(1 Minute)

Warum muss es manchmal erst Schwarz werden, bevor man das Weiße wieder wahrnimmt?

Gestern hat mich, wie sicher viele Menschen, der Flugzeugabsturz beschäftigt ... in Gedanken kaum losgelassen ... plötzlich verbunden mit dem Schicksal der Passagiere und der Angehörigen, ohne sich je begegnet zu sein. Wer denkt nicht, wenn nun jemand, den ich kenne ... oder ich ... es wäre möglich gewesen. Es war ein ganz normaler Flug, von dem es täglich tausende gibt.

Gerade dieser plötzliche Tod vieler Mensch rüttelt uns auf, mehr als das Alltägliche um uns herum. Es weckt das Mitgefühl, vielleicht auch die Angst ... und lässt uns nachdenken, über das Schwarze, aber auch das Weiße.

Ich war so dankbar, meine Familie hier um mich zu haben, gesund und verschont. Wie oft verlieren wir diese Dankbarkeit im Alltag, im Stress, im Streit, in soviel Unwichtigem, Nichtigkeiten. 

Heute halten viele eine Minute lang inne ... für die Trauer, für die Hoffnung, für die Angst, für das Leben, für die Dankbarkeit, für die Liebe, für den Verlust, für die Verbundenheit, für den Schmerz, für das Lachen ...

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So eine Minute bräuchte man jeden Tag. Mindestens.