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Yogameister

Eine neue Runde Kinderyoga. Als erstes geht es auf die Reise – nach Indien. Wir fliegen, fahren mit dem Zug, laufen, rudern, fahren Rad ... bis wir im Dschungel angekommen sind. Ganesha nimmt uns mit, schreibt Briefe von seinen Erfahrungen. Mit ihm lernen wir die Tiere des indischen Dschungels kennen, üben unsere ersten Tier-Asanas. Ich habe dazu passend ein paar Karten gestaltet – wenn wir ein paar Stunden geübt haben, bekommt jedes Kind eine davon, darf nach vorne auf meinen Platz kommen und diese Asana anleiten. So ist jeder mal Yogameister :) Und dann – wurde ein Spiel daraus ...

Es werden drei Punkte im Raum festgelegt – der Dschungel, der Berg, das Tal. Ein Kind ist Yogameister und sitzt am Rand. Alle anderen sind in der Mitte des Raumes. Wenn der Yogameister "Dschungel" ruft, rennen alle Kinder zu diesem Punkt und machen den Baum. Ebenso beim Berg und beim Tal. Der Yogameister kann aber auch Tiere rufen, dann werfen sich zum Beispiel alle auf den Boden und werden zur Kobra. Oder Heuschrecke. Oder ... Macht ein Kind ein anderes Tier oder ist zu spät dran, wird es zum Tiger und setzt sich zum Yogameister an den Rand. Dann kann der Yogameister auch rufen "Die Tiger sind los!" und die Tiger stürzen sich auf die Kinder (Oh ja, es ist ein gefährliches Spiel! Die Kinder lieben es!) – diese können sich aber schützen, in dem sie schnell zur Schildkröte werden und den Kopf einziehen. 

Ich habe mir das Spiel vor einigen Jahren als Adaption eines anderen Spieles ausgedacht und es wird nicht langweilig – jede neue Kinderyoga-Generation spielt gerne Yogameister und wir erweitern das Spiel immer um neue Asanas, zum Beispiel die Krieger, wenn diese gerade dran sind. Yoga spielerisch und dynamisch :)

Yogaaltar für Kinder

Da meine Kinderkurse im Ganztag einer Grundschule stattfinden und eineinhalb Stunden dauern, versuche ich, auch immer etwas passendes zum Basteln oder Malen mit in die Stunden einzubinden. So entstand nach und nach die Idee, mit den Kindern einen persönlichen kleinen Yogaaltar zu gestalten. Wir haben immer einen vorne bei mir stehen, wo ich Ganesha aufstelle und einen Elefanten zum Spielen, außerdem meistens eine Karte des Mudras, welches gerade dran ist, oder auch ein Bild von Shiva, je nach Inhalt der Stunde.

Im letzten Kurs habe ich mit den Kindern runde "Mandalas" gewebt, darauf haben wir eine kleine bemalte Holzscheibe gelegt, für ein Teelicht, und in der letzten Stunde haben wir kleine Stöcker gesucht, unsere Wünsche auf einen Zettel geschrieben und mit bunter Wolle umwickelt – mit sovielen Farben wie Wünschen (wer nur einen großen Wunsch hat, hat nur eine Farbe genommen :)

Es hat uns allen viel Spaß gemacht und ich werde diese Ideen in den neuen Kursen wieder aufgreifen! Ich freu mich schon!!

Ganesha auf Glückssuche

Für meinen vierwöchigen Kinderyogakurs, der tatsächlich proppevoll geworden ist, wollte ich mir natürlich etwas schönes überlegen. Generell fange ich neue Kinderkurse immer mit einer Reise nach Indien an. So ging es auch damals im Kinderyogalehrerworkshop (superlanges Wort :) los – mit Thomas ein sehr lustiges Erlebnis – und wirklich ein guter Einstieg für Yoganeulinge. Vor allem, weil man auf dieser imaginären Reise schon mal die wichtigsten Tier-Asanas kennenlernen kann – und die brauche ich am Schluss immer für mein ausgedachtes Yogameisterspiel :)

Nun aber wollte ich mit ein wenig was neues einfallen lassen, auch weil der Kurs auf vier Mal begrenzt ist und ich damit eine übersichtliche, abgeschlossene Einheit gestalten kann.

Also habe ich Ganesha, den ich mir ja so ein wenig als Logo auserkoren habe, passenderweise auf eine Reise geschickt, auf die Suche nach dem Glück.

Im ersten Teil wird der kleine traurige Elefant von seinem Papa Shiva auf die Reise geschickt, damit er endlich wieder glücklich wird. In Mumbai angekommen, fährt er weiter in den Dschungel, um dort nachzudenken und die Tiere zu fragen, denen er begegnet ... Er bekommt verschiedene Antworten auf seine Frage, was für denjenigen Glück sei – Sonne, Wild sein, Blumen, Lachen, Freundschaft.

Nach der Stunde habe ich mit den Kindern Papierperlen gebastelt. Jeder konnte auf einen Streifen Papier schreiben, was heute für ihn Glück ist – etwas, das gerade erlebt wurde, oder worauf man sich noch freut ... Aus diesem Streifen wurde dann eine Perle aufgerollt, die Botschaft bleibt somit geheim, und die fertige Perle auf ein Band gefädelt, das ich vorher für jeden mit einigen Perlen vorbereitet hatte.

Es hat uns allen soviel Spaß gemacht! Nächste Woche geht es weiter – Ganesha reitet auf seiner Maus weiter und lernt den Sonnengruß kennen :)

PS: Das Buch, das mir als Fotounterlage gedient hat, ist das wunderschön illustrierte Little Gurus von Olaf Hajek. 

Kinderyoga!

Es gibt einen neuen Schnupperkurs Kinderyoga! Für Kinder zwischen ca. 8 und 12 Jahren.

Yoga kann herausfordernd und energievoll, aber auch ruhig und entspannend sein.

Für Kinder im Grundschulalter bietet es nicht nur Bewegung, sondern wirkt auch der oft auch schon in diesem Alter einseitigen Belastung der Muskeln entgegen und stärkt darüberhinaus den Geist. Verschiedene Asanas (Körperhaltungen) werden mal eingebunden in eine Geschichte, mal fließend ineinander übergehend geübt und auch das klassische Shavasana (die Endentspannung) nach dem aktiven Teil ist ein wichtiger Fokus.

Themen wie Meditation und andere Aspekte des Yoga fließen mit ein. Zum Schluss wird Yoga nochmal spielerisch aufgegriffen und so auf einer weiteren Ebene vertieft.

Langfristig kann Yoga eine Möglichkeit sein, auch schwierigen Situation wie z.B. Prüfungen oder anstrengenden Lernphasen entspannter entgegenzutreten – mit einem besseren Körpergefühl, gestärktem Selbstbewusstsein und mehr Energie und Konzentration.

Ab dem nächsten Montag (22. Februar), halb fünf bis halb sechs, im Area 51, Lutherstraße 4, 47228 Duisburg – vier Mal, für insgesamt 26 Euro. Maximal 10 Teilnehmer (nur noch wenige Plätze frei), Anmeldung und Fragen unter katrin@hejyoga.de.

Schätze

In der aktuellen Yogastunde hatte ich von meiner Vorstellung erzählt, dass wir auf die Welt mit einem leeren Koffer kommen, verbunden mit der Lebensaufgabe, diesen mit wunderbaren Momenten zu füllen. Neben den kleinen Wort-Zetteln, die es immer am Ende der Stunde für die Ganeshabox gibt, gab es daher noch einen zweiten, für Koffernotizen …

Für meinen Koffer hatte ich gestern auch einen Schatz einzupacken – ich hatte Kinderyoga im Ganztag einer Grundschule und der Kurs ist etwas schwierig in seiner Zusammenstellung. Umso mehr bin ich immer wieder tief berührt, wenn gerade Kinder, die oft anecken und in ständiger Unruhe scheinen, mit der Zeit immer mehr zum Yoga finden und gerade auch in Shavasana eine Möglichkeit finden, endlich ruhig zu werden. Gestern also hat mich vor allem ein Junge, dem es sehr schwerfällt, sein Verhalten in Bahnen zu lenken und der daher oft andere Kinder verbal und auch körperlich angeht, sehr beeindruckt – in seiner Teilnahme, seinen Aussagen zum Thema Achtsamkeit und seiner Ruhe in Shavasana. 

Diese Erfahrung ist nicht nur ein kurzfristiger Glücksmoment, sondern erinnert mich stetig daran, wachsam und liebevoll, immer neu und ohne Vorbehalte in meine Kurse, ja, in den ganzen Tag zu gehen. 

Denn es kann immer alles wunderbar werden :) 

Yoga für Kinder und für Jugendliche

Ab Mitte August unterrichte ich einen neuen Yogakurs für Kinder und einen für Jugendliche, beide montags in Duisburg. Wer Interesse hat, kann sich hier beim OSC informieren und anmelden.

Yoga für Kinder im Grundschulalter bietet nicht nur Bewegung, sondern wirkt auch der oft auch schon in diesem Alter einseitigen Belastung der Muskeln entgegen und stärkt darüberhinaus den Geist. Verschiedene Asanas (Körperhaltungen) werden mal eingebunden in eine Geschichte, mal als Flow zur Musik geübt und auch die Entspannung nach dem aktiven Teil ist ein wichtiger Fokus. Themen wie Meditation und andere Aspekte des Yoga fließen mit ein. Zum Schluss wird Yoga nochmal spielerisch aufgegriffen und so auf einer weiteren Ebene vertieft. 

Yoga für Jugendliche (ca. zwölf bis vierzehn) ist eine gute Ergänzung zu anderen Sportarten (nicht zuletzt ist Yoga Teil des Trainingsplans unserer Fußballnationalmannschaft!). Yoga kann herausfordernd und energievoll sein, aber auch ruhig und entspannend. Beide Seiten werden hier aufgegriffen und die verschiedenen Asanas (Körperhaltungen) zur Musik geübt und vertieft. Langfristig kann Yoga eine Möglichkeit sein, auch schwierigen Situation wie z.B. Prüfungen oder anstrengenden Lernphasen entspannter entgegenzutreten – mit einem besseren Körpergefühl, gestärktem Selbstbewusstsein und mehr Energie.

Kinderyoga

... womit es begann. Eine Ausbildung zum Yogalehrer ist nicht nur eine Wunsch-, sondern auch eine Preisfrage. Das war mit ein Grund, warum ich mich damals erst für die Ausbildung zur Kinderyogalehrerin entschieden hatte.

Eine wichtige Info dazu an dieser Stelle mal so eingeschoben: Unabhängig, ob man Erwachsene oder Kinder unterrichten möchte, gibt es zur Zeit hier keine Verpflichtung, ein Yoga-Zertifikat zu erwerben. Mit anderen Worten, jeder kann sich Yogalehrer nennen. Ich finde das ehrlich gesagt schwierig und zum Teil sicher auch wenig verantwortungsvoll, wenn man sieht, wie intensiv die Arbeit mit den Schülern sein kann. (Daher sollte jeder, der Yoga-Unterricht nehmen möchte, sich überlegen, wie wichtig ihm die Ausbildung seines Lehrers ist und ggf. nach einen Zertifikat fragen.)

Für mich wäre es nicht in Frage gekommen, Yoga ohne Ausbildung zu unterrichten. Für Kinderyoga gibt es unterschiedliche Angebote, meistens über zwei oder drei Wochenenden. Ich habe mich damals mit einer Freundin für das Seminar bei Thomas Bannenberg entschieden, der auf diesem Gebiet sehr bekannt ist und diese Ausbildung unter anderem in Düsseldorf anbietet. 

Vorab hatte ich ein wenig die Befürchtung, es würde sehr esotherisch, warum auch immer ich das dachte, und sicher irgendwie "weichgespült", weil es ja für Kinder sein sollte ... umso mehr hat mich der Workshop überrascht. Es war vor allem erstmal einfach nur lustig! Selten habe ich soviel gelacht, wie an diesen beiden Wochenenden – und dabei wirklich viel gelernt.

Auch wenn sich mein Kinderyoga-Unterricht inzwischen weiterentwickelt hat und zu einer eigenständige Sachen geworden ist, mehr beeinflusst von Musik, Ritualen und Elementen aus dem Erwachsenenyoga ... (was ja sicher auch das Ziel ist, so eine Ausbildung kann immer nur Initiator sein) ... hat Thomas, der ein großartiger Lehrer ist, eine sehr gute Grundlage vermittelt und damit die Basis für diese Weiterentwicklung geschaffen!

Ein Buch, das ich ab und zu mal in den Unterricht mitnehme, ist "Yoga mit Babar", meinem geliebten Elefanten aus der Kindheit :) Babar macht hier eigentlich alle wichtigen Asanas vor, das ganze wird in eine kleine Geschichte eingebunden und am Ende sieht man die Elefantenfamilie auf ihren Reisen auch unterwegs Yoga machen – Yoga in New York, sage ich nur :)