S V A D H I S T H A N A

Fließen kann etwas wunderschönes sein. Nicht nur im Yoga suchen wir den Flow, auch in anderen Bereichen spricht man davon, wenn unsere Tätigkeit im perfekten Rhythmus läuft und wir uns optimal gefordert fühlen, gut fühlen, im Einklang mit unserem Handeln, unserem Sein sind ...

Diese ständige Transformation ist aber oft unerwünscht, wenn der Ist-Zustand doch gerade so schön ist, dass wir alles festhalten wollen. Festhalten ist überhaupt das Stichwort – wir wollen alles erreichen, wir wollen besitzen und wir wollen es nicht wieder abgeben.

Zu aktzeptieren, dass nichts für die Ewigkeit ist – eben auch unser Leben nicht – fällt vielen schwer. Unsere Gesellschaft, die gewisse Lebenssituationen als ideal, als Standards ansieht, die das Altern am liebsten ignorieren würde und alles, was nicht dem perfekten Bild entspricht, gerne hinterm Vorhang verschwinden lässt, trägt ihr übriges dazu bei, dass wir das eigentlich Natürliche kaum mehr aktzeptieren können. 

Wir wollen in den Lauf der Dinge eingreifen, haben vielleicht tatsächlich kurzzeitig ein Gefühl von Macht, und müssen am Ende doch erkennen, dass die Natur stärker ist. Ich denke, je früher wir uns damit auseinandersetzen und diese gegebenen Dinge nicht als negativ betiteln, sondern mit einem Lächeln und Dankbarkeit dem Leben entgegentreten, desto entspannter können wir letztendlich sein und uns mehr dem Lebens-Flow hingeben :)

Sich dem zu öffnen und hinzugeben, dafür stehen die Vorbeugen und Hüftöffner im Yoga, und so wird diese Stunde einige meiner Lieblingsasanas zu einem Flow verbinden und wir werden vielleicht wenigstens für den Moment das sich Fügen in einen vorgegebenen Rhythmus als wunderbar empfinden! 

to let myself go * to let myself flow * is the only way of being (Ane Brun)