Hej Kopfstand

OK. Kopfstand ist und bleibt die Königsasana. Auch wenn man das Gefühl hat, es muss inzwischen eher der Handstand sein. Am besten auf einer Hand. Mit verknoteten Beinen.

Man merkt an meinen Worten (und wenn man hier ab und zu liest), dass ich kein Superyogi bin. Oder sagen wir, kein akrobatischer Superyogi. Selbst der Kopfstand ist für mich eine wahre Herausforderung, wie hier schon geschrieben.

Aber wir kommen uns tatsächlich näher. Stück für Stück. Ich brauche nur gaaaaanz wenig Absprung und ja, immer noch die Wand, um mich oben auszurichten. Aber dann schaffe ich es auch, frei zu stehen. Auch länger. Ein großartiges Gefühl.

Unabhängig von meiner Praxis stellt sich auch die Frage, wie man sich seinen Schülern gegenüber präsentiert. Leitet man sowas an, wenn man es selbst nicht perfekt kann? Oder ist man lieber ein wenig unnahbar und immer einen Schritt voraus?

Ich finde, für mich allein, und nur dafür kann ich das ja als Yogalehrer entscheiden, möchte nichts anleiten, was ich gar nicht kann. Also Handstand zum Beispiel. Aber etwas, dass ich nicht perfekt kann, finde ich OK. Denn ich bin doch genau wie alle anderen auf dem Weg. Und das sollte man doch auch zeigen. Ich selber finde es als Schüler ja auch nicht gerade toll, wenn die Lehrer vorne rumturnen und ich kann das alles nicht. Das ist frustrierend. Und darum kann es auch nicht gehen.

Sich Herausforderungen zu stellen, ohne sich zu übernehmen, das ist wohl der Weg.

In diesem Sinne: Hej Kopfstand. Ich komme.