Shavasana-Massage

Beim Vinyasa Yoga gibt es am Schluss, wenn alle in Shavasana liegen, oft eine kleine Massage. Das machen nicht alle Yogalehrer, vor allem natürlich nicht in sehr vollen Klassen, aber ich liebe dieses wunderbare Geschenk, wenn ich selbst Schüler bin, und warte dann sehnsüchtig, dass mir jemand meinen Nacken und meine Stirn ausstreicht und mich so noch ein wenig tiefer in dieses wohlige Loslassen sinken lässt ... gut, bei manchen bin ich auch froh, wenn sie mich verschonen (denn was gut gemeint ist, fühlt sich mit kalten Händen ohne Sinn für Ruhe und eine gewisse Zartheit nicht ganz so entspannend an ... :)

Gerade aus diesen auch manchmal leider negativen Erfahrungen bemühe mich mich besonders, diesen Moment schön zu gestalten. Auch wenn viele zum Kurs kommen, gebe ich zumindest eine kleine Massage, vielleicht dann nur die Stirn, die Schläfen ... und ich achte darauf, dass meine Hände warm sind, die Creme nicht "knatscht", wenn ich sie in den Handflächen verteile, und vor allem, dass ich ganz bei der Sache bin.

Wenn ich mich am Ende eine Yogastunde hinknie und mit der Massage beginne, dann ist das nicht nur eine nette Zugabe, ein wenig Wellness zum Schluss – sondern für mich ein wesentlicher Bestandteil des Yoga.

Es ist der Moment der Demut, der Hingabe und der Liebe.

Es spielt keine Rolle, wer ich bin und wer mein Gegenüber ist – es zählt nur das Geben, kompromisslos, ganz und gar. Alles, was du gibst, bekommst du vielfach zurück – damit ist es ein Hingeben und ein Empfangen. Nicht die Handgriffe oder dein Können zählen, sondern deine Bereitschaft, es mit Liebe zu tun.