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Diese Woche haben wir mit einer Reihe zu den Kriegern begonnen. Scheinbar nicht gerade die beliebtesten Asanas unter den Schülern ... :) Vielleicht weil sie recht einfach aussehen und doch viel fordern: Kraft in den Beinen und auch in Bauch und Rücken, Feinheit in der Ausrichtung und nicht zuletzt Balance.

Spricht man über diese Krieger im Yoga, kommt bei mir meistens direkt das Gegenteil in den Fokus, der Frieden. Denn ja, diese Krieger geben dir Kraft, Halt und Größe, dennoch implizieren sie vor allem den Verzicht auf Gewalt. Der friedvolle Krieger ist vielleicht das stärkste Symbol für diesen vermeintlichen Widerspruch. 

Innerlich stark sein, bereit den Kriegswirren um uns herum zu trotzen, und dennoch gelassen bleiben, friedlich, liebevoll, lächelnd – das ist die wahre Kriegskunst. Schaut man in die Geschichte, sind es doch tatsächlich oft die Menschen, die Stärke und Persönlichkeit gezeigt haben, ohne blutige Schlachten zu führen, die uns nachhaltig beeindrucken. 

Wir müssen kein Krieger werden, der die Welt verändert, aber in unserem kleinen Kosmos stark und gelassen sein, das ist schon viel wert. Einen Versuch allemal.