10 – ... FÜR DICH

Wenn wir uns mit uns selbst beschäftigen, sind wir manchmal sehr kritisch – dabei sollten wir uns vor allem Liebe entgegenbringen, denn nur dann sind wir auch fähig, andere zu lieben und bedingungslos zu geben. Mach dir darum diese Woche selbst ein Geschenk, eine Tasse Tee in Ruhe, ein kleiner Spaziergang, ein feines Essen, ... liebe den Moment – und dich.

Ich koche mir eine Tasse Tee. Oder besser: Ich bereite mir eine Tasse grünen Tee zu. Das ist mehr als einen Teebeutel aufgießen, das ist eine Zeremonie. Wasser aufkochen und warten bis es auf 60° abgekühlt ist. Zwei Teelöffel grünen Tee in ein Sieb geben, auf die Tasse legen, aufgießen. Zwei Minuten warten, Teesieb herausnehmen, trinken.

Aus dem Moment etwas besonderes machen. Sich selbst die Zeit geben und Ruhe gönnen. Bewusst wahrnehmen. Sich selbst annehmen.

Viel zu selten. Kleine Zeremonien, Rituale und Traditionen helfen. Jeden Tag müsste man so etwas einbauen. Tea-time :)

09 – FINDE DICH

Jede Sekunde verändern wir uns. Nicht so einfach, dabei sich selbst noch zu kennen. Soviele Ichs im Laufe der Zeit ... wie warst du als Kind, als Erwachsener, an welche Momente im Leben erinnerst du dich besonders? „Habe den Mut, allein zu sein.“ – auch jetzt ab und zu, nur für dich, nur mit dir ... um dich nicht zu verlieren, sondern zu finden!

"Habe den Mut, allein zu sein." Diesen Satz musste ich in meinem Abi-Abschluss-Gottesdienst vorlesen, eine Rede war es, ich glaube, von einem Bischof. Diesen Satz habe ich nicht vergessen, diesen Moment auch nicht.

Es erfordert Mut, allein zu sein. Ohne Ablenkung, Tätigkeit, Stress. Einfach nur mit sich allein. Wir packen unser Leben voll mit Arbeit, Familie und in der Freizeit mit Hobbies und Urlaub. Nur dann scheint das Leben attraktiv, nur dann unsere Person wertvoll.

Doch wir sind genung, nur in unserer Existenz. Unsere Seele ist da, strahlend schön, vom ersten Tag an!

Es ist schön, im geistigen Fotoalbum ein wenig vor und zurück zu blättern, sich an besondere Momente zu erinnern. Das Kind, welches man war ... und der Mensch, der man werden könnte. Finden werden wir uns aber vielleicht nur im hier und jetzt und nur allein. Dafür kann auch Meditation gut sein, uns hlefen, die Suche zu beenden. Anzukommen bei uns selbst.

Soul Sisters

Ich rede nie von "Seelenschwestern". Das Wort gehört einfach nicht zu meinem -schatz. Doch als ich diesen Armreif gesehen habe, musste ich sofort an einen besonderen Menschen denken.

Als mein Yogaweg begann, war sie meine erste Begegnung mit den Anderen, wir lagen an jedem Ausbildungstag Matte an Matte, sie teilte mit mir Zimmer, Gespräche und Stille in der Intensivwoche, bestätigte mich immer wieder, wenn ich zweifelte, so wie ich hoffentlich auch sie in unsicheren Momenten.

Yoga für mich ist immer auch sie - sie ist so sehr Yoga Woman, war auf der ganzen Welt, zieht bald wieder los, ist so anders als ich und vielleicht gerade genau der Teil, der meiner (Yoga)Seele sonst fehlen würde.

Soul Sister. Dieser Armreif ist für dich. Er trägt sich leicht und wunderbar. Vielleicht darf er mit auf die nächste Reise. Damit wir auch in der Ferne verbunden sind. Bis zum Wiedersehen.

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08 – SCHUBLADE ZU . HERZ AUF

Manchmal ist es gut, die eigenen Vorurteile und Ängste zu reflektieren. Sovieles existiert nur in unserem Kopf – und verdeckt das Schöne und Wunderbare um uns herum. Vielleicht kannst du ein paar Schubladen schließen – und dafür dein Herz ein wenig mehr öffnen, für andere, für dich!

Wie eine schwarze Wolke hängen sie manchmal über mir – die trüben Gedanken! Ich sehe jemanden und in mir läuft ein Film ab. Ich packe den anderen in eine Schublade. Oft in keine gute. Dabei wäre ich so gerne unvoreingenommen! Ich habe keine schlechten Erfahrungen gemacht – vielleicht ist das das Schlimmste daran. Es gibt keinen Grund – nur Meinungen, oft anderer, die mich prägen, Medienberichte, Gesellschaftsklassen, Normen, Grenzen. Und gleichzeitig merke ich, dass ich genauso be- und verurteilt werde. Wie oft passe ich nicht in das Schema der anderen, wirke zu arrogant, nicht schön genaug, nicht reich, was weiß ich?! Ich möchte doch auch angenommen werden, eine Chance bekommen, ohne Vorurteile!

Was ich ich ändern? Wie mache ich die Schublade zu?

Ich glaube, man kann sich nicht gegen eine erste Reaktion wehren – aber man kann diese reflektieren! Und sich zu mehr Toleranz, Mitgefühl und Liebe ermahnen!

Wenn wir eine freundliche Welt wollen, dann sind Toleranz, Mitgefühl und Liebe der einzige Weg gegen Hass, Feindlichkeit, Dunkelheit und Krieg.

Herz auf <3

Quittenausflug

In den letzten Jahren habe ich immer wieder neue Menschen kennengelernt – auf verschiedenste Weise, unter anderem durch meinen ersten Blog, lingonsmak. Das schöne ist, dass aus erst nur virtuellen Bekanntschaften und Kommentaren aus einigen Freundschaften im wahren Leben entstanden sind. Ein grandioses Geschenk und ein Zeichen für mich, dass es ist nicht immer schlecht sein muss, sich hinter dem Computer zu verschanzen, wenn man denn am Ende doch mal den Schritt auch wieder nach draußen geht :) 

Nun schafft man es nicht täglich, ja leider oft nur selten, sich tatsächlich zu treffen, aber das macht diese Tage zu besonders kostbaren! Gestern passte alles zusammen – wir hatten Zeit, das Wetter war wunderbar und unser Ausflug führte an einen wunderschönen Ort, ein wenig unvermutet, zumindest für mich.

Ziel war die Museumsinsel Hombroich. Vor Jahren war ich schon mal dort, ewig ist das her und die Erinnerung verblasst. Vielleicht war es der perfekte Tag, um diese aufzufrischen. Beginnender Herbst, die Bäume noch leuchtend und nicht kahl, die Sonne ließ sich blicken und wir Stadtkinder erlebten eine gewisse Erntefülle, die ein wenig überwältigen kann, diese Pracht der Natur. 

Überreiche Apfelbäume, leuchtend rot, gesprenkelt von kleine Hagebuttenpunkten, dazu Quitten, kleine pelzige Sonnen, und Esskastanien zum Sammeln in Hülle und Schale, zur Freude der Kinder jeden Alters und für einen nicht leichter werdenden Proviantrucksack. 

Dazu: Kunst. Irgendwie Fremdkörper zwischen all dem Natürlichen aber gerade auch deshalb so perfekt ergänzend. Ich weiß nicht, wie die Auswahl zustande gekommen ist, man sieht, ich muss noch nachlesen, aber es passte einfach alles gut zusammen und ähnlich wie an diesem Abend wollte ich einfach Eindrücke zulassen, ohne zuviel Gedanken und Worte. 

Mittendrin dann ein Café mit im Eintritt enthaltenden (oder mit einer zusätzlichen Spende honorierten) Speisen, einfach und passend: Stuten mit Rosinen oder Mandeln, Butter, Pflaumenmus (manche denken auch, es wäre Apfelkraut, wer weiß :), Graubrot und Schmalz, Pellkartoffeln und Quark, Äpfel, Kräuter und Salat. Ebenso wie die Kunst fand ich auch dieses Angebot perfekt – es war einfach, es passte zu der Umgebung, es machte satt und glücklich. 

Noch zur Kunst: Seit meinem Studium und diversen Exkursionen mit meiner Kunstgeschichtedozentin stelle ich mir in jedem Museum die Frage, die sie uns damals, ich glaube zum erstem Mal bei einer Ausstellung von Paul Klee, mit auf den Weg gegeben hat – Welches Werk würdest du klauen? :) Bei Paul Klee war es der Rosengarten, gestern war es der Elefant (was auch sonst). 

Danke, Ka und Ni, für diesen wunderwunderschönen Tag!

 

Ach übrigens, Yoga habe ich irgendwie auch gemacht. Ich habe tief durchgeatmet, bewusst den Augenblick genossen und manchmal auch Stille gefunden :)

Es gibt so Abende ...

... die sind einfach wunderschön. Es stimmt alles. Die Menschen, die Umgebung, das Essen, der Wein, die Musik. Solche Abende muss man aufnehmen, ganz und gar, da ist kein Platz für Fotos, das Auge muss ungefiltert Eindrücke sammeln. So kann ich nichts zeigen, nur erzählen ...

Ego, Me & You, eigentlich seit dem ersten Ton zu meinen Favoriten zählend, spielten letzten Sonntag im Le Chat Noir, dem Bristo, in dem ich die Band vor einem Jahr zum ersten Mal gehört habe. Seitdem ist dank crowdfounding ihre CD erschienen und es war ein Fest, die Songs nochmal live zu hören, statt überrascht wie beim ersten Mal nun geliebt und mitsingend. 

Ich finde nach wie vor, dass diese Band etwas eigenes geschaffen hat, eine Art der heiteren Melancholie, wunderbar harmonierende Klänge in Instrument und Stimme – immer wieder empfehlenswert und hoffentlich mit Fortsetzung!

Darüberhinaus möchte ich aber hier auch gerne Reklame machen – für dieses wunderbare Lokal, Bistro, Weinstube, wie man es nennen mag – Le Chat Noir!

Der Besitzer führt es mit Liebe, das spürt man in der schlichten und so gemütlichen Einrichtung, im Kulinarischen und besonders in der Auswahl der Weine ... es ist köstlich, es ist liebevoll, es war ein perfekter Abend!

Dankbarkeit, diesen Abend in meine Erinnerungen aufnehmen zu dürfen. 

07 – RÄUM AUF

Ordnung um dich herum schafft auch Ordnung in deinem Kopf. Gönn deinem Geist ein aufgeräumtes Umfeld, die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen, und das positive Gefühl, etwas (weg)geschafft zu haben. Nimm dir nicht zuviel vor, nur eine Sache, und dann, belohn dich für das Ergebnis :)

Ich brauche Ordnung und Struktur, Listen und Pläne, Aufgaben und Ziele. Nur so kann ich kreativ sein, gezieltes Chaos zulassen – und wieder aufräumen. Und doch bleibt auch bei mir so einiges liegen, ist manche Ordnung nur oberflächlich, stapeln sich unerledigte Dinge – wie zB Urlaubsfotos ... Ich führe fortlaufend Fotoalben seit der Geburt des ersten Kindes – was vielleicht erstmal für meine Ordnung spricht – doch immer stapeln sich die Bilder digital, bis ich endlich wieder Zeit finde, zu sichten, sortieren, auswählen, bearbeiten, ausbelichten (lassen), einkleben ... Jetzt in den Herbstferien muss es sein. Fest vorgenommen, meine Aufgabe zu diesem Thema!

Meine Belohnung: einen Nachmittag gemütlich Alben gucken mit der Familie ... von Anfang bis Jetzt!

Nachtrag zum Aufgabenheft

Foto sortieren hat begonnen, ist aber noch nicht beendet ... dafür Schrank entmistet, Kleidung aussortiert, und mental schon mit der Buchhaltung begonnen ... immerhin.

Es wird Herbst!

Der September war wirklich schön und so wie es scheint, kommen auch noch ein paar Sonnentage, doch die Kälte wird spürbar und mir ist so langsam nach warmer Wolldecke und Kaminfeuer. Doch noch sträube ich mich gegen die Heizung und so musste gerade zumindest die warme Strickjacke und ein wärmendes Getränk her. Am besten gleich eins, dass auch gegen um mich herumschwirrende Erkältungsbazillen wirkt! Also habe ich alles zusammengemixt, was mir schmeckt und Wirkung hat: Kurkuma, Ingwer, Zimt ... Es schmeckt leicht bitter-scharf (was ich sehr mag und durch den Honig aufgefangen wird) und wärmt bis in die Zehenspitzen! Wer es ausprobieren mag, hier das Rezept:

PS Ich habe noch eine Prise Muskat dazugetan. Muss man aber nicht. Ich könnte mir auch noch etwas Zitrone im Tee vorstellen ... oder Vanille ... vielleicht probierst du deine eigene Mischung mit deinen Lieblingszutaten :) Kurkuma und Ingwer als Basis sind jedenfalls nicht verkehrt, beide entzündungshemmend und Abwehr stärkend!

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Immer wieder zufällig gehört, endlich gekauft, nun im Auto und den ganzen Tag ... und zum Yoga, yeah!

06 – SCHENK EIN LÄCHELN

Das ist nicht so einfach, wie es klingt. Lächeln geht, klar. Aber ehrlich? Jemanden anlächeln, der dich grimmig anschaut? Oder jemanden, für den du gerade kein Verständnis hast? Der vielleicht anders ist und nicht in dein Schema passt? Lächeln, auch wenn du gerade wenig Zeit hast? – Ja! Diese Woche wäre es einen Versuch wert, die Sonne aufgehen zu lassen ...

Eigentlich werde ich nicht gerne fotografiert und schon gar nicht präsentier ich das Foto dann gerne öffentlich – aber diese beiden Bilder sind ganz OK. 10 Jahre liegen dazwischen – das erste war für smakdesign, das zweite für hejyoga. Meine beiden Ichs lächeln einander zu :)

Lächeln kann sovieles bewirken und verändern. Ich probiere es oft auf dem Schulweg oder biem Joggen, in dem ich jeden, der mir entgegenkommt, grüße und anlächel. Es funktioniert eigentlich immer. Zuerst schauen die Leute ernst bis grimmig, dann oft etwas überrascht und dann geht tatsächlich die Sonne auf. Wenn wir uns dann beim nächsten Mal wieder begegnen, ist das Lächeln viel schneller da und manche trauen sich sogar, von sich aus anzufangen! Wird die Welt so nicht ein bisschen schöner?!

Manchmal fällt es mir dennoch schwer. Wenn ich jemanden nicht mag, aufgrund seines Verhaltens oder auch, ja, ich muss ehrlich sein, seines Äußeren. Diese unsichtbare Mauer mit einem Lächeln zu durchbrechen, das wäre ein Ziel für mich bei dieser Aufgabe.

Ein ehrliches Lächeln erfordert viel Mitgefühl und Empathie ...

Taschenprojekt 2

Etwas mit mehr Tiefe und Praktikabilität, für den Alltag und immer, Ablösung von dieser sehr geliebten Version, die nun doch schon einige Verschleißspuren aufweist, in Lieblingsdunkelblau mit roten Kullern. Wenn die Maschine einmal läuft ...

05 – MACH WAS

Ok, manchmal brauchst du Ruhe für deine Gedanken ... aber wenn du zu sehr ins Grübeln verfällst, dann wird es Zeit zu handeln, kreativ und produktiv – schenk dir dieses wunderbare Gefühl, etwas zu (er)schaffen, Erfahrung zu sammeln, da zu sein, gebraucht zu werden ... und vielleicht am Ende auch noch etwas zu verschenken :)

Wenn aus trüben Gedanken schöne Dinge werden ... Manchmal muss man sich die Aufgaben passend (oder konträr) zur Stimmung suchen. Das wunderbare Gefühl, etwas zu machen ... von der Gedankenliste zu streichen ... Stolz. Glück. Lächeln.

Und dazu Freunde. Und ein Lied. Wolken – passend zur himmelblauen Tasche.

Müsliriegel

Immer gut selbstgemacht, für unterwegs, als halbwegs gesunder Snack, fürs Kind, für mich, fürs Seelentief, für die Nussliebe :) Das Rezept irgendwann ausprobiert und inzwischen wie sovieles nur noch aus der lameng, daher war es nicht so einfach, es aufzuschreiben, aber ich würde sowieso die Selbsttüftelei empfehlen – am Ende wird es dein perfekter Müsliriegel :)

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Komm mit mir mit, wir gehen
Irgendwo hin und dann
Schauen wir hoch und sehen
Uns die Wolken an

Ich nehme dich bei der Hand
Und ziehe dich hinter mir her
Ich frage mich, warum fällt es so schwer
Ich glaube, du willst nicht mehr

Ist dein Wesen 
Für alle so schwer zu lesen 
Wenn ich's nicht verstehen kann 
Wie fühlt sich's für dich denn an 

Und wenn du dann gehst
Schau ich dir nach
Schau wie das Ende verdreht
Was der Anfang versprach 

Das Wetter wird wieder
Wolkig bis heiter
Die Wolken ziehen weiter

Ni, die Wolken ziehen Dauerschleifen durch meinen Kopf, wunderschön, rosarot. Danke, dass du da bist. Immerimmer.

wieder soweit

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Warum kann man das Denken nicht abschalten? Gut, strenggenommen wäre das sogar das Ziel des Yoga. Vielleicht ist abschalten da zwar das falsche Worte, aber so ungefähr.

Manchmal will es jedenfalls nicht klappen mit dem Lächeln auch an Tag vier ... dann ist es wieder soweit und die Gedanken, die gestern noch so leicht dahingeflogen sind, werden schwere Regenwolken. 

Leben im Hier und Jetzt, das ist eine gute Idee, ein Ziel, ein Plan, den man aber leider nicht immer so einhalten kann. War der Mensch schon immer so? Oder hat er früher nur an das nächste Essen gedacht, nicht an das überüberüberüberübernächste ... 

Rückblickend war doch immer alles gut, dennoch so wenig Vertrauen manchmal in die Vorschau. Das Gefühl, jetzt Entscheidungen treffen zu müssen, sonst ist es zu spät. Ideale anstreben, die doch niemand erreicht. Fast froh, wenn auch andere scheitern, als Beweis, dass man es selbst nicht schaffen muss. 

Das Leben ist schön, aber nicht nur. Ich will keine rosarote Brille, wenn die Gedanken dahinter dunkel sind. Ich möchte, das mein Innerstes so sehr leuchtet, dass der Regen gar nicht erst durchkommen kann. Aber es sieht leider nicht nach permanenter Schönwetterfront aus. Es bleibt heiter bis wolkig. Immerhin. Könnte ja auch immer Unwetter sein!

Yogameister

Eine neue Runde Kinderyoga. Als erstes geht es auf die Reise – nach Indien. Wir fliegen, fahren mit dem Zug, laufen, rudern, fahren Rad ... bis wir im Dschungel angekommen sind. Ganesha nimmt uns mit, schreibt Briefe von seinen Erfahrungen. Mit ihm lernen wir die Tiere des indischen Dschungels kennen, üben unsere ersten Tier-Asanas. Ich habe dazu passend ein paar Karten gestaltet – wenn wir ein paar Stunden geübt haben, bekommt jedes Kind eine davon, darf nach vorne auf meinen Platz kommen und diese Asana anleiten. So ist jeder mal Yogameister :) Und dann – wurde ein Spiel daraus ...

Es werden drei Punkte im Raum festgelegt – der Dschungel, der Berg, das Tal. Ein Kind ist Yogameister und sitzt am Rand. Alle anderen sind in der Mitte des Raumes. Wenn der Yogameister "Dschungel" ruft, rennen alle Kinder zu diesem Punkt und machen den Baum. Ebenso beim Berg und beim Tal. Der Yogameister kann aber auch Tiere rufen, dann werfen sich zum Beispiel alle auf den Boden und werden zur Kobra. Oder Heuschrecke. Oder ... Macht ein Kind ein anderes Tier oder ist zu spät dran, wird es zum Tiger und setzt sich zum Yogameister an den Rand. Dann kann der Yogameister auch rufen "Die Tiger sind los!" und die Tiger stürzen sich auf die Kinder (Oh ja, es ist ein gefährliches Spiel! Die Kinder lieben es!) – diese können sich aber schützen, in dem sie schnell zur Schildkröte werden und den Kopf einziehen. 

Ich habe mir das Spiel vor einigen Jahren als Adaption eines anderen Spieles ausgedacht und es wird nicht langweilig – jede neue Kinderyoga-Generation spielt gerne Yogameister und wir erweitern das Spiel immer um neue Asanas, zum Beispiel die Krieger, wenn diese gerade dran sind. Yoga spielerisch und dynamisch :)

04 - TRÄUM DICH FORT ...

Im Traum ist alles möglich! Warum nicht auf Gedankenreise gehen? Wer wolltest du schon immer sein? Wo möchtest du hin? Du kannst alles erleben – und vielleicht auch etwas davon mitnehmen in deine Wirklichkeit ...

"Aber du weisst doch, du brauchst nur einen wunderbaren Gedanken ... nur ein Gedanke!"

"Bitte schenk mir einen, Glöckchen! Ich finde keinen."

"Kennst du den Ort zwischen Schlafen und Wachen, da, wo deine Träume noch bei dir sind ..."

(Peter Pan)

Wenn ich mich abends ins Bett lege und nicht sofort einschlafen kann, bin ich fast froh, denn ich empfinde diesen Moment "zwischen Schlafen und Wachen" als etwas Besonderes. Zeit für mich, aber nicht für schwere Gedanken, sondern für andere Geschichten. Ich werde Teil eines Buches, mache Weltreisen, in andere Zeiten, Abenteuer ...

Eine schöne Aufgabe für mich – jeden Abend ...