Man kann nicht immer ein Superheld sein ...

Es gibt Tage, da schafft man alles. Die Arbeit, die Familie, das Leben – kein Problem. Alles läuft wie am Schnürchen, macht gute Laune und am Abend denkt man: Was packen wir jetzt noch an?! Man fühlt sich fast wie ein Superheld, jede Aufgabe eine Leichtigkeit und am Ende steht man strahlend über dem grandiosen Werk.

Dann wieder ist schon das Aufstehen zuviel. Brote schmieren, Kaffee kochen, Hektik bricht aus, man vergisst die Hälfte, kommt zu spät und kann nur an den Berg Arbeit denken, der noch wartet. Wie soll man das nur alles schaffen?

Gestern war so ein Tag. Das Wetter hat sein übriges getan, die Müdigkeit, und das Wissen, dass es in den nächsten Tagen, vielleicht Wochen nicht weniger wird ... puh, nicht einfach, immer ein Superheld zu sein. 

(Ausschnitt Batman und Robin, Comic)

Wie gut, wenn man an so einem Tag Yoga unterrichten darf. Es fiel mir dieses Mal wirklich schwer, mich aufzuraffen – dabei freue ich mich sonst jedes Mal schon vorher so sehr darauf. Aber in den letzten Wochen waren immer einige krank, ich hatte das Gefühl, das aktuelle Thema läuft irgendwie schleppend, es fehlte der Schwung, die gewünschte Frische und Klarheit. 

Also Konzept kurzerhand umgeschmissen, statt Ruhe mehr Intensität, statt Entspannung mehr Energie, statt Schwermütigkeit doch gute Laune. Und – es hat funktioniert!! Zuhause dachte ich, und, was packen wir jetzt noch an?!

Yoga kann sovieles ... auch Superhelden wieder aufbauen :)