Grundlos traurig.

Manchmal überkommt mich das Gefühl ganz ohne Vorwarnung. Und vor allem ohne Grund. Nichts hat sich in den letzten Sekunden geändert und doch ist alles anders. Schien der Himmel gerade noch strahlend blau und voller Sonnenschein, sehe ich plötzlich nur grau in grau.

Ich glaube, ich bin manchmal überfordert vom Leben. Von der Vielfalt, die sich vor uns auftut, der ständigen Wahl, den richtigen oder vermeintlich falschen Entscheidungen. Es ist, als streben alle nach einem geheimen Lebensplan, der abgearbeitet werden muss. Das kann für den einen Haus, Kinder, Hund, für den anderen Bart, Tatoos, Style sein, möglichst viel erreichen oder gerade mit besonders wenig auskommen – alles scheinbar individuell und doch so konform.

Wo steht man selbst in diesem Lebensplan, wo will man hin? Und ist das überhaupt wichtig? 

Letzte Woche habe ich beim Yoga zitiert "Dieser Tag ein Leben." Drei von vier Tagen schaffe ich das vielleicht, bin glücklich, positiv, optimistisch, froh. Am vierten: grundlos traurig. Manchmal auch erst am zehnten ... 

Geht euch das auch so? 

Morgen. Morgen bin ich wieder froh. Oder vielleicht auch schon gleich. :)