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11 * Fragen : Natascha Kießler

* Wer bist du?
Mein Name ist Natascha, ich unterrichte mit viel Leidenschaft Yoga in meinem Studio CoolYoga in Dortmund und mache dort außerdem noch das, was mir am meisten ans Herz gewachsen ist: YogalehrerInnen ausbilden. Es ist immer wieder spannend, aufregend und überraschend, Menschen auf dem Weg zum Yogalehrer zu begleiten. Was ich mir noch wünsche, sind mehr Männer auf der Matte ;-). *

Wie kam Yoga in dein Leben? Warum lässt es dich nicht mehr los?
Ich habe mein Leben lang Sport getrieben und bin früher viel Mountainbike gefahren. Darüber bin ich im Fintess-Studio zu Yoga gekommen: nach dem Spinningkurs fand immer der Yogakurs statt und eines Tages bin ich geblieben. Yoga ist für mich ein Weg, durch die Arbeit mit dem Körper dein Leben zu verändern. Denn das tut Yoga tatsächlich, es verändert die Sicht auf dich selbst, deine Mitmenschen, deine Umwelt. Für mich ist das ein Weg zu mehr Freiheit. Und es ist schön, dass in Yoga viel Bewegung steckt, denn Bewegung ist nach wie vor etwas, was mir viel Spaß macht. 

* Welche Asana ist dein persönlicher Peak Point – entweder eine, die du besonders gerne machst oder vielleicht eine, die du noch erreichen möchtest …?
Puh, schwierige Frage. Ich mag Armbalancen sehr, bin aber nach wie vor ein bisschen ängstlich was Umkehrpositionen im Raum angeht. Es wäre schön, da noch etwas mehr Freiheit von der Wand oder dem Hilfesteller in die Praxis zu bringen. Und ich liebe savasana ;-) 

* "Ich packe meinen Koffer" – welche drei Dinge abgesehen vom Notwendigen nimmst du mit auf die Insel?
Ich hoffe auf der Insel gibt es Berge und Schnee, deswegen packe ich auf jeden Fall ein fettes Paar Ski ein, meinen Partner Andreas (mit dem ich am liebsten zum Skifahren gehe) und jede Menge Bücher. 

* "Three Songs I love" – deine aktuelle Musik oder alltime-faves für Intro, Flow, Shavasana ... oder einfach so ...?
Ganz aktuell starte ich gerne mit „stay with me“ vom Vitamin String Quartett, liebe „Do you remember“ von Jarryd James für den Flow, ich bin schon immer ein „nothing else matters“ Fan für savasana gewesen. 

* Ein Mantra, dass du gerne hörst, singst, meditierst?
Das ist sehr stimmungsabhängig, ich mag das Gayatri Mantra….meditiere aber immer ohne Mantra. 

* Nach einem besonders stressigen Tag – dein Kurzprogramm zum Runterkommen?
Für mich geht es dann erstmal mit einem Buch auf die Couch und später auf die Yogamatte. Hier liebe ich intensive Hüftöffner, die lassen mich tief in meinen Atem kommen und beamen mich so richtig schön runter. 

* Was inspiriert dich – für dein Yoga, dein Leben?
Menschen, die vor Lebenslust sprühen, sich nie unterkriegen lassen und vor Leidenschaft für das was sie tun strahlen. Davon gibt es zum Glück eine ganze Menge und das versuche ich auch zu leben. 

* Wenn du dich in der Meditation an einen Wunschort beamen könntest, welcher wäre das?
Das ist einfach, immer in die Berge. Da habe ich viele Lieblingsorte. 

* Die Yogawelt ist inzwischen voll von den verschiedensten Hypes – was ist für dich im Yoga wirklich wichtig?
Atmen. 

* "Love, Love, Love" – ein Wort, Satz, Spruch zum Schluss?
Freiheit

Liebe Natascha, vielen Dank für dieses Interview – und vor allem dafür, dass du meine Yogalehrerin in der Ausbildung warst. Ich liebe deine Stundenkonzepte und vor allem deine Playlists :) Yogalehrer auszubilden ist auf jeden Fall dein Ding! Bleib weiter so fordernd und frisch und liebevoll. Danke <3

11 * Fragen : Sina Roosen

* Wer bist du?
Ich bin Sina, 34 Jahre, liebe, lebe und lache in Dortmund. Meine Yoga Homebase ist das Cool Yoga Studio.

* Wie kam Yoga in dein Leben? Warum lässt es dich nicht mehr los?
Vor vielen, vielen Jahren (2007), als Cool Yoga eröffnet hat, hat mein damaliger Freund mich dort mit hingeschleppt. Er hatte schon länger ein Vinyasa Yoga Studio gesucht, was aber damals noch nicht so verbreitet war. Ich glaube, ich habe in meinem Leben selten so geschwitzt und gekeucht wie in dieser ersten Stunde meines Yogawegs. Aber ich fand es wundervoll. Diese Mischung aus Anspannung und Entspannung. Sich selbst wahrnehmen, beobachten, über sich lachen, Grenzen verschieben – herrlich. Seit dem bin ich angefixt.

* Was genau ist Yin Yoga?
Im Yin Yoga werden die Asanas länger (3–5 Minuten) und ohne Muskelkraft gehalten. Hier geht es darum tiefer liegende Körperschichten wie zB die Faszien zu dehnen und den Bewegungsspielraum der Gelenke wieder zu erweitern. Diese ruhigen Klassen laden ein, nach innen zu schauen und sich selbst auf eine ganz besondere Art und Weise zu begegnen. Mein Lehrer Paul Grilley hat mit seiner Frau Suzee sicherlich sehr zur Popularität des Yin Yoga beigetragen. Diesen Stil gibt es aber schon seit Ewigkeiten, wenn auch nicht unter dem Namen Yin Yoga. 

* Was ist für dich persönlich das Besondere an dieser Yoga-Richtung?
Ich habe den Eindruck: je älter ich werde, desto dringender brauche ich diese Dehnung und Öffnung. Außerdem erdet diese Praxis sehr. 

* Welche Musik spielst du gerne zu einer Yin Yoga Stunde? Oder bleibst du dort lieber in Stille? Wenn ich Musik spiele, dann gerne ruhige oder klassische Sachen von David Darling oder Olafur Arnalds. Die Stille kann aber gerade hier auch besonders reizvoll sein. 

* Welche Asana ist dein persönlicher Peak Point – entweder eine, die du besonders gerne machst oder vielleicht eine, die du noch erreichen möchtest … ?
Ich liebe den Handstand. Je nach körperlicher Verfassung ist er echt eine Herausforderung für mich und ihn irgendwann frei im Raum zu stehen, fänd ich schon knorke. 

* Ein Mantra, dass du gerne hörst, singst, meditierst?
Ich liebe das Gayatri Mantra in allen erdenklichen Variationen. 

* Nach einem besonders stressigen Tag – dein Kurzprogramm zum Runterkommen?
Passive Rückbeugen und Umkehrpositionen 

* Was inspiriert dich – für dein Yoga, dein Leben?
Ich lese gerne Bücher zum Thema Buddhismus. Reisen und neues Lernen ist Inspiration pur. 

* Wenn du dich in der Meditation an einen Wunschort beamen könntest, welcher wäre das?
Wenn ich meditiere, stelle ich mir oft vor, wie ich auf einem schönen Felsvorsprung in den Bergen sitze und die Weite schaue. 

* "Love, Love, Love" – ein Wort, Satz, Spruch zum Schluss?
Hallo. Hier ist das Leben. Du brauchst dir heute keine Sorgen zu machen. Entspann dich. Mach dir einen schönen Tag. Ich kümmere mich um alles.

Sina war eine meiner Lehrerinnen in der Yoga-Ausbildung. Bei ihr hatte ich meine erste Yin Yogastunde und sie hatte in manch kräftezehrenden, emotionalen Momenten immer ein aufbauendes Wort. Sina hat so eine wunderbar liebe Ausstrahlung – ein Mensch, bei dem man sich einfach wohlfühlen und sein kann, wie man ist. Danke, Sina <3

11 * Fragen : Yopi

* Wer bist du?
Yopi, bürgerlich Jost Ehrhardt, Alter: 42. "Yopi" ist mein Spitzname seit der Jugendzeit und irgenwann auch mein Künstlername geworden. Seit einem längeren Frankreich-Aufenthalt habe ich mir angewöhnt, das mit "Y" zu schreiben, weil die Franzosen das "J" immer anders aussprechen. Ich leite seit 8 Jahren Mantra-Singkreise. Erst in Köln, wo ich einen wöchentlichen Singkreis habe, und seit ein paar Jahren auch darüber hinaus auch regelmäßig in ganz NRW, in Berlin, Freiburg, Leipzig, Amsterdam und auf internationalen Yoga-Festivals wie der Barcelona Yoga Conference oder dem Bliss Beat in Italien. In Deutschland freue ich mich in diesem Jahr auch bei der Cologne Yoga Conference, dem Yoga Vidya Musikfestival, dem Bhakti Yoga Sommer und dem Yogafestival Berlin zu spielen. Neben den musikalischen Aktivitäten im Yoga-/Kirtan-Bereich spiele ich auch auf Nächten der Spirituellen Lieder in Kirchen. Bevor ich mich ganz der spirituellen Musik verschrieben habe, war ich viel mit meiner Folk-Reggaeband Consenso unterwegs. Nun freut mich umso mehr, dass ich mit meinem neuen Album "Earth My Body" diese beiden Pfade verknüpfen konnte, und mit meinen alten Mitmusikern, sowie mit anderen tollen Musikern, wie u.a. Philipp Stegmüller, Maria Garcia Lora und Lenka Petrovicova einige Bhajans und spirituelle Weltmusik in ungewohnter und teils tanzbarer Weise vertonen konnte!

* Wie kamst du zum Kirtan? Warum lässt es euch nicht mehr los?
Für mich persönlich habe ich herausgefunden, dass ein schöner intensiver Singkreis viel befriedigender und wertvoller ist, als ein Auftritt im Rampenlicht einer Bühne. Als "Frontmann" meiner Band habe ich auf vielen Bühnen gestanden und wir sind oft vor sehr vielen Menschen aufgetreten. Doch hinterher, wenn der Applaus vorbei war und sich das Adrenalin im Körper abgebaut hat, habe ich mich manchmal leer gefühlt. Ich liebe es, mit Menschen zu singen und Menschen zum Singen- und durch die Musik in Kontakt mit ihren Gefühlen zu bringen. Beim Kirtan-Singen geht es für mich nicht darum, Menschen zu unterhalten und eine "Show" zu liefern, sondern auf eine tiefe und einfache Art und Weise dem Göttlichen über alle konfessionellen Grenzen hinaus zu huldigen. Menschen über den gemeinsamen Gesang zu verbinden, das macht mich glücklich! Ich habe über Rainbow-Gatherings zum Yoga und zum Kirtan- und Bhajan-Singen gefunden. Dort am Lagerfeuer habe ich auch Philipp und Joachim (der früher bei uns gespielt hat, als wir noch "JayJayJay" waren, kennen gelernt. Rainbow-Gatherings finden an unterschiedlichen Orten im Sommer in freier Natur statt und sind auch sonst ziemlich frei: Kein Eintritt, kein Programm, kein Strom und nur einige wenige Regeln. Dort fließt einiges aus ganz vielen unterschiedlichen Kulturen zusammen und es wird sehr viel gesungen.

* "Ich packe meinen Koffer" – welche drei Dinge abgesehen vom Notwendigen nimmst du mit auf jede Reise?
Gitarre, Kapodaster, Liederbuch

* Welche Rolle spielt Yoga in deinem Leben?
Abgesehen vom Bhakti Yoga, zu dem ich ja oben schon viel geschrieben habe, merke ich, wie wichtig es ist, mit einer morgendlichen Yogasequenz Körper und Seele in Gleichklang zu bringen. Es wirkt Wunder in vielen Bereichen und hilft mir auch gegen meine Rückenprobleme. 

* "Three Songs I love" – abgesehen von deiner eigenen Musik, welche hörst und liebst du?
Groundation: Live it up, Shimshai: Cunaq, Jai Uttal: Hari Guna Gao 

* Gibt es ein Mantra, das dir besonders wichtig ist?
Es gibt sehr viele kraftvolle Mantras, die mir wichtig sind. Der blaue Medizinbuddha "Teyata Om Bekandze Bekandze Maha Bekandze Radsa Samud Gate Soha" ist eines, was mich immer sehr tief in Kontakt mit meinen Gefühlen bringt. 

* Was inspiriert dich – für deine Musik, dein Leben?
Ganz unterschiedliche Dinge. Andere Menschen, andere Musiker. Begegnungen, eine Wanderung in der Natur. 

* Wenn du dich per Meditation an einen Wunschort beamen könntest, welcher wäre das?
Die heißen Quellen von St. Thomas les Bains: ein magischer, wilder Ort in den französischen Pyrenäen mit heißen Bassins mitten im Wald, wo man stundenlang drin liegen kann. 

* Die Yogawelt und auch die Musik sind heute voller Hypes – was ist für dich wirklich wichtig?
Offen gestanden verfolge ich diese Hypes gar nicht so sehr, merke aber gelegentlich, dass das "spirituelle Ego" etwas ist, vor dem auch so mancher Yogi und auch Kirtan-Musiker sich in Acht nehmen muss. Wichtig ist mir Offenheit, Bescheidenheit, Bewusstheit, Ehrlichkeit und Erdverbundenheit, denn wir sind alle nur Gast in diesem Leben und sozusagen "auf der Durchreise". So: let´s stay humble! 

* "Love, Love, Love" – ein Wort, Satz, Spruch zum Schluss?
"Be your own Guru!"

Bei der Yoga Conference durfte ich an einem Workshop von Yopi und Philipp, zusammen JayJay, teilnehmen und die Magie des gemeinsamen Singens hat uns alles erfasst. Ein schlichtes OM, immer wieder neu angestimmt, jeder in seiner Tonlage, nach seinem Atem ... wunderschön und ein einmaliges Erlebnis. Danke, Yopi, für deine Antworten und diese Stunde!

11 * Fragen : David Lurey

* Who are you?
David Lurey. American born (1973) with long reaching branches and now based in Palma de Mallorca as the perfect Yogi Hide-away.

* How Yoga came into your life?
While working at a corporate hotel as a manager and an employee said he needed a beginner for a practice test in his teacher training!

* Why is it still there?
Because I am (still here) .

* "Packing my suitcase" – three things you won't miss on a journey?
Hair conditioner, tongue scraper & Floww (anti-radio wave / grounding device) 

* "Three songs I love" – your current music or alltime faves for Intro, Flow, Shavasana ... or generally …?
Anything by Kareem Raîhani, Jai Uttal, Praful, and … Roots Reggae, Hippy Folk or songs with inspiring words & melody. My most recent release has 
those :)

* A mantra that you like to listen to, sing oder meditate?
When I sing kirtan is mostly when mantra is present with me … and that changes often based on my moods. But I always find time for: Thank you. I Love you. 

* After a stressful day – your short program for calming down?
Yin Yoga at home after something warm & yummy to eat. 

* What inspires you – for your yoga, your life?
My family, my teachers, my students and a deep burning inside to inspire health and vitality in the world that seems to keep burning strongly. 

* If meditation could beam you to special place, what would it be?
The land of Rainbow’s & Unicorns, of course! 

* The yoga world is now full of various hypes – what is really important for you about yoga?
That it keeps the balance in the practice as well as in life. Asana practice is required, but not to rigid extremes. Meditation and Mindfulness must be present with the intention that they support life and have Joy present when there is effort. Also, that the teaching come from an authentic place of personal experience on and off the mat for what is being taught … for teachers to realize we are just supporting our students in awakening themselves and not to take "too much" credit for guiding people towards healing themselves. 

* "Love, love, love" – a word, sentence, poem at the end?
We are all made of star dust.

Regenbögen, Einhörner und Sternenstaub ... passender konnte das Interview mit David nicht sein :) Ich fand es sehr lieb, dass er sich die Zeit trotz vielen Terminen genommen hat, meine nicht wenigen Fragen zu beantworten und wer mehr über diesen sympathischen Mann und wunderbaren Sänger erfahren möchte, kann auf seiner Internetseite findbalance stöbern! Danke, David!

11 * Fragen : Danica Dorawa

Wer bist du?
Danica, 34. Mit dem Yogaloft Dinslaken habe ich Anfang diesen Jahres ein kleines Vinyasa-Studio in meiner Heimatstadt Dinslaken eröffnet. 

* Wie kam Yoga in dein Leben? Warum lässt es dich nicht mehr los?
Eigentlich ganz unspektakulär, der übliche 10er-Einsteigerkurs irgendwo in einem Seminarraum. Schon hier aber spürte ich, irgendwas war anders. Dann die erste Studio-Erfahrung, das erste OM… Das war kein "ich geh mal zum eben zum Sport", da passierte viel mehr. Da war zwischen Hingehen, üben und Savasana irgendwas anders mit mir. Da war mehr von mir in der Zeit. Und als ich das dann begriffen hatte, ließ Yoga mich nicht mehr los. 

* Welche Asana ist dein persönlicher Peak Point – entweder eine, die du besonders gerne machst oder vielleicht eine, die du noch erreichen möchtest ... ?
Die Frage nach der Lieblingsasana habe ich mir auch schon oft gestellt – und irgendwie kann ich sie nicht beantworten. Es gibt die Herzöffnertage und die Vorbeugemomente, es gibt mal mehr Drang nach Anspannung, mal mehr nach Loslassen. Schwer, sich festzulegen. Aber Dinge auf den Kopf stellen macht immer Spaß, der Kopfstand fühlt sich großartig an. Und der länger freigestandene Handstand ist schon ein Ziel … 

* "Ich packe meinen Koffer" – welche drei Dinge abgesehen vom Notwendigen nimmst du mit auf die Insel? Ist die Insel einsam?
Dann nicht viel, denn da genieße ich nur kurz und möchte schnell wieder weg . Ich bin ein Ruhrgebietskind und Andock- , Auf- und Abfahrmöglichkeiten in nächster Nähe gewohnt. Endlose Weite finde ich nur bedingt attraktiv :-). 

* "Three Songs I love" – deine aktuelle Musik oder alltime-faves für Intro, Flow, Shavasana ... oder einfach so ...?
(Aktuelle) Yoga-Favorites: : Anne van de Water: Shiva Shambo, Hang Massive: Once Again, Marti Nikko & DJ Drez: Maha Yogi 

* Ein Mantra, dass du gerne hörst, singst, meditierst?
Shiva Shambo. Shiva begleitet mich seit ich Yoga übe. Shiva, der Stillstand verhindert, der Neues erschafft. Ein Mantra, das mir Mut macht, Energie gibt, das Rad weiter dreht. 

* Nach einem besonders stressigen Tag – dein Kurzprogramm zum Runterkommen?
Es geht leider nicht immer, aber wenn es Yoga sein darf, dann: kurzer, spontaner Flow zu der Musik, die an dem Tag nötig ist. Im Winter: Kerzen an, im Sommer ein Räucherstäbchen und frische Abendluft. 

* Was inspiriert dich – für dein Yoga, dein Leben?
Neugier. Und zwar nicht in einem indiskreten, unangemessenen Sinne, sondern als positive, unaufdringliche "Gier für Neues". Ausprobieren, (kennen)lernen, offen sein. Tradition. Als Yogi fasziniert mich die jahrtausende überlieferte Lehre, die Lehrer-zu-Lehrer-zu-Lehrer Wissensweitergabe, den immerwährenden Kern und die bleibende Gültigkeit der alten Schriften. Mich als Übende als Teil dieser Tradition fühlen zu dürfen, ist eine Ehre, nie eine Selbstverständlichkeit. Menschen mit Rückgrat, mit Mut, mit Gleichmut. 

* Wenn du dich in der Meditation an einen Wunschort beamen könntest, welcher wäre das?
Kein Ort, sondern ein Zustand: Die Stille, mein Ich, das pure Selbst. Den Ort drumherum nicht mehr wahrnehmen, im tiefsten Inneren angekommen sein. 

* Die Yogawelt ist inzwischen voll von den verschiedensten Hypes – was ist für dich im Yoga wirklich wichtig?
Dogma-Freiheit und Individualität. Aber bitte: Yoga noch Yoga sein lassen. 

* "Love, Love, Love" – ein Wort, Satz, Spruch zum Schluss?
"…denn ich schulde der Welt das Lächeln in meinen Augen!"

 

hejyoga sagt:

11 * Fragen : Melanie Meller

* Wer bist du?
Melie Meller (37), reisender Freiheitsjunkie, mit Heavy Metal und Yoga im Koffer.

* Wie kam Yoga in dein Leben? Warum lässt es dich nicht mehr los?
Wie so viele Menschen war ich auf der Suche nach Ruhe, Ausgleich, ... nach mehr. Ganz sanft kam Yoga nach der Sivananda Tradition in mein Leben. Der Funke ist aber erst so richtig durch dynamisches Vinyasa Yoga übergesprungen. Als es richtig geschnackelt hat zwischen dem Yoga und mir, war ich hin und weg! Ich glaube, so schnell lassen wir uns nicht mehr los.

* Welche Asana ist dein persönlicher Peak Point – entweder eine, die du besonders gerne machst oder vielleicht eine, die du noch erreichen möchtest ... ?
"Alle Füße fliegen hooooch..." Armbalancen mag ich sehr und den Kopfstand.

* "Ich packe meinen Koffer" – welche drei Dinge abgesehen vom Notwendigen nimmst du mit auf die Insel?
Heißt die Insel Bali? Super, da ist alles, was ich brauche ;-) 

* "Three Songs I love" – deine aktuelle Musik oder alltime-faves für Intro, Flow, Shavasana ... oder einfach so ...?
Intro: Light * Dr. Toast, Flow: Hate Street Dialogue * The Avener, Shavasana: Hare Krishna * Wah! ... das wäre was Typisches, kann aber nach Stimmung oder Stundenthema ganz anders sein. 

* Ein Mantra, dass du gerne hörst, singst, meditierst?
Lokah samastah sukhino bhavantu – Mögen alle Lebewesen überall frei und glücklich sein. Ein Mantra voll Herzensgüte und Mitgefühl, das mag ich sehr! 

* Nach einem besonders stressigen Tag – dein Kurzprogramm zum Runterkommen?
In Balasana (Kindeshaltung) starten und in die Körperrückseite atmen, dann Länge in den Rücken bringen durch Adho Mukha Shvanasana (herabschauender Hund) und mit Twists (Drehungen) die Rückenmuskulatur lockern. Die Black Roll kommt auch gerne zum Einsatz aber meine Atmung mit 3-4 Asanas (Haltungen) und/oder ein paar Sonnengrüßen zu verbinden reichen oft schon, dass es mir besser geht. 

* Was inspiriert dich – für dein Yoga, dein Leben?
Mein Leben wird von Yoga und Buddhismus inspiriert und von Menschen, die das machen, was sie lieben. Für meine Yogapraxis gibt es sehr viele Quellen, ganz besonders aber meine Lehrerinnen Annette Böhmer und Natascha Kiessler! 

* Wenn du dich in der Meditation an einen Wunschort beamen könntest, welcher wäre das?
Es gibt so viele wunderschöne Orte auf dieser Welt... aber der Ort, an dem ich in meiner Meditation sein möchte, ist das 'Hier und Jetzt'. Das ist gar nicht so einfach aber wenn ich es schaffe, für ein paar Momente dort zu verweilen, möchte ich an keinem anderen Ort der Welt sein. 

* Die Yogawelt ist inzwischen voll von den verschiedensten Hypes – was ist für dich im Yoga wirklich wichtig?
Ja, es kann verwirrend sein, dass scheinbar jeden Monat ein neuer Trend, ein neues Produkt, ein neuer Yogastil unsere Aufmerksamkeit fordert. Ich glaube, weniger ist mehr. Wir vergessen oft, dass auch regelmäßig ein wenig Yoga viel Wirkung haben kann. 

* "Love, Love, Love" – ein Wort, Satz, Spruch zum Schluss?
Wenn wir liebevolle Freundlichkeit und Mitgefühl ausüben, sind wir die ersten, die davon profitieren. (Rumi)

 

hejyoga sagt: