11 * Fragen : Danica Dorawa

Wer bist du?
Danica, 34. Mit dem Yogaloft Dinslaken habe ich Anfang diesen Jahres ein kleines Vinyasa-Studio in meiner Heimatstadt Dinslaken eröffnet. 

* Wie kam Yoga in dein Leben? Warum lässt es dich nicht mehr los?
Eigentlich ganz unspektakulär, der übliche 10er-Einsteigerkurs irgendwo in einem Seminarraum. Schon hier aber spürte ich, irgendwas war anders. Dann die erste Studio-Erfahrung, das erste OM… Das war kein "ich geh mal zum eben zum Sport", da passierte viel mehr. Da war zwischen Hingehen, üben und Savasana irgendwas anders mit mir. Da war mehr von mir in der Zeit. Und als ich das dann begriffen hatte, ließ Yoga mich nicht mehr los. 

* Welche Asana ist dein persönlicher Peak Point – entweder eine, die du besonders gerne machst oder vielleicht eine, die du noch erreichen möchtest ... ?
Die Frage nach der Lieblingsasana habe ich mir auch schon oft gestellt – und irgendwie kann ich sie nicht beantworten. Es gibt die Herzöffnertage und die Vorbeugemomente, es gibt mal mehr Drang nach Anspannung, mal mehr nach Loslassen. Schwer, sich festzulegen. Aber Dinge auf den Kopf stellen macht immer Spaß, der Kopfstand fühlt sich großartig an. Und der länger freigestandene Handstand ist schon ein Ziel … 

* "Ich packe meinen Koffer" – welche drei Dinge abgesehen vom Notwendigen nimmst du mit auf die Insel? Ist die Insel einsam?
Dann nicht viel, denn da genieße ich nur kurz und möchte schnell wieder weg . Ich bin ein Ruhrgebietskind und Andock- , Auf- und Abfahrmöglichkeiten in nächster Nähe gewohnt. Endlose Weite finde ich nur bedingt attraktiv :-). 

* "Three Songs I love" – deine aktuelle Musik oder alltime-faves für Intro, Flow, Shavasana ... oder einfach so ...?
(Aktuelle) Yoga-Favorites: : Anne van de Water: Shiva Shambo, Hang Massive: Once Again, Marti Nikko & DJ Drez: Maha Yogi 

* Ein Mantra, dass du gerne hörst, singst, meditierst?
Shiva Shambo. Shiva begleitet mich seit ich Yoga übe. Shiva, der Stillstand verhindert, der Neues erschafft. Ein Mantra, das mir Mut macht, Energie gibt, das Rad weiter dreht. 

* Nach einem besonders stressigen Tag – dein Kurzprogramm zum Runterkommen?
Es geht leider nicht immer, aber wenn es Yoga sein darf, dann: kurzer, spontaner Flow zu der Musik, die an dem Tag nötig ist. Im Winter: Kerzen an, im Sommer ein Räucherstäbchen und frische Abendluft. 

* Was inspiriert dich – für dein Yoga, dein Leben?
Neugier. Und zwar nicht in einem indiskreten, unangemessenen Sinne, sondern als positive, unaufdringliche "Gier für Neues". Ausprobieren, (kennen)lernen, offen sein. Tradition. Als Yogi fasziniert mich die jahrtausende überlieferte Lehre, die Lehrer-zu-Lehrer-zu-Lehrer Wissensweitergabe, den immerwährenden Kern und die bleibende Gültigkeit der alten Schriften. Mich als Übende als Teil dieser Tradition fühlen zu dürfen, ist eine Ehre, nie eine Selbstverständlichkeit. Menschen mit Rückgrat, mit Mut, mit Gleichmut. 

* Wenn du dich in der Meditation an einen Wunschort beamen könntest, welcher wäre das?
Kein Ort, sondern ein Zustand: Die Stille, mein Ich, das pure Selbst. Den Ort drumherum nicht mehr wahrnehmen, im tiefsten Inneren angekommen sein. 

* Die Yogawelt ist inzwischen voll von den verschiedensten Hypes – was ist für dich im Yoga wirklich wichtig?
Dogma-Freiheit und Individualität. Aber bitte: Yoga noch Yoga sein lassen. 

* "Love, Love, Love" – ein Wort, Satz, Spruch zum Schluss?
"…denn ich schulde der Welt das Lächeln in meinen Augen!"

 

hejyoga sagt: