love + let got

Es gibt ein paar Menschen, die ich wirklich sehr mag. Meine Familie natürlich, die liebe ich, aber davon abgesehen gibt es auch Freunde, Bekannte, eben Menschen um einen herum. Vor Jahren war es mir wichtig, das irgendwie in Kategorien zu packen. Beste Freundin, bester Freund, Freundeskreis – als könnte man ein Schild auf den Menschen pappen und dann gehört er einem.

Einige Erfahrungen später weiß ich, das geht nicht.

Wenn man diese Erkenntnis hat, kann man zwei Wege einschlagen: Entweder man verschließt das Herz und lässt keinen mehr hinein, dann kann auch keiner rausfallen ... oder man öffnet sich, weit und für alle, und lernt loslassen.

Ich versuche den zweiten Weg. Ich sage bewusst versuche, denn man wird alte Muster bekanntermaßen nicht so einfach los. Loslassen ist hier immer wieder ein Thema, bei mir, im Yoga, überhaupt. Vielleicht ist es eine entscheidende Lebensaufgabe, wer weiß. Das Leben müssen wir schließlich auch irgendwann loslassen. 

Manchmal begegne ich Menschen und möchte sie immer noch festhalten. Ich schließe sie im wahrsten Sinne in mein Herz – und will sie nicht gehen lassen. Nur für den Moment. Man hat einen schönen Tag zusammen und will noch einen. 

Und wenn dann nicht das gleiche Gefühl zurückkommt oder einfach andere Dinge dazwischen kommen, dann macht mich das immer noch kurz traurig. Aber nur kurz. Denn ich will gar keinen halten, niemanden binden, sondern mich an dem freuen, was ist, und jeden seinen Weg gehen lassen. Eine schöne Übung :)