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Zum Abschluss des Pranayama-Fokus ging es diese Woche um Kapalabhati. Übersetzt wird diese Form häufig mit Schädelleuchten. Und tatsächlich finde ich, macht diese Atmung den Kopf frei, schenkt Energie und ein Gefühl von erfrischtem Denken.

Setze dich gerade hin, so dass dein Bauch und Oberkörper viel Freiraum haben (zB Fersensitz). Atme tief ein ... alles aus ... und dann halb ein, um zu beginnen. Atme stoßweise aus, indem du den Bauch fest und schnell nach innen ziehst – die Einatmung folgt automatisch durch die Entspannung des Bauches.

Atme so etwa 30 bis 50 Mal aus, dann tief aus ... tief ein ... schließe deine Augen und neige den Kopf nach unten, halte den Atem an, bis automatisch die Ausatmung kommt. 

Atme einige Male ruhig ein und aus. 

Wenn du magst, kannst du drei Runden hintereinander praktizieren. Warte nach der letzten Runde einige Atemzüge, bevor du aufstehst, und spüre in dich hinein, wie es dir geht.

Wie auch bei den Atemübungen vorher: Höre immer gut in dich hinein! Praktiziere kein Pranayama, wenn du dich unwohl fühlst, dir schwindelig ist, dir sonst etwas weh tut etc. Gehe behutsam mit dir und deiner Energiequelle, dem Atem, um. 

Eine Anmerkung noch dazu: Kapalabhati wird manchmal auch fälschlicherweise als Feueratmung umschrieben. Feueratmung bedeutet jedoch maximales Ein- und Ausatmen mit Tempo – die Einatmung erfolgt also nicht automatisch, sondern wird bewusst intensiv gemacht, manchmal sogar unterstützt durch auseinanderziehen der Nase, so dass wirklich viel Sauerstoff in dich hineingelangt. Diese Atmung bringt natürlich auch Energie und kann dich erfrischen – ABER sie kann auch sehr schnell zum Hyperventilieren und Schwindel führen! Ich würde diese Form der Atmung nur unter Anleitung praktizieren.

Egal, welche Form des Pranayama dich anspricht, atme einfach häufiger mal bewusst lang ein und aus! Das bringt schon enorm viel!