Wie wäre es ...

... ohne Angst?

Ich habe diesen Satz auf Pinterest gelesen, diesem unendlichen Quell an mehr oder weniger guten Zitaten und Worten (und schönen Bilden natürlich auch). What would you do if you weren't afraid?

Ich dachte erst später an die nahezu philosophische Frage, die dahinter steckt – was wäre, wenn wir überhaupt keine Angst hätten, vor dem Tod, Krankheit, Unfall, ... wäre wahrscheinlich nicht so gut und würde eher in Gewalt enden, denn wir hätten ja keine Angst vor Konsequenzen, die unser Handeln sonst in Schach hält ...

Aber wenn man mal weniger an die große Angst denkt, sondern mehr an die alltägliche. Angst, neue Wege einzuschlagen, Risiken einzugehen. Lieber keine Zusagen machen, uns alles offen halten, aus Angst vor Neuem, vor Veränderung. Nicht in ein Flugzeug steigen, aus Angst vor dem Absturz, aber gleichzeitig fürchten, daheim etwas zu verpassen. Gespräche meiden, weil wir Angst vor der Antwort, der Reaktion des anderen haben. Das Herz verschließen, aus Angst, jemand könnte uns verletzen, keiner Nähe trauen und gleichzeitig die Einsamkeit fürchten. Angst vor dem ersten Schritt, zu verzeihen, vermeintlich unser Recht, unsere Position aufzugeben. Angst, so zu sein, wie wir sind. Anders zu sein und doch nicht individuell genug. Angst ist Irrsinn. Oft irrational. Schafft zuviele Gedanken, die zu nichts führen.

Also, warum nicht ein wenig mehr Mut. Ein bisschen Vertrauen. Wie wäre es ...