La La Land

Ich bin nicht wirklich ein Musicalfan. Ich mag zwar "Hair" und "Jesus Christ Superstar", die alten Sachen halt, aber das war es dann auch schon fast. Mir kommt es auch so vor, als wenn es sich immer und immer wiederholt, die lachenden Gesichter, die gleichen Tanzschritte, die aufputschende Musik, in einem Höhepunkt gipfelnd ... genauso fängt eigentlich La La Land an. Stau in Los Angeles, plötzlich steigen die Menschen aus ihren Autos, fangen an zu singen, zu tanzen, natürlich auch auf den Autodächern, alle sind total gut drauf, ... und ich fand es wunderbar. Der Regisseur, Damien Chazelle, auf dessen Konto schon der großartige Film Whiplash geht, beschreibt sein neustes Werk als ein Treffen zwischen Gene Kelly und Thelonious Monk – das trifft es ziemlich gut.

Es ist ein wenig Magie, Sternefunkeln, Leichtigkeit und auch Traurigkeit in diesem Film. Man fühlt sich inspiriert, auch wenn man nicht spontan Jazzpianist oder Schauspieler werden will. Und doch lässt der Film den Glauben an die Kreativität, an die Liebe, auch wenn sie vielleicht kein Happy End haben mag, an die eigenen Stärken und Träume, egal, ob die Welt sie mitfeiert, und ein Lächeln am Ende.

Man möchte den Kinosaal mit einem leichten Tanzschritt verlassen, kann sich einfach nicht aufregen, über trödelnde Menschen in der Schlange, und würde sich nicht wundern, wenn alle singend nach Hause gingen.

Der Soundtrack läuft bereits in meinem Auto und da kann ich laut mitsingen. Hört ja keiner :)