Komfortzone

Eigentlich kein so schönes Wort. So allein vom Laut her. Und doch ein Bereich, ein Zustand, den wir lieben. Den wir ungern verlassen. Unser Ist-Zustand ist unsere Komfortzone. Das hat oft nichts mit dem wirklichen Komfort, dem Wohlfühlen, dem Lieben zu tun. Es ist einfach das, was wir kennen. Alles andere ist fremd, anders, ungewohnt. Wege zu verlassen fällt schwer.

Es ist schon nicht einfach, mal einen anderen Platz zu wählen, als den Stammplatz. Oder gar über einen anderen Job nachzudenken. Machen wir eigentlich nur, wenn es wirklich nicht anders geht. Ansonsten ertragen wir vieles, nur um nicht dem Ungewissen zu begegnen. Oft löst das Verlassen der Komfortzone erstmal Ängste aus. Ich denke, darin liegt auch ein großer Teil des Protests zur Flüchtlingsproblematik begründet. Wir haben Angst, dass sich etwas ändert. Und das die Veränderung nicht gut sein wird.

Das mag zum Teil auch so sein. Manchmal muss man etwas aufgeben, zB die vermeintlichen Privelegien, die man mit der Geburt in einem Land, in dem Frieden und Wohlstand herschen, geschenkt bekommen hat. Denn diese Welt gehört nun mal allen. Punkt. 

Doch auch im Kleinen ist es nicht einfach. Wir bleiben lieber im Sessel sitzen, als hinauszugehen. 

Manchmal hat man keine Wahl. Dann muss man aufstehen. Handeln. Leben. Und am Ende ist es doch gar nicht so schlimm. Hat gar nicht weh getan :) 

Alles auf Null.