Ghee!

Seit wir in der Yoga-Ausbildung ein wunderbares Wochenende zum Thema Ayurveda bei Monique Buder hatten, die uns schöne Impulse gegeben hat, unser Leben mit den richtigen Lebensmitteln, Gewürzen und Ritualen zu bereichern, mache ich mir immer Ghee.

Ich kannte es vorher nicht, hatte nur den Namen schon gehört, aber nie probiert. Die Zubereitung klang jedoch so einfach und, obwohl es ja nach wie vor Fett ist, die positiven Eigenschaften so überzeugend, dass ich es ausprobieren musste.

Du nimmst einfach ein Päckchen Butter, lässt es bei geringer Hitze in einem kleinen Topf schmelzen und so ungefähr eine Viertelstunde leise köcheln. Man muss nicht groß umrühren, sollte aber die Butter nicht zu lange aus den Augen lassen, sonst kann das ganze anbrennen und das wäre schade. Langsam setzt sich das Milchfett ab (deutlich weiß erkennbar). Wenn die Butter langsam etwas braun wird und ein Duft von Vanille und Karamell durch die Küche zieht, dann kann alles durch ein mit einem Küchenpapier ausgelegtem Sieb in eine Schüssel gießen. Es bleibt eine goldene Flüssigkeit, die in ein sauberes, heiß ausgespültes, verschließbares Glas umgefüllt wochenlang hält. Du musst das Ghee auch nicht in den Kühlschrank stellen. Ich verwahre es im Küchenschrank, dann ist es immer schön weich (es bleibt nicht flüssig, sondern wird nach dem Abkühlen etwas fester) und bereit zum Einsatz :)

Inzwischen mache ich fast alles mit Ghee. Man kann damit gut anbraten, denn es verträgt große Hitze, aber auch Gekochtes oder Gedünstetes zum Schluss verfeinern. Ich gebe es an Gemüse, an Reis, an Nudeln und natürlich morgens an mein warmes Frühstück!

Gekauftes Ghee habe ich noch nicht getestet, aber schon von einigen gehört, dass es nicht so köstlich sein soll. Da der Aufwand wirklich gering ist – probier es einfach mal aus!