Lotusblume und Goldpunkt

Vor unserer schriftlichen Anatomie-Prüfung gab es auch die morgendliche Meditation, wie an jedem Ausbildungswochenende. Natürlich hätte an diesem Tag wohl keiner seinen Geist still halten können ... stattdessen hat Natascha mit uns eine etwas andere Form der Meditation praktiziert:

Im Fersensitz sollten wir mit geschlossenen Augen ganz langsam über mehrere Atemzüge die Arme weit zu den Seiten öffnen – und uns dabei vorstellen, dass wir alles Wissen, welches in uns steckt, vor den anderen ausbreiten, ihnen so wie einen Sommerregen zukommen lassen ... dann sollten wir die Arme wieder langsam schließen und dabei das Wissen der anderen für uns einsammeln, in uns aufnehmen. 

Wie schon angemerkt, fällt mir die bildliche Meditation zumindest als Hinführung immer etwas leichter und so kamen auch hier die Bilder wie von selbst ... aus meinem Herzen entspringt eine Blütenknospe, die in meinen Händen langsam wächst und sich öffnet, und während ich meine Arme ausbreite in viele zarte Blütenblätter zerfällt, die durch den Raum schweben und sanft auf die anderen hinabsegeln ... meine sich schließenden Arme sammeln dafür viele kleine Goldpunkte ein, wie Glühwürmchen, die sich immer mehr verdichten und in meinen Händen schließlich zu einer leuchtenden goldenen Kugel verschmelzen, die in mein Herz gleitet und mich von innen wärmt und erstrahlen lässt, mir Ruhe und Sicherheit gibt ...

Vielleicht klingt das für den einen oder anderen etwas kindlich (und ja, man kann diese Form der Meditation auch tatsächlich gut beim Kinderyoga machen), aber für mich war und ist es einfach ein sehr schönes Bild – der ganze Raum war in Gedanken erfüllt mit rosafarbenen Blütenblättern und leuchtenden Goldpunkten ...

Ich werde das mal mit meinen Erwachsenenkursen nächste Woche ausprobieren, es passt gut zum kommenden Thema:

Love, Peace & Flowers