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Warum ich?

Manche Dinge verdienen diese Frage sicher, schwere Schicksalsschläge, die sich nicht so einfach hinnehmen lassen. Aber wie oft sind es schon Kleinigkeiten, die Unfrieden in uns stiften – warum muss ich immer aufräumen, wieso streiten sich die Kinder schon wieder, hat der Chef immer nur mich auf dem Kieker, ... Wir fühlen uns im Nachteil, wünschen ein perfektes Leben, alles reibungslos und ansonsten sind wir verständnislos ...

Ich mag die Vorstellung, die ich hier sicher hier schon mal beschrieben habe (aber ich muss sie mir selbst immer wieder vor Augen führen :), dass wir mit einem Paket an Aufgaben auf die Welt kommen. Diese Aufgaben sind da, manche einfach, kaum wahrgenommen, andere so schwer, dass sie nicht zu bewältigen scheinen – das ist vielleicht das, was manche als Schicksal betiteln würden. Doch wie wir mit diesen Aufgaben umgehen, welchen Weg wir letztendlich wählen, mit welchen Gefühlen wir reagieren – das ist unsere Freiheit.

Akzeptanz ist schon mal ein Schritt. Aktzeptieren, dass es einfach unsere Aufgabe ist, das, was das scheinbar als Berg vor mir liegt. Meine Aufgabe – und nicht die eines anderen, dh nur ich kann diese Aufgabe lösen! Aktzeptieren, dass es mir freisteht, wie ich damit umgehe. Und vielleicht schließlich erkennen, dass es an mir ist, das Beste daraus zu machen, positiv ans Werk zu gehen, mit Selbstvertrauen in die eigene Kraft und Fähigkeit. Das wäre doch wirklich schon mal ein riesiger Schritt ...

Ach ja, Akzeptanz heißt für mich nicht Resignation und Handlungsunfähigkeit! Aber ich denke, das ist durchgekommen :)

– weiter!

Vor fast genau einem Jahr habe ich übers Laufen geschrieben – und heute musste ich wieder daran denken ... es ist durchaus ein Fortschritt da! Ich lauf zwar immer noch wie eine Schnecke, aber dafür längere Strecken, 5, 6, 7 Kilometer, einmal sogar 10, mein Gipfel bisher. Mehr muss es nicht werden, 5 reichen mir auch. Nur schneller könnte es noch werden, ein wenig. Auch auch da ist schon eine Verbesserung spürbar, aber ich müsste wahrscheinlich mehr Sprints dazwischen schieben, um deutlich schneller zu werden. So aber trabe ich weiter in meinem ureigenen Rhythmus, vorgegeben durch meine Atmung, ganz automatisch ...

Was ich aber eigentlich heute schreiben wollte, ist wie schön die Welt dabei aussieht! Ich weiß, dass viele Joggen langweilig finden – ich so gar nicht. Es gibt soviel zu sehen! Natürlich regnet es auch mal (gut, durch Niesel lauf ich, durch strömenden Regen muss nicht sein). Oder ist grau und bewölkt. Aber meistens habe ich Glück, egal ob am späten Nachmittag, in der Winterabendsonne, wenn ich noch eine kleine Runde drehe, um die Zeit bis zum Kind abholen sinnvoll zu verbringen – oder noch viel mehr am Sonntag Morgen, wenn die Welt so klar und frisch und neu ist!

Ich weiß, es sieht auf den Fotos ein wenig kitschig aus, aber es ist tatsächlich so – ohne Filter und Spielerei, einfach Morgensonne an einem sehr kalten Tag am See ...

... und heute mit diesem Soundtrack im Ohr ... da musste ich aufpassen, nicht hier und da einen kleinen Tanzschritt einzulegen ;)

La La Land

Ich bin nicht wirklich ein Musicalfan. Ich mag zwar "Hair" und "Jesus Christ Superstar", die alten Sachen halt, aber das war es dann auch schon fast. Mir kommt es auch so vor, als wenn es sich immer und immer wiederholt, die lachenden Gesichter, die gleichen Tanzschritte, die aufputschende Musik, in einem Höhepunkt gipfelnd ... genauso fängt eigentlich La La Land an. Stau in Los Angeles, plötzlich steigen die Menschen aus ihren Autos, fangen an zu singen, zu tanzen, natürlich auch auf den Autodächern, alle sind total gut drauf, ... und ich fand es wunderbar. Der Regisseur, Damien Chazelle, auf dessen Konto schon der großartige Film Whiplash geht, beschreibt sein neustes Werk als ein Treffen zwischen Gene Kelly und Thelonious Monk – das trifft es ziemlich gut.

Es ist ein wenig Magie, Sternefunkeln, Leichtigkeit und auch Traurigkeit in diesem Film. Man fühlt sich inspiriert, auch wenn man nicht spontan Jazzpianist oder Schauspieler werden will. Und doch lässt der Film den Glauben an die Kreativität, an die Liebe, auch wenn sie vielleicht kein Happy End haben mag, an die eigenen Stärken und Träume, egal, ob die Welt sie mitfeiert, und ein Lächeln am Ende.

Man möchte den Kinosaal mit einem leichten Tanzschritt verlassen, kann sich einfach nicht aufregen, über trödelnde Menschen in der Schlange, und würde sich nicht wundern, wenn alle singend nach Hause gingen.

Der Soundtrack läuft bereits in meinem Auto und da kann ich laut mitsingen. Hört ja keiner :)

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Sometimes it's ok if the only thing you did today was breathe.

Diese Zitat von Milan Kundera habe ich schon einige Male gelesen, gerne auf Yogablogs — es passt auch wirklich gut zum Fokus "Atmen". Machen wir ja auch viel zu selten. Also atmen schon, klar. Aber bewusst? Tief? Ganz und gar? Nur aufs Atmen konzentriert? Hm ... eher nicht. Oft haben wir tausend Dinge gemacht, den ganzen Tag lang, aber nicht einmal wirklich geatmet.

Insofern ist der Satz schon fast ein wenig untertrieben. Es ist nicht "ok", wenn du "nur" geatmet hast. Es ist tausend Mal mehr als ok. Es ist wichtig, unendlich wichtig, eigentlich großartig, wenn du mal einen Tag richtig geatmet hast ...

Ich nehme es mir mal vor, für diese Woche ist es mein Mantra ... und vielleicht auch deins.

Zuckerstaub

Heute war die Welt überzogen von Zuckerstaub. Man kann es nicht wirklich Schnee nennen, dafür war es zu wenig und zu schnell wieder verschwunden, aber heute morgen, war alles weiß. Beim Laufen knirschte es, die Pfützen krachten und die Luft war so frisch und klar. So mag ich Winter.

feeling home

Manche Menschen fühlen sich überall zuhause. Andere kommen nicht über den Gartenzaun hinaus. Ich denke, ich bin irgendwo dazwischen. Früher hätte ich mich als sehr verwurzelt bezeichnet, inzwischen habe ich gelernt, dass Wurzeln nicht bedeuten, aneinem Ort, bestimmten Menschen oder Traditionen festzuhängen. Wurzeln haben etwas mit Erdung zu tun - und dieses Gefühl kann man tief im Herzen mit sich herumtragen, auch wenn es rundherum stürmt und schneit.

Dennoch ist es schön, ein Heim zu haben, einen Ort, wo man gerne ist, wo man lächelt, wenn man die Tür öffnet, wo alles so ist, wie man es mag.

Wenn wir in einem Ferienhaus sind, brauche ich immer so zwei, drei Tage, bis diese mein Zuhause für den Moment wird. Ich muss erst ein wenig räumen, vielleicht auch was putzen, im Bett geschlafen, vom Teller gegessen, ... kurz: ein wenig dort gelebt haben. Die Atmosphäre füllt sich mit unseren Schwingungen, unserem Geruch, unserem Leben.

Zuhause sammeln sich die Dinge, die wir so im Laufe der Zeit bekommen, gekauft, gefunden haben - im besten Fall, also wenn wir keinen unpersönlich durchgestylten oder stereotyp eingerichteten Räume bewohnen. Kleinigkeiten, die Geschichten erzählen, von gemeinsamen Erlebnissen, Stöbern in kleinen Läden, Ferien am Meer, all den vielen kleinen Begebenheiten, die langsam unsere Persönlichkeit gebildet haben (und es weiter tun), die sich widerspiegelt in unserem Heim.

Ich mag unseren Tisch. Je nach Jahereszeit stehen andere Blumen dort, zur Zeit noch die Barbara-Kirschzweige von unserem kleinen Baum im Garten, der bald wieder wunderbar blühen wird, die Teestasse / Zuckerdose mit dem schönen Holzdeckel und dem blauen Löffel, die auf den Namen Chai hört, Geschenk einer lieben Freundin, kleine Sojasoßenschälchen von meinem japanischen Lieblingsgeschirr Sendan Tokusa, zu denen sich seit Samstag noch zwei Suppenschalen gesellen, der große Teller mit dem Goldrand aus einem Trödelfundus, die kleine weiße Porzellantasse vom Fräulein, Kerzen, Papierlampions, ...

Yep. I'm feeling home :) 

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Auch im neuen Jahr soll es weitergehen, mit den kleinen Aufgaben, Ideen, Worten für die Woche, meine Kurse, mich, euch ... Ein Klang, der mich bewegt, etwas, das in diesem Moment an mir rührt, mich erwischt hat. Was ich brauche, was mich froh macht, mein Anker, mein Papierflieger, für jeden in seinem Augenblick sicher etwas anderes. Heute (passend gefunden, im, nein, am Tee):

Ist nicht immer so einfach. Etwas auf sich zukommen zu lassen. Nicht einzugreifen, vorzugreifen. Keine Angst davor zu haben. Gelassen zu bleiben. Nicht in Freude vorzurennen und dann den eigentlich Moment zu verpassen. Je nachdem, was kommt. Es kommt zu dir. Einfach so, ob du willst oder nicht. Also lass es doch ... vorbeiziehen oder mit Freuden empfangen. So oder so, mit einem Lächeln wäre gut.

Fernwärme

Es ist kalt. Ich mag die Kälte - wenn ich um den See jogge, wenn die Bäume zuckerweiß sind, wenn ich gemütlich am Feuer sitze ... Aber wenn ich viel am Rechner arbeite, dann friere ich, trotz Heizung, dicken Socken und selbstgestrickten Pulswärmern. Mir ist nach Suppe, aber nicht nach Fleisch, und Gemüsebrühe pur zu langweilig, also habe ich mich an einer asiatisch gewürzten Nudelsuppe versucht.

Gar nicht so einfach, ein Rezept zu finden, das nicht zu kompliziert ist, aber ohne fertiges Zeug auskommt (ich war doch erstaunt, dass auf einer Seite ein Brühwürfel als DIE authentische Geheimzutat angepriesen wurde ...). Ich habe mir schließlich aus ein paar Rezepten was zusammengesucht und statt des fertigen 5-Gewürze-Klassikers diese Mischung selbst zusammengestellt ... nur auf Sojasoße und Misopaste hab ich nicht verzichtet.

Ich bin von der Brühe sehr begeistert! Sicher kann man auf der Basis gut variieren, ein wenig Chili dazu, anderes Gemüse, Zucchini, Pak Choi, ... oder auch nur auf Wasserbasis arbeiten und auf ein Glas (guten!) Gemüsefond verzichten.

Das fein geschnittene Gemüse zum Schluß ist super - frisch und knackig! Einzig die Nudeln fand ich nicht so optimal. Ich habe Bio-Mie-Nudeln gewählt, die laut Packung nur vier Minuten ziehen sollten, dafür aber doch recht fest und wenig geschmackvoll waren ... nächstes Mal versuche ich mich vielleicht auch da an eigenen :)

>> sounds like christmas

... und noch ein Nachtrag – oder Vortrag für diese Weihnachten, wie man es sehen will – meine favorite playlist für kalte Wintertage und etwas andere Weihnachtslieder (OK, eins von Michael Bublé ist auch dabei ... eins!). Die gesamte Liste für Heiligabend war vier Stunden lang, lief im Zufallsmodus zu Kaffee, Bescherung, Abendessen, Gemütlichkeit und hat das ganze wirklich wunderbar begleitet. Hier nun 11 (es bleibt meine Lieblingszahl) ausgewählte:

1. As The Snowflakes Fall . Smith & Burrows
2. Jenseits der Stille . Niki Reiser
3. Coventry Carol . Sufjan Stevens
4. Peace . Ajeet Kaur
5. For The Stars . Anne Sofie von Otter & Elvis Costello
6. Cold December Night . Michael Bublé
7. Winter . Joshua Radin
8. Julhymn . Fjarill
9. Grensen . Ketil Bjørnstad
10. Now Winter Comes Slowly . Sting
11. Prelude . George Winston

Von den meisten gehen die gesamten Alben zu Weihnachten, allerdings würde ich bei Sufjan Stevens ("Silver & Gold" – 5! Discs!) erstmal reinhören ... nachdem ich "Carrie & Lowell" wirklich gerne immer wieder ganz und gar höre, fand ich die geballte Weihnachtsauswahl doch etwas gewöhnungsbedürftig und habe mir am Ende nur sieben Songs rausgepickt. Wem "Coventry Carol" zu klassisch ist, könnte sich vielleicht nochmal "Christmas In The Room" anhören, auch schön! Vom Titel her super, allerdings auf die Länge gesehen schon strange: "Christmas Unicorn" :)

(Ich dachte, mein Weihnachtsknäcke sieht fast aus wie CDs ... das wäre ein passendes Motiv ... vielleicht)

Vorbei und irgendwie ...

Ich weiß, ich komme zu spät mit diesem Post. Weihnachten ist vorbei – aber, sollte man nicht immer ein wenig Weihnachten in sich fühlen? Zumindest Liebe schenken und Frieden ... das kann man das ganze Jahr.

Es war wie so oft – ich wollte soviel und die Zeit war nicht da, aber auch nicht der Wille. Ich brauchte eine Pause und ich finde, es ist wichtig, so etwas zu erkennen. Allein an meinem Schlafpensum konnte ich merken, dass mein Körper nach Erholung schrie und mal ehrlich, wer vermisst hier einen Eintrag ;)

Weder beim Schreiben noch bei allem anderen sollte Zwang der Grund sein. Natürlich gibt es Dinge, die getan werden müssen und manchmal kriegen wir nicht mal unsere Einstellung dazu optimiert, aber gerade so etwas freiwilliges wie ein Blog, Karten, Geschenke und Grüße sollten doch von Herzen kommen –

darum nun, auch wenn das neue Jahr schon begonnen hat, von Herzen: Frohe Weihnachten. Und ein gutes neues Jahr. Auf das es strahlt und leuchtet, glitzert und scheint *

Durstschnecke

Auch wenn man beim Vinyasa nicht zwischendurch trinken sollte (das Feuer soll ja richtig lodern und nicht direkt immer wieder ausgelöscht werden ...), vorher / hinterher muss man die Reserven wieder auffüllen. Gerade wenn man dann noch unterwegs ist und das Yogastudio nicht um die Ecke, ist eine gute Trinkflasche wichtig.

Ich hab schon einige durch und bin immer wieder offen für Neues. An ghongha (was übrigens Schnecke heißt ...) gefiel mir vor allem, dass sie aus Glas ist. Schon mal kein Plastik, man kann sehen, was man trinkt und wieviel noch drin ist – und es lässt sich gut reinigen. Damit sie trotzdem nicht so schnell kaputt geht, hat sie einen schicken Mantel aus BPA-freiem Kunststoff, der sich übrigens auch abnehmen lässt (wenn man doch mal gründlicher schrubben muss) und die Flasche gut in der Hand liegen lässt. Auch der Verschluss ist aus diesem Material und zumindest bei kleineren Turbulenzen auslaufsicher.

Was ich sehr mag, ist die schlichte Form, überhaupt, das feine Design, und – vor allem – den Tropfen als Guckloch :)

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Die Schnecke für deine nächste Durststrecke gibt es zur Zeit exklusiv bei greenyogashop.de

Besuch

Unerwartet, kurzfristig angekündigt, bekam ich gestern Besuch von einer sehr lieben Freundin, die vor Jahren nach Stockholm gezogen ist. Es war ein wunderbarer Nachmittag, so, als wäre sie tatsächlich mal eben vorbeigekommen und unsere gemeinsame Zeit nicht so selten geworden. Erinnerung an Tage, wo wir uns jede Woche getroffen haben, mit den Kindern, Tee getrunken, wesentlicher Teil im Leben des anderen. Die Distanz verändert die Freundschaft unweigerlich, man ist nicht mehr beim Alltäglichen dabei. Aber gestern war es ein wenig so, einfach so, wie immer. Das war schön.

14 – WEIHNACHTSPOST

Es gibt bestimmte Bräuche zu Festen, die ich sehr mag – zum Beispiel, Weihnachtskarten zu verschicken. Ob selbst gestaltet oder liebevoll ausgesucht, sie werden dem Empfänger Freude bereiten! Schreibe Weihnachtskarten, für deine Lieben, aber auch für jemanden, der sonst keine Post von dir bekommt, einen ungeliebten Kollegen, einen früheren Freund, den unbekannten Nachbarn drei Häuser weiter ... Verschicke Liebe!

Seit Jahren verschicke ich Weihnachtspost, aus Lust und Grafikerehre selbst gestaltet, und immer freue ich mich auf den Moment, wo die Karten im Briefkasten auf die Reise gehen und stelle mir vor, wie sich der Empfänger (hoffentlich) freut.

Ich denke beim Schreiben auch an viele Menschen, die ich sehr selten sehe. Jedes Jahr ändert sich die Liste ein wenig. Manche Bekanntschaften sind zu flüchtig, vergehen, andere bleiben, für immer, neue kommen hinzu.

Die neue Karte muss noch gestaltet werden – die Briefmarken liegen schon bereit ...

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Jedes Jahr wieder, nur im Dezember, dafür immer und immer ...

13 – LASS EIN LICHT LEUCHTEN

Manchmal braucht Frieden große Worte und ja, auch Krach, um gehört zu werden – manchmal ist Frieden aber auch ganz leise leuchtend in einem Moment der Stille. Der Schein einer Kerze, die schlichte Weihnachts- beleuchtung in die dunklen, grauen Winterabende hinein, nach Hause kommen in die Wärme – auch das ist Frieden für mich. Lass ein Licht leuchten, für dich, für andere.

Wenn ich im Winter im Dunklen nach Hause komme, schaue ich gerne zu den erleuchteten Fenstern hoch. Es geht mir nicht darum, etwas Konkretes zu erkennen, ich liebe einfach die Wärme und die Vorstellung, dass es dahinter tatsächlich Ruhe, Liebe und Frieden gibt.

Ich weiß, dass die Welt nicht so ist, aber in diesem Moment möchte ich den Glauben an das Gute nicht verlieren.

Ein Licht im Dunkeln ist etwas Wunderbares. Trost und Hoffnung zugleich.

Vielleicht denken nicht alle darüber nach, aber solange Menschen ein Licht ans Fenster stellen (oder die Lichterketten in den Garten), sehe ich darin ein Zeichen, der Dunkelheit in der Welt etwas entegegenzusetzen.
Wenn ich heute abend die Kerzen entzünde, möchte ich daran denken und für einen Moment innenhalten ... dankbar sein. Mitgefühl empfinden. Friedensgedanken in die Welt schicken.
Vielleicht stellst du auch eine Kerze ans Fenster, lässt ein Licht leuchten ...

Bumerang

Das, was du in die Welt wirfst, kommt häufig wieder zu dir zurück. Es muss aber nicht immer etwas Negatives sein. Beim Yoga versuche ich, Liebe, Demut, Verständnis, ... in die Herzen zu "pflanzen", den Blickwinkel zu ändern, mehr Lächeln, Mitgefühl und Entspannung in den Menschen hervorzubringen.

Und dann kommt der Moment, wo ich, mitten im Alltag, mit etwas konfrontiert werde, was ich nicht erwarte. Es ist ein Schlag in den Magen, es überrascht mich, zieht mich runter, macht mich fertig. Ich frage mich, wieso Menschen so sein können und meine Fassungslosigkeit wandelt sich in Traurigkeit und vor allem auch Wut. Ich möchte am liebsten sofort "zurückschlagen", auf Konfrontation gehen, mich wehren, ja, meine frisch hochgekochte Aggression rauslassen.

Und dann - kommt der Bumerang zurück, trifft mich, peng!

Wenn deine Yogaschülerin (*!) zu dir sagt, nein, reagier nicht so, lächel, schlag nicht zurück, bleib gelassen - dann weißt du, dass es sich lohnt, immer wieder Gutes in die Welt hinauszuwerfen. Denn auch das kommt zurück, nicht nur das Schlechte. Auch das vermehrt sich und hilft dir, wenn du mal nicht geben kannst, sondern Hilfe brauchst.

Der erste Schritt ist gemacht - runterfahren.

Der zweite Schritt dauert länger ... nicht nur scheinbar lächeln, sondern wahrhaft mitfühlen. Die Wut nicht unterdrücken, sondern tatsächlich entspannen. Nicht traurig sein, sondern weiter positiv denken. Nicht so einfach.

Ich arbeite dran. Und bin derweil dankbar für meine Yogameister!

12 – EINMAL VEGETARISCH

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu – mögen alle Lebewesen auf dieser Erde glücklich und frei sein. Dieses Mantra beziehen viele Yogis auch auf ihre Ernährung und leben vegetarisch oder vegan. Man muss nicht alles umstellen, um zumindest bewusster ans Essen heranzugehen. Für einen Tag – vegetarisch. Schreib auf, was du gegessen hast, mach vielleicht etwas Besonders, etwas, was du schon immer mal ausprobieren wolltest ...

Als ich mit der Yoga-Ausbildung begann, musste ich einen Buchreport schreiben. Unter anderem gab es in der Liste ein Buch mit dem Titel "Yoga & Vegetarismus". Ich dachte, och, vegetarisch ist mir jetzt nicht so fern, das wäre doch interessant.

Was ich dann allerdings las, war ein flammendes Plädoyer für die vegane Ernährung. Alle schlimmen Seiten der Fleischindustrie, ja auch der Milchprodukteherstellung wurden hier drastisch dargelegt – viele Dinge wusste ich tatsächlich nicht. Ich war schockiert.

Danach habe ich noch einige Bücher zu dem Thema gelesen, zwei Jahre vegetarisch gegessen, vegane Alternativen ausprobiert.

Inzwischen esse ich auch wieder Fleisch, aber versuche immer, mehr vegetarisch zu "denken", zu kochen, zu essen.

In jedem Fall ist es kein Verzicht, ab und zu, ohne Druck, für einen Tag, vegetarisch zu leben ...

11 – BASTEL WAS

Es geht ja beim Yoga immer wieder darum, den Geist zu konzentrieren, das Drumherum auszuschalten, klar zu werden, frei von Gefühlen und Stimmungen. Gar nicht so einfach. Manchmal gelingt es im Flow, manchmal, wenn wir uns auf eine Sache ganz konzentrieren – wie zB Origami :) Also denn, bastel doch mal einen Kranich! (Wenn das bei dir eher für Stress sorgt, darfst du dir auch gerne eine andere Aufgabe suchen ...!)

Zu dieser Aufgabe hatte ich nichts in mein Heft geschrieben, nur die Bastelanleitung und einen Kranich eingeklebt. So ein Kranich ist erst nicht einfach. Ich weiß, dass ich meinen ersten Versuch vor vielen Jahren in die Ecke gepfeffert habe. Eigentlich gibt es da nur zwei Schritte, die man, wenn man nicht so Origamikundig ist, erstmal entwirren muss. Hat man es aber einmal geschafft, dann faltet sich so ein Vogel in weniger als zwei Minuten. Es gibt eine Legende zu den Kranichen, die hier nachzulesen ist. Vielleicht muss man nicht tausend Kraniche falten, vielleicht nur einen, aber diesen für den Frieden.

PS Den Kranich auf dem Bild hat mein Sohn für mich gefaltet, einfach so, in Stille. Das hat mich sehr gefreut! Danke, R :-*

Manduka vs. Jade Yoga

Wer anfängt, sich mit Yoga zu beschäftigen, landet schnell bei der "Mattenfrage". Immer wieder ein Thema – wie man auch an den vielen Vergleichen, Tests und Besprechungen auf anderen Blogs sieht. Auch mich hat diese Frage schon beschäftigt, unter anderem als ich mir eine neue Manduka Eko Lite (meine "Elefantenhaut" :) bestellt hatte ...

Es ist und bleibt natürlich erstmal eine Frage der persönlichen Ansprüchen an eine Yogamatte und der individuellen Vorlieben bzgl. des Designs. Meine Vorgaben sind dabei vor allem die Rutschfestigkeit (ich finde nichts nerviger als einen langsam auseinanderdriftenden herabschauenden Hund ...) und die Leichtigkeit (ich möchte meine Matte überall entspannt mit hinnehmen können, auf dem Rad, in den Ferien, am besten auch mal gefalten ...).

Durch den zweiten Aspekt kommen für mich vor allem sehr dünne Matten in Frage, was natürlich nichts für Menschen mit Knieproblemen ist – allerdings besteht hier auch die Möglichkeit einer Kombination aus zwei Matten, einer einfachen günstigen dickeren Basic für unten drunter und einer guten rutschfesten dünnen Matte darüber! Hat sich in den Kursen bewährt, nur als optionaler Hinweis für alle, die denken, dünnen Matten kommen für sie nicht in Frage ...

Was das Design angeht, mag ich es eher schlicht. Wobei ich diese fliegenden Teppiche auch sehr schön finde, aber für den Yoga-Alltag möchte ich nicht abgelenkt sein durch eine Farbe oder Muster, dezentes Blau oder Grau hilft mir, meine Gedanken mehr zu konzentrieren. Aber auch da gibt es ja immer Varianten für alle, die mehr Farbe wollen :) Ein weiteres Problem bei der Suche nach der richtigen Matte ist die seltende Möglichkeit, Matten auszuprobieren.

Schließlich kann man erst nach einigen Malen wirklich sagen, ob die Matte zu einem passt und dann will die keiner mehr zurück, verständlicherweise. Darum bin ich auch immer brav bei meiner Matte geblieben, auch wenn ich immer wieder mal gerne über den Rand geschaut und andere getestet hätte. Welch glückliche Fügung, dass ich nun den Vergleich starten durfte für den greenyogashop – danke dafür!

Also denn: Manduka vs. Jade Yoga

Beide Matten entsprechen meinen Anforderungen: Sie werben mit ihrer Rutschfestigkeit, sind Reisematten, also dünn, und meine Wahl fiel auch bei der Jade Yoga auf das dezente midnight blue.

Die Manduka Eko Super Lite begleitet mich ja nun schon einige Jahre, von daher kann ich hier die Rutschfestigkeit dauerhaft bestätigen. Bisher hat mich keine andere Matte so gut gehalten wie diese. Bisher. Denn auch die Jade Yoga Voyager besticht durch ihren Grip. Verstärkt wird dieser durch die Jade Yoga typische leicht riffelige Struktur, was auf der einen Seite die Haptik spürbarer macht, auf der anderen Seite aber auch ein wenig ablenkt, zumindest bis man sich dran gewöhnt hat. Beide Matten halten aber schweißtreibenden Vinyasastunden stand und bringen dich sicher ins Shavasana!

Was die Leichtigkeit angeht, setzt Jade Yoga noch einen oben drauf und ist fühlbar leichter, auch wenn wir uns hier im Bereich von nur ca. 200g Unterschied bewegen. Damit sind wir bei den harten Fakten:

Manduka Eko Super Lite
Größe: 180 x 61 cm | Dicke: 0,15/0,2 cm | Gewicht: 0,9 kg | Material: Naturkautschuk 

Jade Yoga Voyager
Größe: 173 x 61 cm | Dicke: 0,15 cm | Gewicht: 0,68 kg | Material: Naturkautschuk 

Beide sind nachhaltig in ihrer Herstellung und wie der direkte Vergleich zeigt sehr dicht beieinander. Da auch der Preis mit 39,95 Euro identisch ist, kann man nur in den kleinen Unterschieden abwägen – doch die etwas längere Matte? – oder die etwas leichtere? – oder mehr spürbaren Grip? 

Ich denke, diese Fragen kann jeder gut für sich beantworten – mein Fazit ist in jedem Fall ein Pro Reisematten, egal ob von Manduka oder Jade Yoga. Sie bringen die Matte auf den Punkt – als Mittel zum Zweck, welches mir Yoga überall ermöglicht, mich maximal unterstützt, ohne mich abzulenken oder zu sehr auf Design und Tamtam zu setzen.

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Manduka Eko Super Lite oder Jade Yoga Voyager – deine Unterlage zum Yogaglück erhältlich bei greenyogashop.de

 

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Postkarte gefunden und gekauft mit folgendem Text:

Ich weigere mich einfach irgendwas anderes zu sein als glücklich.

Punkt.

Derweil: Liebe den Herbst!