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Was ein Yogalehrer immer dabei hat ...

In den ersten Yogastunden (als Lehrer) habe ich immer das Gefühl gehabt, ich bräuchte einen kleinen Transporter. Yogamatten für die Schüler, verschiedenes für den Altar, ein Hefter mit Notizen, der Stunde und noch ein paar Ideen für den Notfall (welcher das auch immer sein sollte, aber am Anfang war ich so aufgeregt, dass ich immer irgendeine Basicstunde in petto haben musste ...), Lotion ... und dazu natürlich noch so der allgemeine Kram (Taschentuch, Wasser, Hustenbonbons ...).

Das ist natürlich auch vor allem ein Problem, wenn man kein festes Yogastudio hat, sondern einen freien Raum, der auch für anderes genutzt wird und man damit immer wieder alles einpacken muss. Inzwischen haben alle meine Schüler eigene Yogamatten und ich habe mehr herausgefunden, was ich eigentlich brauche.

Bis vor wenigen Wochen habe ich meine Stunden immer noch stundenlang in den Rechner getippt, alles schön farblich aufbereitet (da kommt der Grafikdesigner in mir durch und kann nicht anders :), was mich Stunden gekostet hat. Denn wenn etwas fein säuberlich auf dem Papier steht, dann will man (oder zumindest ich) es auch perfekt haben. Mal abgesehen vom Umweltaspekt des Ausdruckens wollte ich mich einfach mehr reduzieren. 

Eine Stunde zu unterrichten, ist für mich nach eineinhalb Jahren Erfahrung nicht mehr so kompliziert. Natürlich gibt es Unmengen an erfahreneren Lehrern und wenn man einen besonderen Fokus angehen möchte, dann kann man das auch nicht aus dem Ärmel schütteln, aber zumindest eine solide Basic-Vinyasastunde bekomme ich ohne Vorbereitung hin. 

Nun mache ich mir aber dennoch ziemlich viel und gerne Gedanken über den Inhalt meiner Stunden. Denn Yoga ist eben nicht immer gleich, nicht einmal gelernt und gut, sondern unendlich facettenreich und das möchte ich auch meinen Schülern vermitteln (ganz abgesehen davon, dass ich dabei selbstverständlich auch mich ständig weiterbilde und entwickle!). 

Darum gab es gegen Ende des Jahres den Plan, nur noch ein Notizbuch zu führen. Und eine sehr, sehr liebe Freundin hat mir eins geschenkt (und dann noch genau das, welches ich mir selbst auch ausgesucht hätte!!). Es ist nun mein ständiger Begleiter, jede Idee wird notiert, die Stunden mehr oder weniger ausführlich aufgeschrieben, hin und wieder auch ein Yoga Woman skizziert und natürlich auch die Zettel eingeklebt, die ich immer noch gestalte und verteile für die Ganeshabox! (In der entspannten Stunde letztens hatte ich tatsächlich mal keinen Zettel – das wurde direkt angemerkt :) Werde ich also nicht mehr wagen, ohne zu kommen ... :)

Außer dem Buch habe ich Creme dabei – Kampfer für den Start, Lavendel-Orange (oder nächste Stunde mal meinen Favoriten Eukalyptus-Rosmarin zum Testen). Auch diese beiden dürfen nicht fehlen – wer verzichtet schon gerne auf etwas Feuer zu Beginn und eine entspannende Massage in Shavasana!

Dazu kommt noch der Altar, denn gerade, weil es der Raum kein spezieller Yogaraum ist, finde ich, muss ein wenig Zauber mit einziehen. Was da alles mit auf die Reise kommt, zeig ich demnächst.