer bestimmten Form unterliegen (ins Deutsche kaum übertragbar) und immer ein Naturthema, einen gegenwärtigen Augenblick in Worte fassen.

Da es in der dritten und letzten Kriegerstunde um die Achtsamkeit ging – weg vom allgegenwärtigen Multitasking, hin zu bewusst ausgeführten Handlungen und wahrgenommenen Momenten – fand ich diese Idee aufzugreifen ganz passend. 

Außerdem schließt damit das Winterquartal und nach kurzen Ferien beginnen wir dann im Frühling wieder – klingt das nicht herrlich? Immer wieder aufs Neue ...!

sthirasukhamasanam

Die zweite Kriegerrunde basierte auf diesem Zitat aus dem Yogasutra nach Pantajali, der Bibel des Yoga sozusagen :) Gut, wir wissen ja, Yoga ist keine Religion, aber eben doch eine sehr alte Philosophie, die auch ihre schriftlichen Wurzeln hat. Pantajali werden diese zusammengefassten Sutren zugeschrieben, die den achtgliedrigen Pfad des Yoga zur Erleuchtung beschreiben. Konkrete Asanas findet man darin allerdings nicht, wohl aber Anweisungen, wie diese zu sein haben, nämlich shira und skuha!

Übersetzt würde das heißen:

Die ideale Haltung ist stabil und leicht zugleich. (YS 2.46)

sthira bedeutet soviel wie fest, stabil, verwurzelt – sukha dagegen leicht, wohlgefallend.

Auch wenn sich das Sutra wahrscheinlich hauptsächlich auf den (Meditations-)Sitz bezieht, kann man sich gerade bei den Kriegerpositionen diese Eigenschaften gut vorstellen: Ein fester Stand ist wichtig, der Aufbau von den Füßen aus, verwurzelt, Stabilität über den gesamten Körper, aber eben gleichzeitig keine verkrampfte Haltung, sondern ein offenes, freies und friedvolles Herz. 

Nicht so einfach, gebe ich zu. Für viele scheinen gerade die Krieger eine Herausforderung zu sein. Aber auch darum fand ich dieses Sutra so passend: Nicht aufzugeben, immer wieder den Stand zu überprüfen, die Haltung noch stabiler zu gestalten – und dabei das Lächeln nicht zu vergessen!

Meeresstreifen

... unerwartete Post von lieben Menschen ist mit das Schönste, was einen Tag wunderbar machen kann. Eine kleine Woge im Briefkasten lässt das Herz überschwappen. Die Liebe zum Blau vereint über den Horizont hinaus. Für einen weiten freien Blick, ja!

Danke <3

Ansichtssache

Irgendwie urteilen und beurteilen wir ständig und alles. Natürlich müssen wir das auch zum Überleben. Die Straßensituation erfassen, Gefahr einschätzen, etc. Doch wir können das Urteilen nicht im Bedarfsfall einschalten und ansonsten frei durch die Welt gehen, es fällt uns zumindest schwer.

Selbst kleine Dinge werden kategorisiert. Ist es etwas gut, genügt es meinen Ansprüchen, wie perfekt kann, will, muss ich sein ... ?

Und häufig ist es nur eine Frage der Perspektive. Das, was dem einen zu unperfekt ist, ist für den anderen einzigartig und wunderbar. Und manchmal sehen wir dann durch die Augen des anderen, wie schön etwas eigentlich ist. Sollten wir nicht ein wenig daran arbeiten, unseren Blick freier werden zu lassen?

 

Ni, sie ist perfekt und erfreut uns jeden Tag – und wenn du sie vermisst, wandert sie zurück zu dir. Dann musste sie eine Weile hier sein, um deinen Blick freier werden zu lassen :) KussK

*

Diese Woche haben wir mit einer Reihe zu den Kriegern begonnen. Scheinbar nicht gerade die beliebtesten Asanas unter den Schülern ... :) Vielleicht weil sie recht einfach aussehen und doch viel fordern: Kraft in den Beinen und auch in Bauch und Rücken, Feinheit in der Ausrichtung und nicht zuletzt Balance.

Spricht man über diese Krieger im Yoga, kommt bei mir meistens direkt das Gegenteil in den Fokus, der Frieden. Denn ja, diese Krieger geben dir Kraft, Halt und Größe, dennoch implizieren sie vor allem den Verzicht auf Gewalt. Der friedvolle Krieger ist vielleicht das stärkste Symbol für diesen vermeintlichen Widerspruch. 

Innerlich stark sein, bereit den Kriegswirren um uns herum zu trotzen, und dennoch gelassen bleiben, friedlich, liebevoll, lächelnd – das ist die wahre Kriegskunst. Schaut man in die Geschichte, sind es doch tatsächlich oft die Menschen, die Stärke und Persönlichkeit gezeigt haben, ohne blutige Schlachten zu führen, die uns nachhaltig beeindrucken. 

Wir müssen kein Krieger werden, der die Welt verändert, aber in unserem kleinen Kosmos stark und gelassen sein, das ist schon viel wert. Einen Versuch allemal. 

Ganesha auf Glückssuche

Für meinen vierwöchigen Kinderyogakurs, der tatsächlich proppevoll geworden ist, wollte ich mir natürlich etwas schönes überlegen. Generell fange ich neue Kinderkurse immer mit einer Reise nach Indien an. So ging es auch damals im Kinderyogalehrerworkshop (superlanges Wort :) los – mit Thomas ein sehr lustiges Erlebnis – und wirklich ein guter Einstieg für Yoganeulinge. Vor allem, weil man auf dieser imaginären Reise schon mal die wichtigsten Tier-Asanas kennenlernen kann – und die brauche ich am Schluss immer für mein ausgedachtes Yogameisterspiel :)

Nun aber wollte ich mit ein wenig was neues einfallen lassen, auch weil der Kurs auf vier Mal begrenzt ist und ich damit eine übersichtliche, abgeschlossene Einheit gestalten kann.

Also habe ich Ganesha, den ich mir ja so ein wenig als Logo auserkoren habe, passenderweise auf eine Reise geschickt, auf die Suche nach dem Glück.

Im ersten Teil wird der kleine traurige Elefant von seinem Papa Shiva auf die Reise geschickt, damit er endlich wieder glücklich wird. In Mumbai angekommen, fährt er weiter in den Dschungel, um dort nachzudenken und die Tiere zu fragen, denen er begegnet ... Er bekommt verschiedene Antworten auf seine Frage, was für denjenigen Glück sei – Sonne, Wild sein, Blumen, Lachen, Freundschaft.

Nach der Stunde habe ich mit den Kindern Papierperlen gebastelt. Jeder konnte auf einen Streifen Papier schreiben, was heute für ihn Glück ist – etwas, das gerade erlebt wurde, oder worauf man sich noch freut ... Aus diesem Streifen wurde dann eine Perle aufgerollt, die Botschaft bleibt somit geheim, und die fertige Perle auf ein Band gefädelt, das ich vorher für jeden mit einigen Perlen vorbereitet hatte.

Es hat uns allen soviel Spaß gemacht! Nächste Woche geht es weiter – Ganesha reitet auf seiner Maus weiter und lernt den Sonnengruß kennen :)

PS: Das Buch, das mir als Fotounterlage gedient hat, ist das wunderschön illustrierte Little Gurus von Olaf Hajek. 

Augen auf und tanzen

Aus der letzten Stunde wurde diese Woche Plan T – der Notfallplan, wenn alle anderen bereits gescheitert sind (A, B, C, ...) und nichts mehr hilft, außer Musik laut aufdrehen und T-anzen!

Es war eine fordernde Yogastunde, nicht kompliziert, aber schön im Flow, mit vielen Rückbeugen und seit langem mal wieder mit einem klassischen Peakpoint: Natarajasana, der Tänzer. Eigentlich nicht so schwer, wenn das verflixte Gleichgewicht nicht wäre :) Balance kann eine ganz schöne Herausforderung sein. Aber alle haben es elegant gemeistert und vor allem viel gelacht, Plan T hat funktioniert, würde ich sagen!

Was ein Yogalehrer immer dabei hat ...

In den ersten Yogastunden (als Lehrer) habe ich immer das Gefühl gehabt, ich bräuchte einen kleinen Transporter. Yogamatten für die Schüler, verschiedenes für den Altar, ein Hefter mit Notizen, der Stunde und noch ein paar Ideen für den Notfall (welcher das auch immer sein sollte, aber am Anfang war ich so aufgeregt, dass ich immer irgendeine Basicstunde in petto haben musste ...), Lotion ... und dazu natürlich noch so der allgemeine Kram (Taschentuch, Wasser, Hustenbonbons ...).

Das ist natürlich auch vor allem ein Problem, wenn man kein festes Yogastudio hat, sondern einen freien Raum, der auch für anderes genutzt wird und man damit immer wieder alles einpacken muss. Inzwischen haben alle meine Schüler eigene Yogamatten und ich habe mehr herausgefunden, was ich eigentlich brauche.

Bis vor wenigen Wochen habe ich meine Stunden immer noch stundenlang in den Rechner getippt, alles schön farblich aufbereitet (da kommt der Grafikdesigner in mir durch und kann nicht anders :), was mich Stunden gekostet hat. Denn wenn etwas fein säuberlich auf dem Papier steht, dann will man (oder zumindest ich) es auch perfekt haben. Mal abgesehen vom Umweltaspekt des Ausdruckens wollte ich mich einfach mehr reduzieren. 

Eine Stunde zu unterrichten, ist für mich nach eineinhalb Jahren Erfahrung nicht mehr so kompliziert. Natürlich gibt es Unmengen an erfahreneren Lehrern und wenn man einen besonderen Fokus angehen möchte, dann kann man das auch nicht aus dem Ärmel schütteln, aber zumindest eine solide Basic-Vinyasastunde bekomme ich ohne Vorbereitung hin. 

Nun mache ich mir aber dennoch ziemlich viel und gerne Gedanken über den Inhalt meiner Stunden. Denn Yoga ist eben nicht immer gleich, nicht einmal gelernt und gut, sondern unendlich facettenreich und das möchte ich auch meinen Schülern vermitteln (ganz abgesehen davon, dass ich dabei selbstverständlich auch mich ständig weiterbilde und entwickle!). 

Darum gab es gegen Ende des Jahres den Plan, nur noch ein Notizbuch zu führen. Und eine sehr, sehr liebe Freundin hat mir eins geschenkt (und dann noch genau das, welches ich mir selbst auch ausgesucht hätte!!). Es ist nun mein ständiger Begleiter, jede Idee wird notiert, die Stunden mehr oder weniger ausführlich aufgeschrieben, hin und wieder auch ein Yoga Woman skizziert und natürlich auch die Zettel eingeklebt, die ich immer noch gestalte und verteile für die Ganeshabox! (In der entspannten Stunde letztens hatte ich tatsächlich mal keinen Zettel – das wurde direkt angemerkt :) Werde ich also nicht mehr wagen, ohne zu kommen ... :)

Außer dem Buch habe ich Creme dabei – Kampfer für den Start, Lavendel-Orange (oder nächste Stunde mal meinen Favoriten Eukalyptus-Rosmarin zum Testen). Auch diese beiden dürfen nicht fehlen – wer verzichtet schon gerne auf etwas Feuer zu Beginn und eine entspannende Massage in Shavasana!

Dazu kommt noch der Altar, denn gerade, weil es der Raum kein spezieller Yogaraum ist, finde ich, muss ein wenig Zauber mit einziehen. Was da alles mit auf die Reise kommt, zeig ich demnächst. 

love the world

Manchmal braucht man eine kurze Auszeit – einen Moment, in dem man laut loslacht, einen Song mitsingt, tanzt! Unabhängig von allem davor und danach, von unserer Situation, allen Umständen – die Welt lieben, das Leben lieben!

CHIN MUDRA 

Eine kurze Meditation: Setz dich in den Schneidersitz, vielleicht so halb auf ein Kissen, oder in einen Sitz, den du gut für ein paar Minuten halten kannst. Leg Daumen und Zeigefinger zusammen und deine Hände zum Himmel geöffnet auf deine Knie. Sitz aufrecht ohne Anspannung, schließ die Augen ...

Das Chin Mudra bedeutet "alles ist eins". Wir sind ein Teil dieser Welt. Auch wenn wir weniger als ein kleines Sandkorn im unendlichen Universum sind – keiner geht verloren, niemand ist unwichtig, alles formt und verändert sich beständig – und bleibt doch alles eins! 

Love your life! 

Der Soundtrack zum Hej-Moment: 

Come * Jain
Macht gute Laune und wer da nicht tanzt, ... 

La Cumbia Di Chi Cambia * Adriano Celentano
Yep, Adriano! Falls sich noch jemand an einen seiner Filme erinnern kann ... totaler Klamauk und ein großer Spaß! 

Mundian To Bach Ke * Panjabi MC
Nicht ganz so alt, aber auch nicht mehr neu und ja, schon irgendwie Bollywood, gerade darum macht es glücklich :)

Ghee!

Seit wir in der Yoga-Ausbildung ein wunderbares Wochenende zum Thema Ayurveda bei Monique Buder hatten, die uns schöne Impulse gegeben hat, unser Leben mit den richtigen Lebensmitteln, Gewürzen und Ritualen zu bereichern, mache ich mir immer Ghee.

Ich kannte es vorher nicht, hatte nur den Namen schon gehört, aber nie probiert. Die Zubereitung klang jedoch so einfach und, obwohl es ja nach wie vor Fett ist, die positiven Eigenschaften so überzeugend, dass ich es ausprobieren musste.

Du nimmst einfach ein Päckchen Butter, lässt es bei geringer Hitze in einem kleinen Topf schmelzen und so ungefähr eine Viertelstunde leise köcheln. Man muss nicht groß umrühren, sollte aber die Butter nicht zu lange aus den Augen lassen, sonst kann das ganze anbrennen und das wäre schade. Langsam setzt sich das Milchfett ab (deutlich weiß erkennbar). Wenn die Butter langsam etwas braun wird und ein Duft von Vanille und Karamell durch die Küche zieht, dann kann alles durch ein mit einem Küchenpapier ausgelegtem Sieb in eine Schüssel gießen. Es bleibt eine goldene Flüssigkeit, die in ein sauberes, heiß ausgespültes, verschließbares Glas umgefüllt wochenlang hält. Du musst das Ghee auch nicht in den Kühlschrank stellen. Ich verwahre es im Küchenschrank, dann ist es immer schön weich (es bleibt nicht flüssig, sondern wird nach dem Abkühlen etwas fester) und bereit zum Einsatz :)

Inzwischen mache ich fast alles mit Ghee. Man kann damit gut anbraten, denn es verträgt große Hitze, aber auch Gekochtes oder Gedünstetes zum Schluss verfeinern. Ich gebe es an Gemüse, an Reis, an Nudeln und natürlich morgens an mein warmes Frühstück!

Gekauftes Ghee habe ich noch nicht getestet, aber schon von einigen gehört, dass es nicht so köstlich sein soll. Da der Aufwand wirklich gering ist – probier es einfach mal aus!

Kinderyoga!

Es gibt einen neuen Schnupperkurs Kinderyoga! Für Kinder zwischen ca. 8 und 12 Jahren.

Yoga kann herausfordernd und energievoll, aber auch ruhig und entspannend sein.

Für Kinder im Grundschulalter bietet es nicht nur Bewegung, sondern wirkt auch der oft auch schon in diesem Alter einseitigen Belastung der Muskeln entgegen und stärkt darüberhinaus den Geist. Verschiedene Asanas (Körperhaltungen) werden mal eingebunden in eine Geschichte, mal fließend ineinander übergehend geübt und auch das klassische Shavasana (die Endentspannung) nach dem aktiven Teil ist ein wichtiger Fokus.

Themen wie Meditation und andere Aspekte des Yoga fließen mit ein. Zum Schluss wird Yoga nochmal spielerisch aufgegriffen und so auf einer weiteren Ebene vertieft.

Langfristig kann Yoga eine Möglichkeit sein, auch schwierigen Situation wie z.B. Prüfungen oder anstrengenden Lernphasen entspannter entgegenzutreten – mit einem besseren Körpergefühl, gestärktem Selbstbewusstsein und mehr Energie und Konzentration.

Ab dem nächsten Montag (22. Februar), halb fünf bis halb sechs, im Area 51, Lutherstraße 4, 47228 Duisburg – vier Mal, für insgesamt 26 Euro. Maximal 10 Teilnehmer (nur noch wenige Plätze frei), Anmeldung und Fragen unter katrin@hejyoga.de.

love + let got

Es gibt ein paar Menschen, die ich wirklich sehr mag. Meine Familie natürlich, die liebe ich, aber davon abgesehen gibt es auch Freunde, Bekannte, eben Menschen um einen herum. Vor Jahren war es mir wichtig, das irgendwie in Kategorien zu packen. Beste Freundin, bester Freund, Freundeskreis – als könnte man ein Schild auf den Menschen pappen und dann gehört er einem.

Einige Erfahrungen später weiß ich, das geht nicht.

Wenn man diese Erkenntnis hat, kann man zwei Wege einschlagen: Entweder man verschließt das Herz und lässt keinen mehr hinein, dann kann auch keiner rausfallen ... oder man öffnet sich, weit und für alle, und lernt loslassen.

Ich versuche den zweiten Weg. Ich sage bewusst versuche, denn man wird alte Muster bekanntermaßen nicht so einfach los. Loslassen ist hier immer wieder ein Thema, bei mir, im Yoga, überhaupt. Vielleicht ist es eine entscheidende Lebensaufgabe, wer weiß. Das Leben müssen wir schließlich auch irgendwann loslassen. 

Manchmal begegne ich Menschen und möchte sie immer noch festhalten. Ich schließe sie im wahrsten Sinne in mein Herz – und will sie nicht gehen lassen. Nur für den Moment. Man hat einen schönen Tag zusammen und will noch einen. 

Und wenn dann nicht das gleiche Gefühl zurückkommt oder einfach andere Dinge dazwischen kommen, dann macht mich das immer noch kurz traurig. Aber nur kurz. Denn ich will gar keinen halten, niemanden binden, sondern mich an dem freuen, was ist, und jeden seinen Weg gehen lassen. Eine schöne Übung :)

yoga, yin, restorative ...

Gibt es offensichtlich zum einen den Wunsch, Yoga immer sportlicher werden zu lassen, dass es nahezu an Aerobic und Akrobatik erinnert (ohne Core und Handstand geht nix mehr!), entwickelt sich genauso intensiv die vermeintliche Gegenrichtung, das maximal entspannte, tief dehnende, langsame Yoga.

Begriffe wie Yin Yoga, Restorative Yoga oder LSD (long, slow, deep – die Bryan Kest Variante) benennen langgehaltene, oft unterstützte Asanas, die an die Faszien gehen und die Muskeln sanft und intensiv dehnen.

Als Kontraprogramm zum Karneval, der ja gerne turbulent sein darf, habe ich schon im letzten Jahr am Rosenmontag eine sehr ruhige Yogastunde gegeben. So auch der Plan für dieses Jahr. Statt reinem Yin Yoga möchte ich aber verschiedene Elemente kombinieren und habe mich daher nochmal intensiver mit möglichen Übungen befasst, auch dem Pro und Kontra. 

Zunächst muss ich für mich klar sagen: Ich würde mich weder für das eine (schweißtreibende, bewegungsfreudige) noch für das andere (entspannende, dehnende) Yoga allein entscheiden. Ich weiß nicht, warum Menschen so häufig einer Richtung ganz gehören wollen (ist so ein bisschen wie bei 1, 2 oder 3 früher ... du musst dich entscheiden, drei Felder sind frei ... :) – warum nicht von allem etwas? Gerade die Kombination finde ich großartig. Sowohl innerhalb einer Stunde oder auch separat, je nach Tagesform und -verfassung!

Für Yin oder Restorative oder wie man es auch nennen mag spricht auf jeden Fall die Tiefenwirkung. Längeres Halten der Positionen trifft andere Bereiche als kurze, knackige Workouts. Gerade zum Stichwort Faszien und chronische Muskelbeschwerden ist der sanfte Weg ein klares Plus. Auch mental kann man sehr gut loslassen und Stress abbauen – wenn man sich darauf einlässt. 

Das ist auch ein kleines Kontra – vielen fällt es schwer, so von jetzt auf gleich lang in einer Position zu bleiben, am besten noch in Stille, und abzuschalten. Darum ist Vinyasa Yoga, die Yang Variante, mit Dynamik und Kraft häufig einfacher, um in ein entspanntes Shavasana am Schluss zu kommen. Erstmal anspannen und Feuer machen, dann loslassen. 

Entspannen will gelernt sein :) 

Darum möchte ich die Stunde auch ein wenig variieren. Keine großen Flows, aber ein wenig Bewegung, WarmUp, vielleicht ein Sonnengruß, bevor es ans Innehalten geht. 

Ein Punkt sollte nicht unerwähnt bleiben: Für einige Varianten dieses ruhigen Yogas, vor allem restorative, benötigt man jede Menge Material. Es gibt Positionen, da liegt man auf vier Bolstern (das sind diese langen, dicken Kissen, rund oder eckig), diversen Blöcke, Decken, Gurt und Sandsack für das maximale Entspannungsgefühl. Wir hatten so eine Stunde in der Ausbildung, es war wunderwunderschön, aber mal ehrlich, wie soll man das im Kurs machen, wenn man nicht ein wirklich gut ausgestattetes Yogastudio hat?

Und davon abgesehen, wie soll man das zuhause machen? Denn gerade diese Übungen wären perfekte Anleitungen für die Schüler, um auch zuhause Entspannung zu finden, aber wer hat schon das volle Equipment?!

Ach ja, und nicht zu vergessen, man braucht auch eigentlich noch jemanden, der einen bettet – und am Ende wieder herausholt :) Denn so toll man vielleicht loslassen kann, irgendwann müssen die Muskeln wieder angespannt werden, wenn man nicht ewig da liegenbleiben möchte ... das ist tatsächlich nicht immer so einfach!

Ich versuche, in den nächsten Tagen Yoga Woman ein wenig in die Entspannung zu schicken – falls du möchtest, kannst du dann auch ein paar Sachen ausprobieren. Wo auch immer du dir Anregungen holst, geh langsam in die Positionen, höre wie immer gut auf deinen Körper, mach nur das, was dir guttut, und komm wirklich langsam und sanft wieder aus den Positionen heraus!

Dann mal auf die Plätze, fertig, los-lassen!

*

Zum Abschluss des Pranayama-Fokus ging es diese Woche um Kapalabhati. Übersetzt wird diese Form häufig mit Schädelleuchten. Und tatsächlich finde ich, macht diese Atmung den Kopf frei, schenkt Energie und ein Gefühl von erfrischtem Denken.

Setze dich gerade hin, so dass dein Bauch und Oberkörper viel Freiraum haben (zB Fersensitz). Atme tief ein ... alles aus ... und dann halb ein, um zu beginnen. Atme stoßweise aus, indem du den Bauch fest und schnell nach innen ziehst – die Einatmung folgt automatisch durch die Entspannung des Bauches.

Atme so etwa 30 bis 50 Mal aus, dann tief aus ... tief ein ... schließe deine Augen und neige den Kopf nach unten, halte den Atem an, bis automatisch die Ausatmung kommt. 

Atme einige Male ruhig ein und aus. 

Wenn du magst, kannst du drei Runden hintereinander praktizieren. Warte nach der letzten Runde einige Atemzüge, bevor du aufstehst, und spüre in dich hinein, wie es dir geht.

Wie auch bei den Atemübungen vorher: Höre immer gut in dich hinein! Praktiziere kein Pranayama, wenn du dich unwohl fühlst, dir schwindelig ist, dir sonst etwas weh tut etc. Gehe behutsam mit dir und deiner Energiequelle, dem Atem, um. 

Eine Anmerkung noch dazu: Kapalabhati wird manchmal auch fälschlicherweise als Feueratmung umschrieben. Feueratmung bedeutet jedoch maximales Ein- und Ausatmen mit Tempo – die Einatmung erfolgt also nicht automatisch, sondern wird bewusst intensiv gemacht, manchmal sogar unterstützt durch auseinanderziehen der Nase, so dass wirklich viel Sauerstoff in dich hineingelangt. Diese Atmung bringt natürlich auch Energie und kann dich erfrischen – ABER sie kann auch sehr schnell zum Hyperventilieren und Schwindel führen! Ich würde diese Form der Atmung nur unter Anleitung praktizieren.

Egal, welche Form des Pranayama dich anspricht, atme einfach häufiger mal bewusst lang ein und aus! Das bringt schon enorm viel!

Sonne im Glas

Gerade schien die Sonne durchs Fenster. Es war so ungewohnt nach dem grauen Regen der letzten Tage. So hell und warm. Alle Sinne schienen plötzlich auf Frühling eingestellt, Vogelzwitschern war zu hören, ein Duft von frischen Blumen lag in der Luft ... Sehnsucht!

Eigentlich bin ich nicht besonders anfällig für Winterdepressionen, aber diese Woche hat es mich doch runtergezogen, das Dunkle. So ein wenig zumindest. Mag auch am Kratzen im Hals liegen, das schon wieder die nächste Erkältung ankündigt ...

Als die Sonne wieder verschwand, wollte ich so gerne etwas davon einfangen, bewahren, ein bisschen Hoffnung, dass es immer wieder Frühling wird :) Davon gibt es jetzt ein ganzes Glas voll:

... hilft sicher auch gegen das Kratzen im Hals :)

Man kann nicht immer ein Superheld sein ...

Es gibt Tage, da schafft man alles. Die Arbeit, die Familie, das Leben – kein Problem. Alles läuft wie am Schnürchen, macht gute Laune und am Abend denkt man: Was packen wir jetzt noch an?! Man fühlt sich fast wie ein Superheld, jede Aufgabe eine Leichtigkeit und am Ende steht man strahlend über dem grandiosen Werk.

Dann wieder ist schon das Aufstehen zuviel. Brote schmieren, Kaffee kochen, Hektik bricht aus, man vergisst die Hälfte, kommt zu spät und kann nur an den Berg Arbeit denken, der noch wartet. Wie soll man das nur alles schaffen?

Gestern war so ein Tag. Das Wetter hat sein übriges getan, die Müdigkeit, und das Wissen, dass es in den nächsten Tagen, vielleicht Wochen nicht weniger wird ... puh, nicht einfach, immer ein Superheld zu sein. 

(Ausschnitt Batman und Robin, Comic)

Wie gut, wenn man an so einem Tag Yoga unterrichten darf. Es fiel mir dieses Mal wirklich schwer, mich aufzuraffen – dabei freue ich mich sonst jedes Mal schon vorher so sehr darauf. Aber in den letzten Wochen waren immer einige krank, ich hatte das Gefühl, das aktuelle Thema läuft irgendwie schleppend, es fehlte der Schwung, die gewünschte Frische und Klarheit. 

Also Konzept kurzerhand umgeschmissen, statt Ruhe mehr Intensität, statt Entspannung mehr Energie, statt Schwermütigkeit doch gute Laune. Und – es hat funktioniert!! Zuhause dachte ich, und, was packen wir jetzt noch an?!

Yoga kann sovieles ... auch Superhelden wieder aufbauen :)

Morgenglück :)

Ich esse gerne Porridge am Morgen – oder sagen wir einfach Haferbrei. In allen Varianten, gerne mit Mandeln und Mandelmilch und Birne. Oder auch gut mit Kirschen und Zuckerzimt. Aber manchmal will ich doch Abwechslung. Eine befreundete Yogalehrerin schickte mir köstliche Breakfast Cookies – zu gut, um das Rezept für mich zu behalten: