Sahasrara Chakra

Als Kind habe ich mir manchmal auf dem Boden liegend vorgestellt, wie es wäre, an der Decke zu laufen. Die Wohnung sah ganz anders aus, so leer, nur Lampen ragten hervor und um von einem Zimmer ins andere zu kommen, musste man über eine kleine Mauer klettern (was ich so lustig fand, dass ich mich fragte, warum Türen nicht immer so herum gebaut werden ...).

Stell dir vor, du könntest deine Welt auf den Kopf stellen. Die Dinge aus einer anderen Perspektive sehen. Manchmal glauben wir, das geht nicht. Es ist, wie es ist. Aber genauso, wie ich als Kind an der Decke laufen konnte, ist mit der Kraft der Gedanken alles möglich. Nichts ist so, wie es ist. Alles kann ganz anders sein und manchmal braucht es nur Mut, diese Sichtweise einzunehmen. Trau dich, gedanklich und körperlich, deine Welt und dich auf den Kopf zu stellen ...

Element: – * Farbe: violett * Laut: stilles OM * Asanas: Kopfstand

Das Kronenchakra steht für die Vollendung, universelles Bewusstsein, Erkenntnis durch direkte innere Schau ...

Glückstee

Ich trinke gerne Gewürztees, oft als Yogitees betitelt, meist mit Ingwer plus anderem feinen Geschmack. Doch nicht nur dieser macht glücklich, sondern auch die kleinen Sprüche an den Teebeuteln. Sicher könnte man sagen, es ist eine Hosentaschenphilosophie, die da drauf steht :) Ähnlich wie bei den Glückskeksen. Aber mal ehrlich, so ein Spruch kann ja trotzdem wahr sein, in dem Moment passen, berühren – warum nicht? Ich jedenfalls freu mich immer sehr, so einen Glückkeks aufzumachen und genauso, den Teebeutel auszupacken. Dann habe ich manchmal etwas, worüber ich nachdenken kann, während ich in Ruhe meine Tasse trinke – und allein dieses Innehalten ist es doch schon wert.

Einer meiner Lieblingssprüche, den ich mir auch aufgehoben habe:

Lass alles, was du sagst, liebevoll sein.

Das könnte doch mal eine kleine Aufgabe für den Tag sein :)

Ajna Chakra

Stell dir einen klaren Nachthimmel vor. Die Erde um dich herum ist dunkel, aber über dir siehst du tausend Sterne. Je länger du nach oben schaust, desto mehr Lichter kannst du entdecken. Du fühlst dich eins mit dem Kosmos, geborgen in diesem Zauber, der dich umgibt, wissend, dass es gut ist ...

Element: – * Farbe: lila * Laut: OM * Asanas: Kindeshaltung

Das Stirnchakra steht für die Entwicklung der inneren Sinne, Geisteskraft, Wille ...

Sonnengruß

Der Sonnengruß ist wohl die Basis-Sequenz des Yoga. Als Version für Anfänger oder Fortgeschritte in wahrscheinlich unzähligen kleinen Varianten findet er sich in nahezu jeder Yogastunde wieder, zumindest beim bewegten Vinyasa-Yoga. Für meine Schüler habe ich eine kleine Figur entwickelt – Yoga Woman, meine persönliche Superheldin :)

So kann ich kleine Abfolgen skizzieren und wer mag hat zuhause die Möglichkeit danach Yoga weiterzuüben. Für mich ist es auch optimal, um schöne Flows festzuhalten.

Vissudha Chakra

Stell dir jeden Ausdruck, der deine Kehle verlässt, als Farbe vor. Deine gesamte verbale Kommunikation, deine Wortwahl, die Stimmung in deinen Aussagen, aber auch deinen Atem, die Luft, die hinein- und hinausströmt ... Welche Farbe herrscht vor – klares, reines Blau, leicht wie Äther? Oder sind es eher dunkle Tönen, gemischt aus vielen Nuancen? Oder ganz zarte, pastellige, ohne Gewicht? Sich Unsichtbares als Bild vorzustellen kann vielleicht helfen, Dinge besser zu erkennen. Worte, die wir nicht sagen wollten – oder auch wunderschöne poetische Gedanken, die im Alltag einfach untergehen.

Element: Äther * Farbe: blau * Laut: HAM * Asanas: Pflug, Schulterstand, Fisch

Das Kehlchakra steht für Kommunikation, kreativen Selbstausdruck, Offenheit, Unabhängigkeit, Inspiration, Zugang zu feineren Ebenen des Seins ...

Vogelzwitschern

(Rückblick Mai 2013)

Der Raum ist hell, schlicht weiß, mit drei großen Fenstern, aus denen man Häuserdächer, Baumkronen und den Himmel sehen kann. Symmetrisch angeordnet liegen vielleicht 20 Matten auf dem Boden. Das gefällt mir schon mal – schlicht und symmetrisch liebe ich. Die Yogakitchen liegt im obersten Stock einer ehemaligen Schule und wird ein wenig mein zweites Zuhause werden in der nächsten Zeit. Im Moment noch schwer vorstellbar, denn ich bin zum ersten Mal hier ... 

Ich sitze auf meiner Matte im Schneidersitz und versuche, Eindrücke zu sammeln. Der pinkfarbene Plastikbuddha auf dem kleinen Tisch vorne, das weiße Bina-Harmonium, der Blick aus dem Fenster. Es wird meine erste Vinyasa-Yogastunde sein und doch habe ich mich eigentlich schon vorher entschieden, hier eine Ausbildung zu machen. 

Die Entscheidungen scheinen bei mir manchmal auf ersten Blick spontan. Was fang ich noch so mit meinem Leben an? Ach, ich könnte mal Yogalehrer werden. Aber sie sind es nicht. Yoga begleitet mich eigentlich mein ganzes Leben lang, allerdings völlig unprofessionell. Als Kind habe ich häufig mit meiner Mutter Yoga gemacht, nach einem Buch von Karen Zebroff. Dieses alte Buch mit den schwarz-weiß Fotos habe ich immer noch und es war mir stets eine gute Quelle. Ich habe mir immer gerne Übungsreihen zusammengestellt, als Jugendliche, im Studium. Nie konsequent, aber immer wieder. Schließlich habe ich einen Yogakurs bei der Volkshochschule besucht, damals noch völlig unwissend, dass es so etwas wie Yogastudios gibt (vielleicht gab es sie auch damals noch nicht?). Die Übungen waren gut, aber die Art war mir zu einschläfernd. Ich ging zwar entspannt, aber müde und nicht erfrischt aus diesen Kursen nach Hause. Nach vielen Jahren Jazztanz bin ich dann irgendwann beim Pilates gelandet. Ich war begeistert, das war eine Verbindung von Yoga und Tanz für mich. Wenn wir in einen Flow kamen, war ich glücklich. Aus dieser Stimmung heraus kaufte ich mir eine PoweryogaDVD und auch hier fand ich mich wieder. Die klassischen Asanas, die ich aus dem alten Buch kannte, wurden auf dynamische Weise zu einer Choreografie verbunden – ich spürte, das war meins. 

In der Elternzeit entstand die Idee, mit einer Freundin eine Ladenwerkstatt für Kinder zu gründen. Drucken, stempeln, basteln sollten die Schwerpunkte sein, aber auch Theater und Yoga. Schon da überlegte ich, eine Ausbildung zur Yogalehrerin zu machen, aber wir beschränkten uns erstmal auf zwei Wochenendseminare zum Kinderyoga. Diese Seminare waren eine völlig neue Erfahrung. Ich hatte viel Esotherik und wenig Humor erwartet – und fand das Gegenteil. Es war lustig, erfrischend und gleichzeitig irgendwie erleuchtend! Ich ging einfach gut gelaunt nach Hause. Da es mit dem Laden nicht funktionierte, machte ich meine ersten Kinderyoga-Erfahrungen an der Grundschule.  

Vor dem ersten Kurs mit den Kindern hatte ich Bammel. Zwölf Knirpse, deren Vorstellung von Yoga in Schneidersitz und Om (!) bestand. Das Fazit nach über zwei Jahren: Viele gute Yogastunden, manchmal waren die Kinder sehr unruhig, aber es gab auch Momente, wo sehr aktive, ja wibbelige Kinder, in einen Zustand der Ruhe gekommen sind, zehn, fünfzehn Minuten auf dem Rücken liegend verharren konnten, das war bereichernd zu sehen. Inzwischen habe ich einen guten Weg gefunden – vieles funktioniert über Rituale, klare Strukturen und: Musik!  

Aber meine Gedanken schweifen ab – ich sollte doch gerade im Hier und Jetzt sein …  Die Yogastunde nähert sich dem Ende. Ich bin mit verdammt schlechter Laune hier angekommen. Der Tag war blöd. Die Stunde schweißtreibend. Und ich – gehe glücklich raus. Entspannt, aber voller Energie. Ja, die Entscheidung steht fest. Ich mache die Yoga-Ausbildung!

Anahata Chakra

Stell dir dein Herz vor. Deinen Punkt im Körper, der sich zusammenziehen kann, vor Glück, vor Liebe, vor Furcht, vor Schmerz. Diesen Bereich, den wir manchmal so verschließen, damit er nicht verletzt werden kann. Manchmal fällt es uns schwer, ihn wieder zu öffnen, frei zu werden und voller Mut, aber ohne Erwartungen in die Welt hinauszugehen. Es gibt Momente, in denen es uns vielleicht leichter fällt – rosafarbener Himmel am Morgen, wenn man eigentlich noch müde ist und lieber nicht hinausmöchte ... Rosenduft, vielleicht unerwartete Blumen ... liebe Worte, einfach so, gesagt, geschrieben ...

Element: Luft * Farbe: grün * Laut: YAM * Asanas: Rückbeugen

Das Herzchakra steht für die Entfaltung des Herzens, Liebe, Mitempfinden (nicht Mitleiden!), Selbstlosigkeit, Hingabe ...

Glücksgefühl

Seit nicht mal einem halben Jahr bin ich "fertiger" Yogalehrer, seit gut drei Monaten unterrichte ich. Letzten Montag nach dem Kurs merkte ich, welches Glücksgefühl in mir ist nach dem Unterricht. Ich versuche, mir viel Mühe zu geben, meine Stunden gut vorzubereiten, mit Inhalt zu füllen, für Körper und Geist – und wenn ich dann manches Wort danach höre, es gut geworden ist, die Schüler entspannt und voller Energie, dann durchströmt es mich und ich grinse den restlichen Abend, im Schlaf, am Morgen ...

Es zeigt sich für mich wieder einmal, dass Yoga alles ist – es gibt dir was, wenn du unterrichtet wirst, den Anleitungen folgst, dich hingibst in eine gute Yogastunde, aber auch, wenn du vorne stehen darfst, forderst und gibst, am Ende in Shavasana für jeden ganz da bist.

Ich empfinde dieses Unterrichten als sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Du stehst da in einer Gruppe, die den Arm hebt, wenn du es verlangst, die jedem deiner Worte Folge leistet, die deine Gedanken zu dieser Stunde, deine Intention im Kopf hat und weiterträgt. Das ist viel. Und nicht immer kannst du jeden erreichen. Aber ich versuche es, jede Stunde, ganz und gar – dabei blühe ich auf ... und freue mich sehr, wenn auch die Schüler mit diesem Glücksgefühl nach Hause gehen.

Manipura Chakra

Stell dir dein inneres Feuer vor. Eine kleine Flamme, die immer höher lodert und zum starken Feuer wird. Du spürst die Wärme in deinem Bauch, deinem Rücken. Es verbrennt alles Überflüssige, Negative, entschlackt, reinigt. Fühl, wie es dich von innen wärmt und freu dich über die Energie, die in dir steckt.

Element: Feuer * Farbe: gelb * Laut: RAM * Asanas: Twists

Das Nabelchakra steht für die Entfaltung der Persönlichkeit, Verarbeitung von Gefühlen, wachsende Erfahrung, Weisheit, Kraft, Macht ...

Elefantenhaut

Die richtige Yogamatte zu finden, ist nicht so einfach. Welche Kriterien sind wirklich wichtig, welche sind vielleicht eher Geschmackssache? Sicher eine persönliche Frage, bei jedem anders ...

Während der Ausbildung hatte ich viele schweißtreibende Stunden – da wurde es immer wichtiger, vor allem eine rutschfeste Matte für sicheren Halt zu haben. Glücklicherweise brauche ich kein besonderes Polster für meine Knie und da ich ein Freund von einer Matte-für-jede-Gelegenheit bin, wollte ich auch eine besonders dünne, reisetaugliche ...

Bei einer Freundin durfte ich die Manduka eko superlite travel mat (was für ein langer Name ...) testen und ich war direkt verliebt. Die Matte ist superdünn und faltbar! Damit passt die Matte wirklich in jede Tasche und die Oberfläche ist dazu noch die rutschfesteste, die ich bisher gesehen / getestet habe. 

Weil ich es nicht so bunt mag bei meiner Yogamatte – schließlich schaut man ja doch einige Zeit nach unten und da brauche ich einfach eine (be)ruhig(end)e Fläche und kein besonderes Design. So fiel die Wahl auf "midnight", ein ganz dunkles Schwarz-Blau. 

Vor kurzem wollte ich dann eine zweite Matte – weil ich in meinen Kursen schon mal eine Matte verleihe und weil ich auch nach einem Jahr nichts Vergleichbares für mich gefunden habe (vielleicht gibt es die Matte irgendwann nicht mehr?! Dann lieber doch eine auf Vorrat ... :) – und habe mich dieses Mal für "Thunder", ein dunkles Grau entschieden. 

Vielleicht zu trist für die oft farbenliebenden Yogis, aber es spielen ja auch immer die Gedanken eine Rolle ... und mich erinnert meine graue Matte an Elefantenhaut – so stelle ich mir vor, ich mache meine Asanas auf dem Rücken eines Elefanten, der mich dabei durch eine schöne Landschaft trägt ... das ist doch alles andere als trist, oder? :)

Bestellt habe ich die Matte übrigens hier:

www.asanayoga.de

Nette Jungs, schnelle Lieferung, gute Gedanken!

Svaddhistana Chakra

Stell dir einen klaren Bach vor. Das Wasser fließt sanft über die glatten Steine. Es ist Nacht und der volle Mond scheint sein helles Licht auf die Oberfläche. An manchen Stellen bildet der Bach kleine Buchten, in denen das Wasser ganz ruhig steht. Du kannst mit den nackten Füßen durch den Bach auf die andere Seite laufen. Dort, wo das Wasser steht, ist es angenehm warm und weich. An anderen Stellen, wo das Wasser fließt, spürst du die Bewegung und es wird kühler. Mit kleinen Schritten gehst du über die Steine, spürst jede Unebenheit, sammelst Steine und gelangst sicher auf die andere Seite.

Element: Wasser * Farbe: orange * Laut: VAM * Asanas: Hüftöffner

Das Sakralchakra steht für Sinnlichkeit, mit dem Leben fließen, Kreativität, Staunen, Begeisterung ... Fühl dich geborgen im Ursprünglichen und damit bereit für das Leben. 

Tam-Tam

Es gibt verschieden gestaltete Yogaräume – oft ist ihnen doch gemeinsam, das vorne ein kleiner Altar aufgebaut ist. Welche Dinge, Götter, Bilder sich dort tummeln, hängt von der jeweiligen Yogaschule, dem Yogalehrer ab. Es gibt keine Vorgaben, keine Regeln, kein Muss für diese Art der Präsentation. Manche mögen es als Tam-Tam, als unnötigen Kram, vielleicht sogar als die Darstellung einer Religion empfinden. Doch Yoga ist keine Religion, es ist eine – sehr offene und freie – Philosophie, in deren Geschichte, die schließlich in Indien beginnt, sich auch die Götter des Hinduismus wiederfinden. Doch warum greifen Yogaschulen hier im heutigen Europa diese Idee auf und schmücken den Raum mit Devotionalien einer anderen Kultur? Ist das nur Dekoration, Show, Tam-Tam?

Es wird vielleicht manches Mal so sein. Die Frage kann jeder Yogalehrer nur für sich beantworten – und ich möchte dazu ein paar Worte von Sharon Gannon und David Life, den Gründern des Jivamukti Yoga, aus ihrem Buch "Yoga der Befreiung" zitieren:

"Wir erinnerten uns daran, wie die Beatles aus Indien zurückgekommen waren und die Farben, Bilder und Klänge Indiens so hip gemacht hatten, dass sie auf die westliche Kultur abfärbten. Wir wollen einen Ort schaffen, der jeden genauso in Bezug auf den Reichtum von Yoga anturnte.

Was uns jedoch nicht anturnte, waren die weißen Wände und die Topfpflanzen in den anderen Yogazentren, die wir in New York besuchten. Deshalb bemalten wir die Wände in allen möglichen wundervollen Farben, stellten Bilder von indischen Gottheiten auf und rollten riesige orientalische Teppiche auf dem Boden aus. Wir hängten Bilder von unseren Gurus und Menschen, die uns inspiriert hatten, über unseren Altären auf, angefangen von Swami Shivananda bis zu unserer ersten Lehrerin Tara, von der Heiligen Teresa von Avila bis zu Glinda, der guten Hexe. Und wir spielten alle möglichen Arten von spirituell inspirierender Musik, von Bhagavan Das über Van Morrison bis zu der Mischung aus traditioneller indischer Musik und Jazz von Bill Laswell."

Es ist sicher auch eine Frage der Persönlichkeit, wie man einen Yogaraum gestaltet, doch diese Anklänge der Ursprünge, die Vermischung der Religionen (und auch des Weltlichen) und damit das Betonen der Gemeinsamkeiten, eine visuell und akustisch ansprechende Atmosphäre, empfinde ich als Teil des Yoga.

Das Gute ist: Yoga ist eben offen und frei und nicht dogmatisch – wenn ich Kerzen, Symbole, indische Götter in meinen Yogastunden aufbaue, dann hat jedes Element für mich eine Bedeutung, schafft einen Raum, in dem ich Yoga versuche lebendig werden zu lassen – du darfst dir davon annehmen, mitnehmen, was du magst! Vielleicht ist es für dich nur Tam-Tam, der halt da rumsteht, vielleicht magst du diese kleinen Besonderheiten, die Yoga auch ein wenig anders erscheinen lassen, vielleicht ignorierst du diesen Altar und machst einfach Yoga. Fühl dich frei!

Süßkartoffel-Bananen-Curry

Curry ist anpassungsfähig, an deinen Geschmack, deinen momentanten Hunger – und doch schwingt immer etwas mit, diese Gewürze verleihen dem Gericht etwas Warmes, Tröstendes, Heimeliges ... In dieser Variante bilden Süßkartoffeln die Basis – ob es dann süßlich wird mit Karotte und Banane oder ob du doch lieber mehr Frische mit Minze und Koriander hineinbringen möchtest – oder vielleicht Schärfe? Ingwer, Chili, ... ach, Curry ist wirklich anpassungsfähig. Hier und heute aber etwas süßer:

* smaklig måltid

Muladhara Chakra

Stell dir einen großen, alten Baum vor. Betrachte seine Wurzeln, seinen festen Halt in der Erde – wie sein dicker Stamm verwunden und doch stetig nach oben wächst – seine Äste sich bis in kleinste Zweige hinauf in den weiten Himmel strecken. Durch seine raue Rinde kannst du seine Stärke fühlen – und dieses Gefühl macht auch dich stark, lässt dich Halt finden und gleichzeitig wachsen. Die Sonne geht gerade auf, färbt den Himmel rot. Die Luft ist lau und frisch. Du fühlst dich wach, frei, weder warm noch kalt, sondern wohl in deiner Haut, in deiner Position. Du hast Vertrauen in die Welt, in das, was kommen mag.

Element: Erde * Farbe: rot * Laut: LAM * Asanas: stehende Positionen

Das Wurzelchakra steht für Urvertrauen, Stabilität, unsere Beziehung zur Erde, zur Materie ... Wurzeln verleihen uns Halt, aber auch gleichzeitig die Freiheit zu wachsen!

Chakren

Die sogenannten Chakren kommen aus dem Hinduismus und sind ein Teil des Energiekörpers im Yoga. Es gibt sieben Chakren, die wir uns wie Räder vorstellen können, die prana, Lebensenergie, den Energiekanal hoch transportieren. Übertragen auf unseren anatomischen Körper können wir uns diese Chakren als bestimmte Punkte in unserem Körper vorstellen, wo viele Nervenbahnen aufeinandertreffen und somit Energiepunkte entstehen. Wenn Störungen in einem oder mehreren Chakren vorkommen, merken wir das an Symptomen oder Blockaden in den Bereichen, die dem jeweiligen Chakra zugeordnet sind. Sind alle sieben Chakren frei und die Energie kann ungehindert fließen, erlangen wir nach hinduistischer und auch nach buddhistischer Lehre Erleuchtung. Jedes Chakra hat seinen Sitz im Körper, eine Farbe, eine Element, einen Klang ... und dazugehörige Asanas.

... frei

Ganesha, der Elefantengott, Sohn von Shiva und Parvati, steht im Hinduismus symbolisch für den freien Weg, er fegt mit seinem Rüssel alle Hindernisse fort und ist damit immer ein guter Freund, wenn man neue Wege beschreiten möchte (und damit auch zum Symbol für Hej Yoga geworden).

Hier ein kleines Mantra für alle Ziele im neuen Jahr, mögen sie ohne große Hindernisse erreichbar sein – ein Gruß, eine Ehrerbietung an Ganesha:

OM GAM GANAPATHAYE NAMAHA

Besonders schön gesungen hier von Wah!

Weg ...

1. Januar 2015. Hej Yoga. Da bin ich. Dachte ich vor gut einem Jahr.

Wir kannten uns schon lange, sporadisch, sprunghaft, liebevoll, ermutigend ... Ich habe mich als Kind nach schwarz-weiß Fotos von Kareen Zebroff verbogen, später Hatha Yoga ausprobiert, mich in Kinderyoga fortgebildet und ... zuletzt wollte ich mehr.

Es war ein spontaner Entschluss, ich habe nicht lange geschaut und es zum Glück gut getroffen (ein paar Worte zur Ausbildung folgen später ...). Ende August 2014 war ich fertig, zumindest mit Zertifikat ausgezeichnet – und fühle mich doch mehr denn je auf dem Weg, nicht angekommen.

Ich habe begonnen zu unterrichten. Es macht mir sehr, sehr viel Freude. Und bringt mich unter anderem hierher. Zu dieser Platform, diesem Blog. Zur Information, zum Austausch, zur Wegbegleitung.

Das wird kein Yoga-Blog. Ich habe mir Yoga-Blogs angeschaut. Ich weiß nicht einen Bruchteil von dem, was dort geschrieben wird. Ich bin kein Superyogi, ich bin nicht rank und schlank und kann mich nicht in jede Asana verbiegen, schon gar nicht die akrobatischen. Ich war noch nicht in Indien, in keinem Ashram, keinem Yoga-Retreat. Ich besitze kein farbliches passendes Yoga-Outfit für jede Gelegenheit. Ich meditiere nicht jeden Tag, ich schaff es einfach nicht. Ich lebe nicht vegan, nicht mal konsequent vegetarisch. Und, und, und ... ich bin kein Bilderbuch-Yogi.

Aber ich habe eine Yogamatte, zwei Blöcke und eine schwarze Yogahose (ja, und auch zwei zum wechseln). Ich versuche, eine gute Yogalehrerin zu sein. Und ein guter Yogaschüler. Und entsprechend zu leben. Seit fast einem Jahr habe ich mit drei Ausnahmen kein Fleisch gegessen. Achtsamkeit hat an Bedeutung gewonnen. Liebe. Verzeihen. Gelassenheit. 

Das wird ein Yoga-Blog. Yoga ist sovieles. Yoga ist frei, offen, für vieles, für alle. Auch für mich. Darum ein (schwedisches) HEJ – hier bin ich. Nimm mich so, wie ich bin, ich verspreche auch, mir Mühe zu geben. Ich bin auf dem Weg, nicht angekommen. Komm gerne mit. Hej Yoga.