Unbedingt Yogalehrer?

Das Thema habe ich schon auf einigen Seiten gelesen und mich auch gefragt vor der Ausbildung – muss ich unbedingt Yogalehrer werden? Und währenddessen und danach – müssen all die anderen auch unbedingt Yogalehrer werden? Man bekommt manchmal den Eindruck, es könnte bald mehr Lehrer als Schüler geben :)

Für mich war die Antwort allerdings klar – ich wollte nicht nur mehr über Yoga lernen, ich wollte es auch unbedingt weitergeben. Ich stehe sehr gerne da vorne, denk mir Stunden aus, bin für meine Schüler da und gebe alles, was ich in diesem Moment zu geben habe. 

Es gibt andere, da ist von vorneherein klar, dass sie nicht unterrichten werden. Warum dann eine Ausbildung? Weil man wohl kaum woanders in so kurzer Zeit soviel lernt. Die Ausbildung ist sehr vielfältig gewesen, umfasste Yogastunden, praktisch und theoretisch, Anatomie, Philosophie, Pranayama, Meditation, Ayurveda und vieles mehr. Wissen, das mich nicht nur zum Yogalehrer gemacht, sondern auch zu neuem Denken bewegt, meine Ansichten aufgefrischt, Wege freigemacht. Es war eine prägende Erfahrung, egal ob nur für mich oder für meinen Unterricht.

Bei den vielen Ausbildungsangeboten geht es sicher auch ein wenig um das Geld. Die Studios wollen überleben und Ausbildungen und Retreats sind da sicher lukrativer als einzelne Kurse. Aber ich fand jeden einzelnen Cent richtig investiert!

Und was, wenn es tatsächlich zuviele Lehrer werden? 

Ich denke, Yogalehrer wird man ja nicht, um reich zu werden – es ist schon eine Passion und eine Mission. Wenn man mit Herz und Seele dabei ist, dann wird es wohl auch immer Schüler geben, die das gerne von dir annehmen. 

Yoga ist nichts, was ein Geheimnis bleiben sollte (so wie in den Ursprüngen!). Yoga ist für alle da!

Es kann ja auch nicht zuviele Blumen geben ... :)