sthirasukhamasanam

Die zweite Kriegerrunde basierte auf diesem Zitat aus dem Yogasutra nach Pantajali, der Bibel des Yoga sozusagen :) Gut, wir wissen ja, Yoga ist keine Religion, aber eben doch eine sehr alte Philosophie, die auch ihre schriftlichen Wurzeln hat. Pantajali werden diese zusammengefassten Sutren zugeschrieben, die den achtgliedrigen Pfad des Yoga zur Erleuchtung beschreiben. Konkrete Asanas findet man darin allerdings nicht, wohl aber Anweisungen, wie diese zu sein haben, nämlich shira und skuha!

Übersetzt würde das heißen:

Die ideale Haltung ist stabil und leicht zugleich. (YS 2.46)

sthira bedeutet soviel wie fest, stabil, verwurzelt – sukha dagegen leicht, wohlgefallend.

Auch wenn sich das Sutra wahrscheinlich hauptsächlich auf den (Meditations-)Sitz bezieht, kann man sich gerade bei den Kriegerpositionen diese Eigenschaften gut vorstellen: Ein fester Stand ist wichtig, der Aufbau von den Füßen aus, verwurzelt, Stabilität über den gesamten Körper, aber eben gleichzeitig keine verkrampfte Haltung, sondern ein offenes, freies und friedvolles Herz. 

Nicht so einfach, gebe ich zu. Für viele scheinen gerade die Krieger eine Herausforderung zu sein. Aber auch darum fand ich dieses Sutra so passend: Nicht aufzugeben, immer wieder den Stand zu überprüfen, die Haltung noch stabiler zu gestalten – und dabei das Lächeln nicht zu vergessen!