Devotion, Light & Flow

Nächste Woche geht der Kurs weiter, die Herbstferien sind fast vorbei und meine Gedanken fliegen von Thema zu Thema ... Als ich vor ungefähr einem Jahr mit dem Yoga unterrichten angefangen habe, dachte ich, OK, wenn du so ein halbes Jahr unterrichtet hast, dann können sich die Themen ja langsam wiederholen. Also machst du dir jetzt viel Arbeit, dann hast du später was davon :) Nach einem halben Jahr dachte ich, och, das würde ich gerne noch unterrichten, dieses Thema gefällt mir gerade und schwups, waren wieder Monate mit neuen Ideen vollgepackt. Tatsächlich scheint dieses Yogading unerschöpflich zu sein.

Natürlich wiederholen sich Sachen. Ich finde, das Spektrum an Asanas, die man mit einem guten Kurs machen kann (und damit meine ich keine Yogafreaks, für die eine Stunde ohne Handstand kein Yoga ist), ist ja relativ begrenzt. Was auch nicht schlimm ist, man lernt, sich dort immer mehr einzufinden und auch zu verbessern. Und auch die Themen mögen sich wiederholen, aber ich finde, man kann doch unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

Nach den Sommerferien habe ich begeonnen, immer ein Thema über drei, vier Wochen zu strecken, um zB bestimmte Peak Points besser aufbauen zu können oder auch einfach die Möglichkeit zu haben, Aspekte zu vertiefen, wie in den letzten Wochen erst Rückbeugen, dann Twists. 

Merkwürdigerweise gingen meine Gedanken für das nächste Thema in Richtung Demut – und dann kam passenderweise die Blinddarmgeschichte und ich fragte mich mal wieder, wie das Leben so ineinander greift ... Demut ist wirklich ein gutes Wort, wenn man an Krankenhaus denkt ...

Wie auch immer, die nächsten drei Einheiten sind dem gewidmet – devotion, light & flow lautet mein Arbeitstitel :) Es geht um Demut in Bezug auf die eigenen Grenzen, zur Kraft und zur Stille, es geht um dein inneres Licht, dass immer mehr zum Strahlen kommt, wenn wir die Fassade mal zur Seite legen, und dem Flow, der dem Ganzen die Schwermütigkeit nimmt und uns das Meditative erleichtert. Schauen wir mal, wie das so wird :)

Nicht unerwähnt möchte ich zu diesem Thema Hanuman lassen, den Affengott, die personifizierte Demut und Hingabe. 

Hanuman ist sehr stark, er hat die Kraft, Berge und Wolken auszureißen, ist schnell wie der Wind, hat eine Stimme wie der der Donner und kann rauschend durch die Lüfte fliegen. Gleichzeitig ist er die Verkörperung der perfekten Karma und Bakthi Yogi – er handelt selbstlos, dient in reiner Liebe und Hingabe, erwartet nichts für sein Handeln, keine Dank und keinen Ruhm.

Die Asana, die nach ihm benannt ist, ist übrigens der Spagat (Hanumanasana) – als Symbol für seine großen Sprünge, mit denen er selbst den Ozean überquert. Hier nochmal kurz und schön beschrieben nachzulesen!